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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Universales Netzteil für kleine Anodenströme
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10.10.21 12:34
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

10.10.21 12:34
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Universales Netzteil für kleine Anodenströme

Moin,
Wenn man sich entschließt seine Röhren-Schaltungen mit höheren Spannungen als 60 Volt zu
bauen, besteht grundsätzlich immer die Gefahr unerwartet einen elektrischen Schlag zu erhalten.
(h t t p s://www.youtube.com/watch?v=2yqJaN8C7ho)

Besonders gefährlich ist dabei die Netz-Wechselspannung und die "Strecke Hand-Herz-Hand"
(h t t p s://tenor.com/view/beaker-shocking-surprise-gif-9589493)

Bei wikipedia gibt es unter dem Stichwort "Stromunfall" einen längeren Eintrag.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromunfall
Wir erfahren, dass
Wechselströme im allgemeinen gefährlicher sind als Gleichströme.
Für Gleichstrom:

Zitieren:
"Je nach Studie und Einwirkdauer sind Stromstärken ab etwa 20 bis 25 mA gefährlich"
.

Hier kann man wirksam ansetzen. Denn was zieht z.B. ein kleines 1V2-Audion schon an Anodenstrom?
Kopfhörer-Endstufe 2 mA, NF-Stufe 1 mA, Audion 1 mA, HF-Stufe 5 mA = ca. 10 mA.

Deshalb verwende ich fast immer ein Netzteil, das auf folgendem Prinzip beruht:


Ein Konventionelles Stecker-Netzteil von z.B. 12 V Wechselspannung liefert zunächst die Heizspannung.
Damit ist man schon mal weg von der brandgefährlichen Netzspannung.
Es können 2Stk. 6,3V-Röhren in Serie geheizt werden, wobei der nachfolgende Trafo Spannungsunterschiede
an den Röhren ausgleicht.
Alternativ ist Gleichspannungs-Heizung möglich. Da die Leerlauf-Spannung des nicht ausgelasteten Trafos
meist bei 14Volt liegt kommt man so mit Schottky-Dioden (SB530) in etwa auf 18 Volt , geeignet für
viele "U-Röhren".

Ein kleiner Print-Trafo je nach Projekt und Strombedarf transformiert dann hoch und erzeugt die
Anodenspannung.
Der Gewinn an Sicherheit gegenüber einem stärkeren Trafo (z.B. aus einem alten Röhrenradio) liegt
in dem höheren Innenwiderstand des Gesamtaufbaus.

Zur Verdeutlichung ganz rechts ein Vorsatz, den ich mir für mein 300V / 200 mA -Netzteil verwende:
2 Drahtwiderstände 10 kOhm / 5 Watt sowie eine Stabilisierung (150V-Stabi oder 10 Stk. 15V/1,3W-Zener-Dioden)
7,5 mA liefert die kleine Schaltung, bei Schusseligkeit können maximal 300V / 20 kOhm = 15 mA fließen.

Für den praktische Aufbau ist von Vorteil, dass Siebglieder zur Unterdrückung von Netz-Störungen zwischengeschaltet
werden können.
Man kann eine Unzahl von Varianten bauen, einige sind im Schaltbild angedeutet.
150 Volt Anodenspannung sind ausreichend für Anzeige-Röhren wie die EM84.
(vgl. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...0&page=4#31)
Eine weitere Erhöhung steigert die Leistung der üblichen Netzröhren auch nicht mehr wesentlich.
Die UL41 meines kleines "Radiola RA93" macht jedenfalls mit ähnlicher Anodenspannung mächtig Lärm...

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 10.10.21 13:04

Datei-Anhänge
Prinzip_Hochohmiges_Netzteil_2021-10-10.JPG Prinzip_Hochohmiges_Netzteil_2021-10-10.JPG (8x)

Mime-Type: image/jpeg, 55 kB

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