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100Hz-Lichtquelle für Plattenspieler-Stroboskopscheiben
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vor 4 Stunden
HB9 

500 und mehr Punkte

vor 4 Stunden
HB9 

500 und mehr Punkte

100Hz-Lichtquelle für Plattenspieler-Stroboskopscheiben

Hallo zusammen,

im Glühbirnen- und Leuschtstoffröhren-freien Zeitalter können die Stroboskopscheiben auf den Plattenspielern zur Drehzahlkontrolle nicht mehr ohne Weiteres verwendet werden, da diese mit einer mit 100Hz 'flackernden' Lichtquelle beleuchtet werden müssen. Heutige LED-Lampen geben aber ein mehr oder weniger unmoduliertes (oder hochfrequent moduliertes) Licht ab und sind daher ungeeignet. Daher habe ich mit Bauteilen aus der Bastelkiste eine 100Hz-LED-Lichtquelle zusammengenagelt, die sich für diesen Zweck hervorragend eignet. Wer keine Stroboskopscheibe hat, findet im Kompendium eine Vorlage zum Ausdrucken.

Hier das Schema:



D1 ist die LED, die die Stroboskopscheibe beleuchten soll. Hier eignet sich eine weisse oder auch farbige superhelle LED mit 20..30mA, wie sie heute schon fast Standard sind. Diese wird mit einem rechteckigen Strom mit 100Hz betrieben. Warum 100Hz (das Netz hat ja 50Hz)? Der Grund ist einfach: eine Glühbirne leuchtet unabhängig von der Polarität der angelegten Spannung, folglich leuchtet sie während der positiven und negativen Halbwelle und wird in den dazwischenliegenden Nulldurchgängen dunkler, sie flackert also mit 100Hz.

T1 bildet mit R1 eine Stromquelle, so dass die Helligkeit unabhängig von der Versorgungsspannung wird. Die LED D2 stabilisiert die Basisspannung auf etwa 1.6V, daher muss es eine normale rote LED sein. R1 bestimmt den Strom durch D1, der etwa 40mA beträgt, was bei 50% Pulsweite einen mittleren Strom von 20mA durch D1 ergibt. Bei ausreichend hoher Betriebsspannung können auch zwei oder sogar drei LEDs in Serie geschaltet werden.

Die 100Hz werden mit dem Quarz Q1 und dem Binärteiler mit IC1 und IC2 gemacht, diese teilen durch 32768 (2^15), was dann 100Hz ergibt. IC1 teilt durch 2^14 und somit IC2 durch 2. Für IC2 hätte auch ein Flipflop gereicht (z.B. 4013), ich hatte aber nur diese ICs im Lager. IC1 arbeitet ab etwa 4V, spezifiziert ist es nach Datenblatt ab 5V bis 15V. Somit ist eine 9V-Batterie zur Speisung gut, der Stromverbrauch beträgt etwa 10..15mA, je nach Toleranz der roten LED und ist unabhängig von der Betriebsspannung, die bei einer weissen oder blauen LED für D1 zwischen 6V und 15V liegen darf. Werden mehrere LEDs in Serie geschaltet, erhöht sich die minimale Betriebsspannung um die Fluss-Spannung der zusätzlichen LEDs.

Damit die Logik nicht durch die geschalteten Ströme der LED gestört wird, ist es wichtig, den Stromkreis der LED sauber von der Logik zu trennen, also ab dem Elko C1 separate Leitungen zu den ICs und dem Leistungsteil zu legen (sowohl Plus als auch Masse), so wie es gezeichnet ist. Sind die Leitungen vom Elko zu den ICs kurz, brauchen diese keinen separaten Abblockkondensator an der Betriebsspannung.

Diese Lampe kann auch als (Not-) Taschenlampe verwendet werden, wenn man ungeplant im Dunkeln sitzt, weil der FI-Schalter ausgelöst hat... soll vorkommen

Gruss HB9

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100Hz-Licht.png 100Hz-Licht.png (2x)

Mime-Type: image/png, 95 kB

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vor 44 Minuten
aminox86 

100-249 Punkte

vor 44 Minuten
aminox86 

100-249 Punkte

Re: 100Hz-Lichtquelle für Plattenspieler-Stroboskopscheiben

Hallo HB9,

nette Schaltung. Allerdings noch ein kleiner Hinweis: Wenn man die Potentiale in der Schaltung verfolgt, ist die Batterie verkehrt herum angeschlossen. Daran ändert auch das Pluszeichen am parallel geschalteten Elko nichts.

mfg

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