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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Konzept um zumindest die Radios zu retten
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10.06.22 11:25
Jan_K 

WGF-Nutzer Stufe 2

10.06.22 11:25
Jan_K 

WGF-Nutzer Stufe 2

Konzept um zumindest die Radios zu retten

Hallo,

die AM Bänder sind am aussterben, Geräte vor den 50ern sind nurnoch bedingt brauchbar wenn man keine extra Antenne aufstellen möchte. Der UKW Rundfunk bleibt uns noch erhalten, der Staat scheint es aber durchboxen zu wollen das auf DAB+ umgestellt wird. Das die Tonqualität von DAB+ der von UKW deutlich unterlegen ist (unnatürliche blecherne Höhen, erinnert an die Anfänge von MP3) bemerken die meisten Verbraucher eh nicht.

Wenn der UKW Rundfunk abgeschaltet wird werden viele unserer Geräte vermutlich im Müll landen, für den Leien sind sie dann wertlos geworden. Es gibt Firmen wie Vangerow die super Arbeit leisten und die Geräte mit Internetradio am TA Eingang modernisieren. Aber das ist nicht was ein Radio ausmacht, man will den Sender an der Skala suchen können.

Was man bräuchte wäre ein Gerät das sich Radiostreams aus dem Internet zieht, 3-4 Stück vielleicht, und diese in hoher Qualität ins UKW bzw. MW Band umsetzt. Das ganze möglichst billig, ich denke an ~50€. Ein kleines Display wo man Internetradiosender aussuchen kann und auf eine bestimmte UKW Frequenz legen kann, man soll später die 3-4 Sender am Radio abstimmen können. Ausgangssignal über eine F-Buchse, die Umsetzer 75Ohm Koax -> 240Ohm Radioeingang sind billig. Wichtig ist auch das es Open Source ist, jeder Bastler, auch Einsteiger, soll das nachbauen können.

Das ganze geht wohl mit einem RasPi, der wäre auch von den kosten perfekt. Es gibt Gehäuse für ihn, man benötigt nur einen Bandpass der Oberwellen bzw. irgendwelche eher niederfrequenten Artefakte abscheidet. Das ganze geht über "Pinngewackel", die Flanken des Ausgangs vom Pi sind wohl ziemlich steil. Und ein Display natürlich, ich denke da an ganz einfache LCDs (HD44780) die man für wenige € in China kaufen kann.

Mir fehlt leider komplett die Erfahrung mit dem Programmieren, deshalb: Hat jemand damit schon experimentiert bzw. hätte Lust sich mit mir ein Konzept zu überlegen? Ich würde eine Aufsteckplatine für den Pi gestalten die den Bandpass (jeweils für MW und UKW als Bestückungsoption) sowie das Display enthält. Dank einiger Anbieter kann man Platinen heute extrem billig fertigen, ich schätze mal <2€ pro Stück in Pi Größe.

Mich würde Eure Meinung interessieren.

Gruß,
Jan

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10.06.22 13:16
HB9 

WGF-Premiumnutzer

10.06.22 13:16
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Konzept um zumindest die Radios zu retten

Hallo Jan,

so eine ähnliche Idee hatte ich mal, um den Schweizer Telephon-Rundspruch zu simulieren (6 Programme auf LW), allerdings als Umsetzer von UKW-Programmen. Grob geschätzt müsste so etwas mit einem Cortex-M4-Prozessor zu machen sein (6 NF-Eingänge und 1 HF-Ausgang mit den 6 Programmen). Die NF könnte man statt analog natürlich auch als digitalen Datenstrom einspeisen, wenn die Quelle schon digital ist, eine Digital/Analog-Wandlung, die nach ein paar cm Draht wieder rückgängig gemacht wird, macht ja keinen Sinn. Für MW kann man einfach auf die Aliasing-Produkte der HF abstimmen, auch auf KW dürfte so etwas zu empfangen sein. Solange man die HF über Kabel verteilt, muss man ja nicht besonders filtern, erst die Frequenzen im zweistelligen MHz-Bereich müssen an der Quelle beseitigt werden, damit es keinen EMV-Ärger gibt.

Für das Erzeugen von UKW-Programmen dürfte die klassische analoge Erzeugung ab NF-Signal wohl am einfachsten und sicher am billigsten sein. Pro Programm braucht es einen Transistor als Oszillator und eine Kapazitätsdiode zur Frequenzmodulation. Bei geeigneter Schaltungsdimensionierung wird die Frequenz ausreichend stabil. Stereosignale sind ja nicht unbedingt notwendig, und wenn doch, könnte man sie ebenfalls mit einem Cortex-M4 in hervorragender Qualität erstellen.

Für den Pfad vom Internet nach NF (analog oder digital) kenne ich mich nicht aus, das reizt mich auch nicht. Aber da gibt es sicher Personen, die sich hier auskennen, auch was geeignete Hardware angeht. Ein Cortex-M4-Evaluationsboard für die Umsetzung von NF nach AM-HF oder Stereo-Multiplex-Signale ist ebenfalls günstig zu haben (so 10..20 Euro), und für ein Serieprodukt kann man eine passende Leiterplatte machen, wo auch der ganze Analogteil, insbesondere die Filter, darauf Platz finden.

Gruss HB9

10.06.22 18:37
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 3

10.06.22 18:37
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Konzept um zumindest die Radios zu retten

Hi Jan,

mal das

radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=12946

vollständig lesen.

Gruß

(Reflex-)Kalle

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