Hallo Martin, Das mit dem "Einschwingen" ist sicherlich der Grund, warum es mit scharfem im VLf-Bereich so ruhig wird und die "Knackstörungen" weggebügelt sind. Von unseren "Bootsankern" sind wir ja hohe Präzision in der Mechanik gewöhnt, aber ich schätze dass, könnte man in eines der Systeme hineinschauen, einem die Spucke wegbleiben würde. Du hast ja mit deinem Telefunken ideale Vergleichsmöglichkeiten... Gruß Jens
!!!
Fotos, Grafiken nur über die
Upload-Option des Forums, KEINE FREMD-LINKS auf externe Fotos.
!!! Keine
Komplett-Schaltbilder, keine Fotos, keine Grafiken, auf denen
Urheberrechte Anderer (auch WEB-Seiten oder Foren) liegen! Solche Uploads werden wegen der Rechtslage kommentarlos gelöscht!
Keine Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, ohne deren schriftliche Zustimmung.
Den Beitrag-Betreff bei Antworten auf Threads nicht verändern!
Da gerade ein kleiner SAQ-Röhrenempfänger (was auch sonst) fertiggestellt wurde, bot es sich an, den resonanten Ausgangsübertrager versuchsweise durch 10W-Ela-Übertrager zu ersetzen. Der 250 Ohm-Kopfhörer wurde an 0-16 Ohm angeschlossen. Dann ist nur noch der 800 Hz-Schalenkern-Resonanzkreis wirksam, entkoppelt durch 2 Röhren. ("Nullkopplung"). NF-inus-generator an das Steuergitter der ersten Röhre. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...0&page=2#18 …
Du schreibst hier im Thread SAQ-Detektor "Jonathan" was über einen SAQ-Röhrenempfanger und verlinkst auch noch dorthin. Muss man/ich nicht verstehen, warum du es nicht dort geschrieben hast, wo es passt und hingehört.
Ohne die verwendeten großen Schalenkerne wäre SAQ-Detektor-Empfang wahrscheinlich nicht möglich gewesen, darüber hinaus zeigten die gewickelten Probespulen die beste Güte für 17,2 kHz etwa in dem Bereich von 500-800 Windungen. Parallelkapazität dann etwa 500 pF
Für den NF-Resonanzübertrager wurde der Luftspalt des Schalenkernes beseitigt (Eingeschobener Ferritstab) und eine etwas höhere Windungszahl als optimal experimentell ermittelt, Parallelkapazität irgendwo bei 50 nF.
Hier nochmal die Gütekurven, die entscheidend für das Projekt waren.
Nun konnte ein Artikel aus einer alten Zeitschrift von 1950 ausgegraben werden der zeigt, wie die Fachleute von "Wandel und Goltermann" seinerzeit vorgegangen sind.
(Verwendet wurde ein 32mm-Topfkern mit Sirufer 4-Material, s. Datei-Anhang.)
So werden beispielsweise die Eisenkern-Verluste ermittelt, und als unwesentlich ausgeklammert. Das lässt sich praktisch in die heutige Zeit auf Ferrit-Schaltnetzteil-Kerne übertragen, die sich aus defekten Teilen gewinnen und (meist) auseinanberbacken lassen.
Weitere Aspekte: - unterhalb 3 kHz nur dier rein ohmsche Wicklungswiderstand entscheidend. - Der Wickelrtaum ist hier voll auszunutzen (Einkammer-Wicklung + Volldraht) - Die Hauptwicklung kommt in die unterste Lage und nimmt den meisten Raum ein.
Folgendes Schnittmuster aus dem Artikel gefiel mir besonders gut:
Viele weitere Details wird in dem Artikel erläutert, es wird nachvollziehbar, warum in den auseinandergenommenen Schalenkernen der Wickelraum voll ausgenutzt wurde ("Grundverlustfaktor") und für unterschiedliche Induktivitäten unterschiedliche Drahtdurchmesser benutzt wurden.
Zitieren:Es gibt also für eine vorgegebene Induktivität, die bei bestimmten Frequenz betrieben werden soll, einen bestimmbaren günstigen Drahtdurchmesser oder, was das gleiche ist, einen ganz bestimmten Wickelraum, den man bewickeln muß, um die optimale Spulengüte zu erhalten.
Das war nun Anlaß, die Sache auch mal mit einer höheren Oberwelle zu versuchen, denn da liegen noch so einige Glasquarze in der Grabbelkiste rum.
Denn die Frequenz des Thyratron-Oszillators musste ständig nachjustiert werden, und machte es notwendig, einen Frequenzzähler ständig zu beobachten und dann nachzujustieren.
Versuche mit Aussiebung der Oberwelle des Heterodyne-Überlagerers auf höhere Quarz- Frequenz war zwar erfolgreich, aber es musste die Quarz-Kapazität neutralisiert werden. Der kreis vor dem Quarz benötigte daher eine Spule, an der eine gegenphasige Spannung abgegriffen werden konnte.
Es ging dann wesentlich einfacher mit einem Resonanzkreis nach dem Quarz.
Der Quarzkristall war ein 98,2 kHz Quarz im gerissenen Glasgehäuse, in dieser Schaltung wurde er mit "Dremel"-Schleifer solange geschliffen, bis die Zielfrequenz von 16,5 kHz erreicht wurde.
Wenn die TX4b zündet entsteht ein negativer Nadelimpuls, der den Quarz zum Schwingen anregt und auch den Resonanzkreis nach dem Kreis.
Der kreis ist, wie in solchen Fällen üblich, etwas oberhalb der Quarzresonanz eingestellt, damit der Quarz in seiner Serien-Resonanzfrequenz schwingt.
Die verwendeten Superhellen kleinen LEDs (Weichnachts-LED-Batterie-Lichterkette) sind empfindliche Indikatoren. 4 Stück 1N4148-Dioden verringern die Ansprechschwelle der LED. (Am Kreis liegen etwa 0,6Vpp 99 kHz Hochfrequenz an
Eine weitere LED ist als Verpolungsschutz geschaltet.
Bei Synchronisation des Thyratron-Oszillators leuchtet die LED auf. Es wird nicht auf maximale Helligkeit eingestellt, sondern etwas darunter, damit der Oszillator nicht aus dem Haltebereich fällt. Die Frequenz "eiert" etwas, was eine Helligkeitsänderung der LED zur Folge hat. ( Die TX4b ist eine gasgefüllte Röhre und arbeitet nach dem Prinzip der Ionisierung)
Fällt der Oszillator aus der Synchronisation, erlischt die LED.
Die beiden nächstgelegenen Synchronisationsfrequenzen 99 kHz / 5 = 19,8 kHz und 99 kHz / 7 = 14,14 kHz liegen außerhalb des Einstellbereiches des Oszillators.
Hallo, -Eichpunkte TX4b-Überlagerer mit Quarzsynchronisation
Nicht nur bei 16,50 kHz erfolgt eine Anzeige durch die dem Quarz nachgeschaltete LED, sondern auch bei etwa 17,22 kHz und 18,00 kHz. Auch bei diesen Frequenzen rastet der Oszillator ein.
Das erklärt sich dadurch, dass der TX4b-Oszillator auf 1/4 der Kreisresonanz des abstimmbaren Schalenkernes schwingt und der Quarz von einer Oberwelle dieser Frequenz angestoßen wird.
Eine Tabelle zeigt die Verhältnisse:
Die Quarzanzeige spricht nacheinander auf die Harmonische 24,23,22 an, wenn der Oszillator durchgedreht wird.
Notiert man sich die zugehörigen Umdrehungen, erhält man eine einfache Eichtabelle: RDL ist etwa 1/4U ccw nach dem 17,22 kHz-Punkt mit genügender Genauigkeit eingestellt, die korrekte Heterodyne-Frequenz liegt nur etwa 220 Hz höher.
Die zweite Überlagerer-Frequenz für die SAQ-Hörfrequenz von 700 Hz ist 17,9 kHz, nur 100 Hz höher ist hier der Eichpunkt "18,00 kHz". Das ist hier am Standort mölicherweise wichtig, da neuerdings eine Solaranlage genau auf 17,9 kHz stört.
Alter Funker-Trick: Überlagerer auf Störer, der wird dann unhörbar. RDL stört dann mit 300 Hz. ---- Fazit: Die alten und schönen Quarze im Glasgehäuse und im 100 kHz-Bereich lassen sich hervorragend für SAQ nutzen, wenn man mit Harmonischen des Oszillators arbeitet.
Eine Vereinfachung wäre, den Oszillator auf halber Frequenz arbeiten zu lassen (z.B. 8 kHz). Der SAQ-Überlagerer arbeitet dann auf doppelter Frequenz.
Die Hörfrequenz kann man frei bestimmen, sie richtet sich nach dem Quarz und der passenden Harmonischen.
Die modernen Röhren sind hochgezüchtet und optimiert, während die sehr alten Typen mit dem damaligen Fertigungsmethoden unterschiedliche Kennlinien besitzen. https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...&thread=313 ("Die ersten Telefunken Röhren mit Spiralgitter")
In einem alten Lehrbuch sind Kennlinien dargestellt, die ein alter deForest-Gasdetektor zeigt, der neu evakuiert wurde. Der italienische Physiker Majorana hat das "Audion" genauer untersucht und festgestellt, das unter bestimmten Umständen die erhaltene Nutzenergie größer sein kann als die zugeführte HF-Leistung.
In dem neuen Brettaufbau wird nun eine CF3 verwendet, eine durchaus maoderne Röhrenkonstruktion Mitte der 1930er Jahre mit Außenkontaksockel. Das Steuergitter ist an Kathode gelegt, Bremsgitter ebenfalls. Das Schirmgitter dient nun als Steuergitter.
Die entsprechenden Brücken lassen sich leicht auf dem Sockel herstellen, ein Adapter mit der PL21 kann ebenfalls eingesteckt werden.
Mit Anpassungs-Übertrager und um die 100 kOhm Last hat man 2-fache Spannungsverstärkung bei der recht niedrigen Betriebsspannung von etwa 35 Volt Mit einer positiven Vorspannung von 10 Volt am Gitterwiderstand erhält man 8-fache Spannungsverstärkung, aber es wird nun eine gewisse Steuerleistung benötigt.
Für die RDL (bzw. SAQ)-Demodulation ist aber diese Einstellung am güstigsten, ebenso stieg die Lautstärke erheblich bei Verwendung eines großen Gitterkondensators. ---- Eine andere Möglichkeit wäre, der Detektor-Dioden nach dem Schwingungskreis einen 1:4-Übertrager folgen zu lassen und alle Komponenten optimal aufeinander anzupassen, wie Telefunken das bei den WW1-Empfangsgeräten gemacht hat.
Die CF3 (mit Regelgitter) und die CF7 sind hier in Massen vorhanden, sie eignen sich auch für kleine Spannungen. Vor allem, wenn ein Übertrager in die Anoden-Leitung gelegt wird, für SAQ ist auch ein resonanter 10W-ELA-Übertrager gut geeignet, er soll nur den Überlagerundton von z.B. 700 Hz übertragen und noch etwas anheben.
Die PL21-Schaltung wurde noch etwas modifiziert, eine Außenkontaktfassung montiert. Die Schaltung ermöglicht es, die Gitter der CF3 (bzw. CF7) unterschiedlich zu beschalten:
Über Abgriffe kann die Gittervorspannung verändert werden. Eine Diode kann in die Gitterleitung gelegt werden. Als Hörer kommt ein Eigenbau mit zwei in Serie geschalteten "Monachor ES220"-8-Ohm Kapseln zum Einsatz. Je nachdem, an welchem Anzapungspunkt des Übertragers sich die größte Lautstärke einstellt, kann der Ausgangswiderstand der betreffenden Röhrenschaltung abgeschätzt werden.
Mit allen Konfigurationen konnte RDL an der Behelfsantenne gehört werden, ebenso der Hintergrundpegel sehr leise.
Die besten Ergebnisse brachte die CF7 in Pentodenschaltung, Sift 7 wurde entfernt und G2 mittels Leitung auf Masse ("Anodenbetriebsspannung") gelegt. Nicht nur die größere Verstärkung, sondern auch der hohe Ausgangswiderstand ist von Vorteil, weil dann die Eigenresonanz des Ausgangskreises besser genutzt wird.
Eine Besonderheit zeigte sich bei Verwendung von G2 als Steuergitter in Triodenschaltung: Gittergleichrichtung funktionierte kaum, mit hohem Eingangs-C und positiver Vorspannung aber gute Ergebnisse, vermutlich Anodengleichrichtung.
Eine weitere Erhöhung der Verstärkung dürfte sich bei Verwendung eines verlustarmen Aufwärts-Übertragers ergeben, der an die Detektor-Diode angepasst ist. So einfach die Schaltung des oben gezeigten "Beuteempfängers" anmutet, so steckt wieder mal viel "knowhow" in dem Ding. Darüber geben diverse Artikel im "Archiv für Elektrotechnik" Auskunft, etwa von Schottky "Über Hochvakuumverstärker" h t t p s://archive.org/details/archiv-fur-elektrotechnik-vol-8/mode/2up?q=%22%C3%BCber+Hochvakuumverst%C3%A4rker%22 und Mühlbrett "über Verstärkertransformatoren" h t t p s://archive.org/details/archiv-fur-elektrotechnik-vol-9/page/364/mode/2up?q=%22%C3%BCber+Verst%C3%A4rkertransformatoren%22
Der letzte Artikel nennt Eckdaten: Eingangswiderstand Röhre 10 MOhm, Sekundär-Induktivität 150 H. Windungszahl 40.000 (Der Schaltplan nennt sogar 60.000, die Amerikanischen Nachrichten-Leute der Army haben das Set offensichtlich gründlichst analysiert.)
Übersetzung Eingangs-Ü 1:20. Zwischen-Ü 1:4 Kein AÜ, weil der Gewinn, der erzielbar wäre, sich bei den üblichen Hörern sich nicht rechtfertigt.