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SAQ-Detektor "Jonathan"
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17.08.25 21:14
basteljero 

500 und mehr Punkte

17.08.25 21:14
basteljero 

500 und mehr Punkte

Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

Hallo Martin,
Das mit dem "Einschwingen" ist sicherlich der Grund, warum es mit scharfem im VLf-Bereich
so ruhig wird und die "Knackstörungen" weggebügelt sind.
Von unseren "Bootsankern" sind wir ja hohe Präzision in der Mechanik gewöhnt, aber ich
schätze dass, könnte man in eines der Systeme hineinschauen, einem die Spucke wegbleiben würde.
Du hast ja mit deinem Telefunken ideale Vergleichsmöglichkeiten...
Gruß
Jens

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    18.08.25 08:25
    Reflex-Kalle 

    500 und mehr Punkte

    18.08.25 08:25
    Reflex-Kalle 

    500 und mehr Punkte

    Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

    basteljero:


    Da gerade ein kleiner SAQ-Röhrenempfänger (was auch sonst) fertiggestellt wurde, bot es sich an, den resonanten
    Ausgangsübertrager versuchsweise durch 10W-Ela-Übertrager zu ersetzen.
    Der 250 Ohm-Kopfhörer wurde an 0-16 Ohm angeschlossen.
    Dann ist nur noch der 800 Hz-Schalenkern-Resonanzkreis wirksam, entkoppelt durch 2 Röhren. ("Nullkopplung").
    NF-inus-generator an das Steuergitter der ersten Röhre.
    https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...0&page=2#18


    Du schreibst hier im Thread SAQ-Detektor "Jonathan" was über einen SAQ-Röhrenempfanger und verlinkst auch noch dorthin. Muss man/ich nicht verstehen, warum du es nicht dort geschrieben hast, wo es passt und hingehört.

    Gruß

    (Reflex-)Kalle

      06.05.26 19:51
      basteljero 

      500 und mehr Punkte

      06.05.26 19:51
      basteljero 

      500 und mehr Punkte

      Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

      Moin,
      -Artikel Funk und Ton 1950 Heft 9

      Ohne die verwendeten großen Schalenkerne wäre SAQ-Detektor-Empfang wahrscheinlich nicht möglich gewesen,
      darüber hinaus zeigten die gewickelten Probespulen die beste Güte für 17,2 kHz etwa in dem Bereich von 500-800
      Windungen. Parallelkapazität dann etwa 500 pF

      Für den NF-Resonanzübertrager wurde der Luftspalt des Schalenkernes beseitigt (Eingeschobener Ferritstab)
      und eine etwas höhere Windungszahl als optimal experimentell ermittelt, Parallelkapazität irgendwo bei 50 nF.

      Hier nochmal die Gütekurven, die entscheidend für das Projekt waren.


      Nun konnte ein Artikel aus einer alten Zeitschrift von 1950 ausgegraben werden der zeigt, wie die Fachleute
      von "Wandel und Goltermann" seinerzeit vorgegangen sind.

      (Verwendet wurde ein 32mm-Topfkern mit Sirufer 4-Material, s. Datei-Anhang.)

      So werden beispielsweise die Eisenkern-Verluste ermittelt, und als unwesentlich ausgeklammert.
      Das lässt sich praktisch in die heutige Zeit auf Ferrit-Schaltnetzteil-Kerne übertragen, die sich aus
      defekten Teilen gewinnen und (meist) auseinanberbacken lassen.

      Weitere Aspekte:
      - unterhalb 3 kHz nur dier rein ohmsche Wicklungswiderstand entscheidend.
      - Der Wickelrtaum ist hier voll auszunutzen (Einkammer-Wicklung + Volldraht)
      - Die Hauptwicklung kommt in die unterste Lage und nimmt den meisten Raum ein.

      Folgendes Schnittmuster aus dem Artikel gefiel mir besonders gut:


      Viele weitere Details wird in dem Artikel erläutert, es wird nachvollziehbar,
      warum in den auseinandergenommenen Schalenkernen der Wickelraum voll ausgenutzt wurde
      ("Grundverlustfaktor") und für unterschiedliche Induktivitäten unterschiedliche Drahtdurchmesser
      benutzt wurden.

      Zitieren:
      Es gibt also für eine vorgegebene Induktivität, die bei bestimmten Frequenz betrieben werden soll, einen bestimmbaren
      günstigen Drahtdurchmesser oder, was das gleiche ist, einen ganz bestimmten Wickelraum, den man bewickeln muß,
      um die optimale Spulengüte zu erhalten.

      Gruß
      Jens

      Zuletzt bearbeitet am 06.05.26 20:10

      Datei-Anhänge
      Beispiel-Gütekurven_2025-04-06.jpg Beispiel-Gütekurven_2025-04-06.jpg (63x)

      Mime-Type: image/jpeg, 141 kB

      Funk und Ton 1950-09 Bildzitat Wandel und Goltermann-Artikel.jpg Funk und Ton 1950-09 Bildzitat Wandel und Goltermann-Artikel.jpg (60x)

      Mime-Type: image/jpeg, 342 kB

      Topfkern Bildzitat Funk und Ton 1950 Heft 9.jpg Topfkern Bildzitat Funk und Ton 1950 Heft 9.jpg (71x)

      Mime-Type: image/jpeg, 69 kB

        14.05.26 21:47
        basteljero 

        500 und mehr Punkte

        14.05.26 21:47
        basteljero 

        500 und mehr Punkte

        Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

        Hallo zusammen,

        An dieser Stelle wurde der Oszillator für einen Transistorempfänger mittels Uhrenquarz
        synchronisiert.
        https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...d=22&page=1

        Das war nun Anlaß, die Sache auch mal mit einer höheren Oberwelle zu versuchen,
        denn da liegen noch so einige Glasquarze in der Grabbelkiste rum.

        Denn die Frequenz des Thyratron-Oszillators musste ständig nachjustiert werden, und machte
        es notwendig, einen Frequenzzähler ständig zu beobachten und dann nachzujustieren.

        Versuche mit Aussiebung der Oberwelle des Heterodyne-Überlagerers auf höhere Quarz-
        Frequenz war zwar erfolgreich, aber es musste die Quarz-Kapazität neutralisiert werden.
        Der kreis vor dem Quarz benötigte daher eine Spule, an der eine gegenphasige Spannung
        abgegriffen werden konnte.

        Es ging dann wesentlich einfacher mit einem Resonanzkreis nach dem Quarz.

        Der Quarzkristall war ein 98,2 kHz Quarz im gerissenen Glasgehäuse, in dieser
        Schaltung wurde er mit "Dremel"-Schleifer solange geschliffen, bis die Zielfrequenz
        von 16,5 kHz erreicht wurde.



        Wenn die TX4b zündet entsteht ein negativer Nadelimpuls, der den Quarz zum Schwingen anregt
        und auch den Resonanzkreis nach dem Kreis.

        Der kreis ist, wie in solchen Fällen üblich, etwas oberhalb der Quarzresonanz eingestellt, damit der
        Quarz in seiner Serien-Resonanzfrequenz schwingt.

        Die verwendeten Superhellen kleinen LEDs (Weichnachts-LED-Batterie-Lichterkette) sind
        empfindliche Indikatoren.
        4 Stück 1N4148-Dioden verringern die Ansprechschwelle der LED.
        (Am Kreis liegen etwa 0,6Vpp 99 kHz Hochfrequenz an

        Eine weitere LED ist als Verpolungsschutz geschaltet.

        Bei Synchronisation des Thyratron-Oszillators leuchtet die LED auf.
        Es wird nicht auf maximale Helligkeit eingestellt, sondern etwas darunter, damit
        der Oszillator nicht aus dem Haltebereich fällt.
        Die Frequenz "eiert" etwas, was eine Helligkeitsänderung der LED zur Folge hat.
        ( Die TX4b ist eine gasgefüllte Röhre und arbeitet nach dem Prinzip der Ionisierung)

        Fällt der Oszillator aus der Synchronisation, erlischt die LED.

        Die beiden nächstgelegenen Synchronisationsfrequenzen 99 kHz / 5 = 19,8 kHz
        und 99 kHz / 7 = 14,14 kHz liegen außerhalb des Einstellbereiches des Oszillators.

        Gruß
        Jens

        Zuletzt bearbeitet am 14.05.26 22:11

        Datei-Anhänge
        Heterodyne-Überlagerer-TX4b-und 99 kHz-Quarz_2026-05-14.jpg Heterodyne-Überlagerer-TX4b-und 99 kHz-Quarz_2026-05-14.jpg (61x)

        Mime-Type: image/jpeg, 305 kB

          16.05.26 20:53
          basteljero 

          500 und mehr Punkte

          16.05.26 20:53
          basteljero 

          500 und mehr Punkte

          Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

          Hallo,
          -Eichpunkte TX4b-Überlagerer mit Quarzsynchronisation

          Nicht nur bei 16,50 kHz erfolgt eine Anzeige durch die dem Quarz nachgeschaltete LED,
          sondern auch bei etwa 17,22 kHz und 18,00 kHz.
          Auch bei diesen Frequenzen rastet der Oszillator ein.

          Das erklärt sich dadurch, dass der TX4b-Oszillator auf 1/4 der Kreisresonanz des abstimmbaren
          Schalenkernes schwingt und der Quarz von einer Oberwelle dieser Frequenz angestoßen wird.

          Eine Tabelle zeigt die Verhältnisse:



          Die Quarzanzeige spricht nacheinander auf die Harmonische 24,23,22 an, wenn der Oszillator
          durchgedreht wird.

          Notiert man sich die zugehörigen Umdrehungen, erhält man eine einfache Eichtabelle:
          RDL ist etwa 1/4U ccw nach dem 17,22 kHz-Punkt mit genügender Genauigkeit eingestellt,
          die korrekte Heterodyne-Frequenz liegt nur etwa 220 Hz höher.

          Die zweite Überlagerer-Frequenz für die SAQ-Hörfrequenz von 700 Hz ist 17,9 kHz,
          nur 100 Hz höher ist hier der Eichpunkt "18,00 kHz".
          Das ist hier am Standort mölicherweise wichtig, da neuerdings eine Solaranlage genau
          auf 17,9 kHz stört.

          Alter Funker-Trick:
          Überlagerer auf Störer, der wird dann unhörbar. RDL stört dann mit 300 Hz.
          ----
          Fazit:
          Die alten und schönen Quarze im Glasgehäuse und im 100 kHz-Bereich lassen sich
          hervorragend für SAQ nutzen, wenn man mit Harmonischen des Oszillators arbeitet.

          Eine Vereinfachung wäre, den Oszillator auf halber Frequenz arbeiten zu lassen (z.B. 8 kHz).
          Der SAQ-Überlagerer arbeitet dann auf doppelter Frequenz.

          Die Hörfrequenz kann man frei bestimmen, sie richtet sich nach dem Quarz und der
          passenden Harmonischen.


          Gruß
          Jens

          Zuletzt bearbeitet am 17.05.26 14:44

          Datei-Anhänge
          Tx4b-Überlagerer mit 99kHz-Quarz__Eichpunkte__ 2026-05-17.jpg Tx4b-Überlagerer mit 99kHz-Quarz__Eichpunkte__ 2026-05-17.jpg (56x)

          Mime-Type: image/jpeg, 44 kB

            18.06.26 21:26
            basteljero 

            500 und mehr Punkte

            18.06.26 21:26
            basteljero 

            500 und mehr Punkte

            Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

            Hallo,
            Nachdem die Schaltung mit der PL21 optimiert wurde,
            (https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...mp;thread=322#8)
            sollte auch eine Detektor-Schaltung mit Hochvakuum-Röhre realisiert werden.

            Die modernen Röhren sind hochgezüchtet und optimiert, während die sehr alten Typen
            mit dem damaligen Fertigungsmethoden unterschiedliche Kennlinien besitzen.
            https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...&thread=313
            ("Die ersten Telefunken Röhren mit Spiralgitter")

            In einem alten Lehrbuch sind Kennlinien dargestellt, die ein alter deForest-Gasdetektor
            zeigt, der neu evakuiert wurde.
            Der italienische Physiker Majorana hat das "Audion" genauer untersucht und festgestellt,
            das unter bestimmten Umständen die erhaltene Nutzenergie größer sein kann als die
            zugeführte HF-Leistung.


            In dem neuen Brettaufbau wird nun eine CF3 verwendet, eine durchaus maoderne Röhrenkonstruktion
            Mitte der 1930er Jahre mit Außenkontaksockel.
            Das Steuergitter ist an Kathode gelegt, Bremsgitter ebenfalls.
            Das Schirmgitter dient nun als Steuergitter.

            Die entsprechenden Brücken lassen sich leicht auf dem Sockel herstellen, ein Adapter mit der
            PL21 kann ebenfalls eingesteckt werden.


            Mit Anpassungs-Übertrager und um die 100 kOhm Last hat man 2-fache Spannungsverstärkung bei
            der recht niedrigen Betriebsspannung von etwa 35 Volt
            Mit einer positiven Vorspannung von 10 Volt am Gitterwiderstand erhält man 8-fache Spannungsverstärkung,
            aber es wird nun eine gewisse Steuerleistung benötigt.

            Für die RDL (bzw. SAQ)-Demodulation ist aber diese Einstellung am güstigsten, ebenso stieg die Lautstärke
            erheblich bei Verwendung eines großen Gitterkondensators.
            ----
            Eine andere Möglichkeit wäre, der Detektor-Dioden nach dem Schwingungskreis einen 1:4-Übertrager
            folgen zu lassen und alle Komponenten optimal aufeinander anzupassen, wie Telefunken das bei den
            WW1-Empfangsgeräten gemacht hat.

            Gruß
            Jens

            Zuletzt bearbeitet am 18.06.26 22:18

            Datei-Anhänge
            Auswertung deFores-Detektor neu evakuiert Morecroft.jpg Auswertung deFores-Detektor neu evakuiert Morecroft.jpg (46x)

            Mime-Type: image/jpeg, 293 kB

            PL21--CF3-Detektorverstärker-für SAQ-Detektor.jpg PL21--CF3-Detektorverstärker-für SAQ-Detektor.jpg (36x)

            Mime-Type: image/jpeg, 76 kB

              20.06.26 19:52
              basteljero 

              500 und mehr Punkte

              20.06.26 19:52
              basteljero 

              500 und mehr Punkte

              Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

              Moin,
              Mit der PL21 kann man sehr gut die Arbeitsweise der frühen Gasdetektor-Trioden nachvollziehen.
              https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...&thread=342

              Eine weitere Möglichkeit, den SAQ-Detektor zu erweitern, zeigt eine historische Schaltung:


              Verwendet wurden hier die ersten Telefunken-Röhren mit Spiralgitter, hier ausführlich besprochen:
              https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...3&page=3#21

              Die CF3 (mit Regelgitter) und die CF7 sind hier in Massen vorhanden, sie eignen sich auch für kleine
              Spannungen.
              Vor allem, wenn ein Übertrager in die Anoden-Leitung gelegt wird, für SAQ ist auch ein resonanter
              10W-ELA-Übertrager gut geeignet, er soll nur den Überlagerundton von z.B. 700 Hz übertragen
              und noch etwas anheben.

              Die PL21-Schaltung wurde noch etwas modifiziert, eine Außenkontaktfassung montiert.
              Die Schaltung ermöglicht es, die Gitter der CF3 (bzw. CF7) unterschiedlich zu beschalten:



              Über Abgriffe kann die Gittervorspannung verändert werden.
              Eine Diode kann in die Gitterleitung gelegt werden.
              Als Hörer kommt ein Eigenbau mit zwei in Serie geschalteten "Monachor ES220"-8-Ohm
              Kapseln zum Einsatz.
              Je nachdem, an welchem Anzapungspunkt des Übertragers sich die größte Lautstärke
              einstellt, kann der Ausgangswiderstand der betreffenden Röhrenschaltung abgeschätzt
              werden.




              Mit allen Konfigurationen konnte RDL an der Behelfsantenne gehört werden, ebenso der
              Hintergrundpegel sehr leise.

              Die besten Ergebnisse brachte die CF7 in Pentodenschaltung, Sift 7 wurde entfernt und G2
              mittels Leitung auf Masse ("Anodenbetriebsspannung") gelegt.
              Nicht nur die größere Verstärkung, sondern auch der hohe Ausgangswiderstand ist von Vorteil,
              weil dann die Eigenresonanz des Ausgangskreises besser genutzt wird.

              Eine Besonderheit zeigte sich bei Verwendung von G2 als Steuergitter in Triodenschaltung:
              Gittergleichrichtung funktionierte kaum, mit hohem Eingangs-C und positiver Vorspannung
              aber gute Ergebnisse, vermutlich Anodengleichrichtung.

              Die "Raumladegitterröhre" nach Schottky/Langmuir wurde simuliert, indem g2 an positive
              Spannung gegenüber der Kathode gelegt wurde und g3 als Steuergitter dient.
              (Stift 5 gekürzt, Verbindung mit Stift 7, Stift 6 gekürzt, Leitung mit Klemme)
              Es entsteht so eine Art Triode mit Raumladegitter, die auch bei negativer Vorspannung
              am Steuergitter (g3) ausreichend Anodenstrom liefert.

              Eine weitere Erhöhung der Verstärkung dürfte sich bei Verwendung eines verlustarmen
              Aufwärts-Übertragers ergeben, der an die Detektor-Diode angepasst ist.
              So einfach die Schaltung des oben gezeigten "Beuteempfängers" anmutet, so steckt
              wieder mal viel "knowhow" in dem Ding.
              Darüber geben diverse Artikel im "Archiv für Elektrotechnik" Auskunft, etwa von Schottky
              "Über Hochvakuumverstärker"
              h t t p s://archive.org/details/archiv-fur-elektrotechnik-vol-8/mode/2up?q=%22%C3%BCber+Hochvakuumverst%C3%A4rker%22
              und Mühlbrett
              "über Verstärkertransformatoren"
              h t t p s://archive.org/details/archiv-fur-elektrotechnik-vol-9/page/364/mode/2up?q=%22%C3%BCber+Verst%C3%A4rkertransformatoren%22

              Der letzte Artikel nennt Eckdaten:
              Eingangswiderstand Röhre 10 MOhm, Detektor-Widerstand 5000 Ohm, Sekundär-Induktivität 150 H,
              Eigenkapazität sekundär 90pF
              Windungszahl 40.000
              (Der Schaltplan nennt sogar 60.000, die Amerikanischen Nachrichten-Leute der Army haben
              das Set offensichtlich gründlichst analysiert.)

              Übersetzung Eingangs-Ü 1:20. Zwischen-Ü 1:4
              Kein AÜ, weil der Gewinn, der erzielbar wäre, sich bei den üblichen Hörern sich nicht rechtfertigt.

              Aus dem Schaltplan nicht ohne weiteres ersichtlich:
              Bei derart hohen Windungszahlen ergibt sich eine Resonanzspitze, folgende Kurve ist aus dem
              "Mühlbrett"-Artikel. Diese Arbeiten erfolgten übrigens während des ersten Weltkrieges unter Barkhausen.



              Mit 48mm Schalenkernen wurde das Prinzip bei diesem Projekt schon nachempfunden.
              Mühlbrett erwähnt die (kapazitätsarme) Scheibenwicklung bei den Übertragern und den Einfluss der
              Verschaltung der Spulenanschlüsse auf die Gesamtkapazität.


              Fazit:
              Zur eigentlichen Verstärkung der Röhre kommt hier noch die Aufwärts-Transformation unter
              Ausnutzung des hohen Röhren-Eingangswiderstanes hinzu.
              Zusätzlich kann noch die Resonanzüberhöhung der Übertrager im Bereich des Hörtones
              genutzt werden.
              Beim Überlagerungsempfang mit etwa 1Vpp Überlagerer-HF für SAQ arbeitet die Detektor-
              Diode dann auch noch weitaus linearer als bei der reinen AM-Demodulation.

              Gruß
              Jens

              Zuletzt bearbeitet am 22.06.26 14:04

              Datei-Anhänge
              radio-Beuteempfänger mit 2x EVN171.jpg radio-Beuteempfänger mit 2x EVN171.jpg (53x)

              Mime-Type: image/jpeg, 264 kB

              PL21--CF3-Detektorverstärker-für SAQ-Detektor_2026-06-20.jpg PL21--CF3-Detektorverstärker-für SAQ-Detektor_2026-06-20.jpg (46x)

              Mime-Type: image/jpeg, 80 kB

              SAQ-RDL-Demodulation verschiedene Aufbauten_2026-06-21.jpg SAQ-RDL-Demodulation verschiedene Aufbauten_2026-06-21.jpg (44x)

              Mime-Type: image/jpeg, 96 kB

              Mühlbrett_Übertrager-Eigenresonanz--Messröhre.jpg Mühlbrett_Übertrager-Eigenresonanz--Messröhre.jpg (50x)

              Mime-Type: image/jpeg, 352 kB

                06.07.26 21:12
                basteljero 

                500 und mehr Punkte

                06.07.26 21:12
                basteljero 

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                Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

                Moin,
                Für dieses Telefunken-Patent konnte bisher noch kein Gerät zugeordnet werden:


                Eine Art Mischung zwischen Tikker und Tonrad, ein Detektor wird nicht benötigt, es findet
                ein spezielles Relais Verwendung.

                Der Zeitpunkt 1915 überrascht, einmal wegen der schon geschehenen Einführung der
                Röhrentechnik und dann wegen der Notwendigkeit, in dieser Zeit die Ressourcen
                besonders gut zu nutzen.

                Die Umsetzung mittels Opto-Kopplern und Tastrelais an der Behelfsantenne gelang nicht,
                aber es gibt da ja noch den "Prüfsummer", der gängiger Bestandteil bei den damaligen
                Detektor-Empfängern war.

                ----

                Mit anderem Prinzip konnte dann zunächst RDL empfangen werden, am 05.07.2026 auch
                SAQ leise, aber deutlich an Hilfsantenne gehört werden.
                Nachgeschaltet war eine CF7 als Detektor-Röhre in der Schaltung des vorigen Beitrages.


                Das bistabile Relais besitzt einen federnd gelagerten Anker, der sich in einem Magnetfeld
                befindet, so dass üblicherweise 2 stabile Stellungen erhalten werden.
                Etwas verstellt und als Selbstunterbrecher geschaltet, erhält man bei kleinen Spannungen
                erstaunlich stabile Schwingungen im Bereich von 690 Hz bis 720 Hz.

                Das Ding macht erwartungsgemäß mächtig Lärm, es entstehen starke Oberwellen im Abstand
                der Summer-Frequenz, welche als starker Störton auftritt.

                Deshalb die nachfolgende Amplituden-Begrenzung mittels zweier Transistoren,

                Ein guter Resonanzkreis filtert zusätzlich die zur Überlagerung benutzte Oberwelle
                heraus.

                Wenig Komfortabel und fummlig in der Einstellung, aber es ging.

                Gruß
                Jens

                Datei-Anhänge
                DE300 024_1915_Hörbarmachung unmodulierter Signale.jpg DE300 024_1915_Hörbarmachung unmodulierter Signale.jpg (33x)

                Mime-Type: image/jpeg, 100 kB

                RB4-Summer für SAQ-Detektor_2026-07-04.jpg RB4-Summer für SAQ-Detektor_2026-07-04.jpg (33x)

                Mime-Type: image/jpeg, 166 kB

                  16.09.26 23:11
                  basteljero 

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                  16.09.26 23:11
                  basteljero 

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                  Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

                  Hallo zusammen, die finale Antenne wird nach Art einer Korbantenne erfolgen.
                  Die besten Ergebnisse wurden nämlich mit mit diesem Aufbau erzielt.
                  https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...4&page=3#26

                  Das ist in Übereinstimmung mit historischen Berichten und lässt sich mit Hilfe der "KI"
                  nachvollziehen:


                  Zunächst wollte ich wissen, wie sich ein ziemlich großer Gebäudekomplex in der unmittelbaren
                  Umgebung auswirkt.
                  Die KI zeichnetete Potentiallinien wie in einem Bergtold-Artikel aus der Funkschau.
                  Problematischer sind nach der Darstellung zwei hohe Bäume nahe der Antenne, sie
                  verursachen starke Feldverzerrungen und eine "Einsattelung" im Bereich der Antenne.

                  Eine Verlängerung der L-Antenne in Richtung eines dieser Bäume brachte wohl deshalb
                  keinerlei Verbesserung, weil der Draht in den Bereich niedriger Potentiale gerät.
                  Das deckte sich völlig mit einem 100 Jahre alten Bericht aus dem "Funk-Bastler"



                  In der näheren Umgebung der 1-Mast-Antenne ermittelte die KI eine Dämpfung
                  von bis zu 10 dB gegenüber idealem Standort und Erdverhältnissen. Das deckt sich
                  mit den praktischen Ergebnissen, wo mobiler SAQ-Empfang mit sehr kleiner 4m-Antenne
                  und "Erdung im Salzwasser" im Hafenbecken selbst mit verhältnismäßig unempfindlicherem
                  4000 Ohm-Hörer möglich war.

                  Vergrößert man den Durchmesser der Korbantenne am Heimatstandort auf 5m und
                  wählt eine Art "Topf-Form" so lassen sich Kapazitätswerte wie bei einer längeren
                  Drahtantenne erzielen, die hier nicht aufgebaut werden kann.

                  Ein weiterer Verbesserungspunkt wäre eine oberirdisches Erdnetz in 4m Höhe
                  (counterpoise), das ist hier bei dem mobilem Mast aber problematisch.

                  Gruß
                  Jens

                  Zuletzt bearbeitet am 16.09.26 23:17

                  Datei-Anhänge
                  KI-Sitzung_Nachbearbeitung-Gartenantenne_2026-09-16 .jpg KI-Sitzung_Nachbearbeitung-Gartenantenne_2026-09-16 .jpg

                  Mime-Type: image/jpeg, 89 kB

                  Nachbearbeitung Antenne-KI-2026-09-16 .png Nachbearbeitung Antenne-KI-2026-09-16 .png

                  Mime-Type: image/png, 574 kB

                    17.09.26 16:31
                    wumpus 

                    Administrator

                    17.09.26 16:31
                    wumpus 

                    Administrator

                    Re: SAQ-Detektor "Jonathan"

                    Der Thread wurde in Bezug auf die Forumregeln Punkt 5.1 geschlossen. Über 40 Beiträge in einem Thread führt u.a. zu totaler Unübersichtlichkeit.


                    Grüße von Haus zu Haus
                    Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)

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