SAQ-Detektor-Empfang verbessern-Versuche und Erfahrungen
Moin, SAQ bietet eine faszinierende Möglichkeit, mi einfachen Schaltungen historische Empfangstechnik nachzuvollziehen. Da zur Hörbarmachung des Signals ein Überlagerer ähnlich dem BFO notwendig ist, kann man durch passende Wahl der Amplitude die Detektor-Diode im linearen Betrieb arbeiten lasse. Es braucht keine Vorspannung, kleine Signale werden ohne nennenswerte Einschränkung Demoduliert und mit nachfolgender NF-Verstärkung kann man genauso gut Atennen-Experimente machen wie bei "echtem" Detektor-Empfang.
Mit der Ki hat man die Möglichkeit, Verbesserungsmöglichkeiten zu "besprechen".
So wurde bisher von der 1-Mast-Antenne (12m hoch, mobil) eine schräge Ableitung etwa 17m zum Empfangsraum geführt. Eine längere Ableitung zum gegenüberliegenden Raum über Dach erzeugte so hohe Verluste, das an gleicher Antenne und Aufbau RDL-Empfang nur mit NF-Nachverstärkung möglich war.
Aber auch am neuen Aufbauort ergeben sich nach wie vor Nachteile:
-Die teilweise niedrige höhe von 5m der Zuleitung verringert die "effektive Höhe" der Antenne, die durch Dachkapazität mühsam erzielt wurde. -Es sind nach wie vor Ableitungsverluste vorhanden.
En Ansatz war zunächst, die Kreisspule aufzuteilen, eine Verlängerunsspule nahe der Antennen- Dachkapazität anzuordnen. "Verlängern" tut sich bei 17,4km Wellenlänge natürlich nichts, aber andere Vorteile tun sich auf:
Grund genug, einen Tischaufbau zu machen:
Das Ergebnis ist verblüffend: Obwohl die 700 Windungs-Schalenkern-Spule eine geringe Güte (etwa 70) hat, ist keine Signal-Verschlechterung zu bemerken. Man kann jetzt die Ableitung aber sehr viel näher an das kalte Ende der Detektor-Kreisspule legen. Die sieht jetzt eine geringere Kapazität und es musste bei "A3" das zweite Drehko-Plattenpaket hinzugeschaltet werden. Der Einfluss des ungünstigeren LC-Verhältnisses ist vernachlässigbar, aber die simulierten Verluste der Ableitung (330kOhm-Widerstand) stark reduziert.
Wenn die Spulen optimiert und praktisch erprobt wurden, erfolgt an dieser Stelle noch ein kurzer Nachtrag.
Bei den Schalenkern-Spulen hat es sich als günstig herausgestellt, mit extrem kleinem Luftspalt zu arbeiten und größerer Drahtstärke, die 300 Windungs-Spule verwendet eine 48mm Schalenkernhälfte ohne Luftspalt und bei der anderen hälfte wurde der Luftspalt durch Naßschleifen so reduziert, dass er etwa einem 0,1mm starken Teflon-Band entspricht, dass zwischen zwei Kernhälften ohne Luftspalt gelegt wird.
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