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Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-
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10.02.26 21:10
basteljero 

500 und mehr Punkte

10.02.26 21:10
basteljero 

500 und mehr Punkte

Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Hallo,
"Eigentlich" lassen sich Zink-Kohle-Batterien nicht wieder laden, dazu besteht erhöhte Auslauf-Gefahr.
Praktisch hat man aber eine Verlängerung der Gebrauchsdauer von Anoden-Batterien erzielen können.
Mein "Telefunken-Kavalier" hat eine Taste dafür:



Alkali-Batterien sind da wohl noch besser geeignet, wie sich bei wiki nachlesen lässt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Zelle.

Aus einem alten Akku-Lader für 4 AA-Akkus wurde ein Testaufbau realisiert:


Der Erhaltungsstrom beträgt nur wenige mA. Für den Test derzeit werden zwei Batterie-Sätze
abwechselnd verwendet bzw. geladen:
Im ersten Satz waren die Batterien bis auf 1,25 Volt entladen, bei dem zweiten bis auf 1,36 V.

Die Batterien stammen aus Geräten mit etwas höherem Stromverbrauch (Blutdruck-Messer und
Fotoapparat), welche schon nach relativ kurzer Gebrauchsdauen nicht mehr einwandfrei arbeiten.

Für andere Anwendungen, z.B. einen selbstgebastelten Überlagerungs-Quarzoszillator mit IC's
aus der HC- bzw. HCT-Serie sind sind sie noch lange Zeit verwendbar, da der Entladestrom
nur wenige mA beträgt und die Spannung daher höher ist.
Mit drei Batterien und 4.8V bis 3,6V Arbeitsbereich darf die minmale batterie-Spannung dann
1,2 V betragen

Ziel ist es, die Gebrauchsdauer noch weiter zu verlängern und die Batteriespannung länger
hoch zu halten, womöglich sogar noch zu erhöhen.
Denn je tiefer die Batterien entladen sind, desto weniger erfolgversprechend ist die Regeneration,
wie an verschiedener Stelle im Netz nachzulesen ist.
---
Die Batterien sind teilweise
"Varta Longlife 4906" und
"Varta Longlife Power".
Erstere für Geräte mit niedrigem Stromverbrauch.
nach längerem Suchen diesen Test gefunden, der die Bezeichnung "Test" auch verdient:
https://www.akkuline.de/test-varta-longl...25-test-00510-3

Datenblätter und Spezifikationen waren gestern, "Langlebig und kraftvoll", "Langlebig und zuverlässig",
"langlebig und präzise" sind wohl die Produktkriterien von heute.

"Gut und billig" könnte man noch ergänzen.
https://akkutest.org/test-kampf-der-bill...ocell-und-mars/


Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 10.02.26 21:13

Datei-Anhänge
Beispiel Telefunken --Kavalier-- Netzteil mit Erhaltungsladung 2026-02-10.jpg Beispiel Telefunken --Kavalier-- Netzteil mit Erhaltungsladung 2026-02-10.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 123 kB

Versuch Erhaltungsladung Alkali-AA-Zellen 2026-02-10.jpg Versuch Erhaltungsladung Alkali-AA-Zellen 2026-02-10.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 19 kB

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11.02.26 00:09
Bob 

0-49 Punkte

11.02.26 00:09
Bob 

0-49 Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Hallo miteinander,

vor rund 50 Jahren wurde das Thema
Auffrischen von Zellen in der Zeitschrift Hobby
unter dem Titel "Asymmetrisches Wechselstromladen"
behandelt. Dazu gab es einen Schaltungsvorschlag.

Grüße von Robert

11.02.26 10:34
Wolfgang2 

500 und mehr Punkte

11.02.26 10:34
Wolfgang2 

500 und mehr Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Das gab es auch im WDR Computerclub

Wolfgang

11.02.26 17:38
DK1IS 

250-499 Punkte

11.02.26 17:38
DK1IS 

250-499 Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Hallo zusammen,

nun geben wir doch mal "Butter bei die Fische":

- Ursprung ist wohl ein Patent von Beer aus 06.1956: US2752550 (siehe Anlage)

- Das Thema wurde dann in verschiedenen Veröffentlichungen erwähnt; stellvertretend z. B. in Radcom 06.1971 (siehe Anlage)

- Eine deutsche Veröffentlichung findet sich unter dem Titel "Asymmetrisches Wechselstromladen" im DL-QTC 10/1971 (siehe Anlage).
Im Prinzip ok, ich habe die Grundform damals nachgebaut und damit viele Zink-Kohle-Batterien (andere gab´s kaum) wiederholt aufgeladen. Problematisch ist die Erwähnung von Kondensatoren als Widerstandsersatz (DC-Komponenten!) und die Einsatzmöglichkeiten der "Power-Schaltung" für 220 V werden nicht näher spezifiziert.

Also: es funktioniert - einfach mal ausprobieren!

Gl es 73,
Tom, DK1IS

Zuletzt bearbeitet am 11.02.26 17:43

Datei-Anhänge
US_2752550_A.pdf US_2752550_A.pdf (11x)

Mime-Type: application/pdf, 354 kB

Recharging batteries with dirty dc, RSGB Radcom 1971 06.pdf Recharging batteries with dirty dc, RSGB Radcom 1971 06.pdf (14x)

Mime-Type: application/pdf, 579 kB

Asymmetrisches Wechselstromladen, DLQTC10-1971.pdf Asymmetrisches Wechselstromladen, DLQTC10-1971.pdf (17x)

Mime-Type: application/pdf, 1.074 kB

11.02.26 17:45
DK1IS 

250-499 Punkte

11.02.26 17:45
DK1IS 

250-499 Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Sorry, beim ersten Hochladen kamen die Anlagen durcheinander - jetzt sind sie ok.

73,
Tom, DK1IS

11.02.26 21:13
basteljero 

500 und mehr Punkte

11.02.26 21:13
basteljero 

500 und mehr Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Hallo,

Zitieren:
Dazu gab es einen Schaltungsvorschlag.

Hatte ich auch noch in Erinnerung, aber seeehr dunkel, Quelle unbekannt.

Scheint von den Niederlanden her zu kommen, "Elektrophoor" genannt:


Ähnlich wie beim Elektroplattieren setzt sich das Zink dann wohl wieder gleichmäßiger
ab, obwohl es sich in der Batterie um ein Gel handelt.
https://www.worldradiohistory.com/Archiv...ics-1956-12.pdf

Aber auch nur mit Gleichstrom hat man eine wesentliche Steigerung der Nutzungsdauer
erzielt:

h t t p s://www.worldradiohistory.com/Archive-Company-Publications/Grundig/Grundig-1957-03-04.pdf

Viele Artikel aus der zeit lassen sich finden, etwas ausführlicher ist dieser hier:
"Trockenbatterien für die Geräte der Funktechnik"
https://www.worldradiohistory.com/INTERN...hau-1958-07.pdf

Genannt werden immer wieder folgende Punkte:

-Die Ladespannung muss begrenzt werden
-Der Ladestrom ist sehr viel geringer zu wählen als z.B. bei Akkumulatoren
-Die Ladung sollte möglichst direkt im Anschluss an die Entladung erfolgen
-Die Batterie darf nicht zu tief entladen sein.

Hier ist ein Erfahrungsbericht über die Regenerierung von Alkaline-Zellen:
h t t p s://www.navina.ch/workshop/alkaline/index.html#:~:text=Voraussetzungen,mit%20jeder%20Regeneration%20weiter%20ab

Eine weitere Seite beschäftigt sich von theoretischer Seite mit dem "Wiederaufladen von nicht wiederaufladbaren Alkali-Batterien"
h t t p s://science-feles.de/de/2025/01/31/das-wiederaufladen-von-nicht-wiederaufladbaren-alkalibatterien-eine-wissenschaftliche-untersuchung/


Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 12.02.26 00:31

Datei-Anhänge
Schaltungsvorschlag radio-electronics Dezember 1956.jpg Schaltungsvorschlag radio-electronics Dezember 1956.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 39 kB

Funktechnik 1970-07 Regenerierungsschaltung.jpg Funktechnik 1970-07 Regenerierungsschaltung.jpg (5x)

Mime-Type: image/jpeg, 68 kB

11.02.26 22:10
DK1IS 

250-499 Punkte

11.02.26 22:10
DK1IS 

250-499 Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Hi,
obige Fig. 2 zeigt den Strom, nicht die Spannung an der Zelle! Die Spannung ist stets positiv: Während der Ladephase etwas höher, während der stromschwächeren Entladephase etwas niedriger, aber immer positiv

73,
Tom, DK1IS

12.02.26 01:22
basteljero 

500 und mehr Punkte

12.02.26 01:22
basteljero 

500 und mehr Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Hallo tom,
Was für ein Pech, die Zeitschrift wurde im Jahre 2003 eingestellt, so dass es für
eine Berichtigung zu spät ist...


Die Sache ist aber auch schwierig:
Die Redaktion würde antworten, dass nicht die Spannung an der Zelle gemeint ist,
sondern diejenige, die an die Zelle angelegt wird.("applied voltage")

Dann wird man (sofern man man aus Deutschland kommt) entgegnen müssen, dass dies nicht richtig ist:
Da in diesem Fall kein Strom fließt und die Spannung hochohmig zu messen ist, wäre die gemessene
Spannung in jedem Fall eine Wechselspannung, wegen des 250 Ohm Widerstandes...

Es drängt sich mir ein sehr viel schlimmerer Verdacht auf:
Der Redakteur wusste um den Sachverhalt, hat ihn aber trotzdem so dargestellt, um dem Leser die
Schaltung anschaulicher zu machen.

Apropos anschaulich:
das von Wolfgang angesprochene Video vom Computerclub ist hier zu finden:
https://www.youtube.com/watch?v=c0tTD28FHec

Das untere Bild meines vorstehenden Beitrages ist demnach ebenfalls diskussionswürdig:
Es wird die Bezeichnung "Regenerierung der Trockenbatterien" gewählt.
Korrekt wäre wohl "Regenerierung von 6 in Serie geschalteten Primärzellen"
Nicht mal auf die Grundig-Publikation ist Verlass...

Aber ist "Regenerierung" überhaupt richtig ?
Der Original-Zustand kann ja nicht wieder erzielt werden, "Auffrischung" wäre wohl die richtige Bezeichnung.

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 12.02.26 09:56

12.02.26 11:10
DK1IS 

250-499 Punkte

12.02.26 11:10
DK1IS 

250-499 Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Hallo Jens,

irgendwie bekomme ich das abschnittsweise Kopieren nicht hin; deshalb die Bezüge auf Deinen post in kursiv:

Die Sache ist aber auch schwierig:
Die Redaktion würde antworten, dass nicht die Spannung an der Zelle gemeint ist,
sondern diejenige, die an die Zelle angelegt wird.("applied voltage")


Ziemlich ungewöhnliche Sichtweise ...

Dann wird man (sofern man man aus Deutschland kommt) entgegnen müssen, dass dies nicht richtig ist:
Da in diesem Fall kein Strom fließt und die Spannung hochohmig zu messen ist, wäre die gemessene
Spannung in jedem Fall eine Wechselspannung, wegen des 250 Ohm Widerstandes...


Ohne angeschlossene Batterie, d. h. ohne Stromfluss, hat die Ausgangsspannung der Schaltung einen reiner Sinus-Verlauf mit gleichen Absolutwerten der positiven und negativen Amplituden.

Es drängt sich mir ein sehr viel schlimmerer Verdacht auf:
Der Redakteur wusste um den Sachverhalt, hat ihn aber trotzdem so dargestellt, um dem Leser die
Schaltung anschaulicher zu machen.


Er hätte in Fig. 2 nur statt Voltage und Volts Current und Amps schreiben müssen, und alles wäre gut gewesen. Schließlich ist der Strom Träger jeder elektrochemischen Reaktion.

Aber ich glaube, wir können die Diskussion hier abschließen. Das generelle Verfahren funktioniert und kann bei Bedarf individuell ausprobiert werden. Ich wollte mit meinem post von gestern 17:38 nur ein paar konkrete Informationen zu der bis dahin etwas blutleeren Diskussion beisteuern.

Gl es 73,
Tom, DK1IS

Zuletzt bearbeitet am 12.02.26 11:10

12.02.26 13:21
basteljero 

500 und mehr Punkte

12.02.26 13:21
basteljero 

500 und mehr Punkte

Re: Erhaltungsladung von Alkali-Batterien -Versuch-

Moin Tom,

Zitieren:
Ich wollte mit meinem post von gestern 17:38 nur ein paar konkrete Informationen zu der bis dahin etwas blutleeren Diskussion beisteuern.

Das ist mit dem Hinweis auf das Niederländische Patent und dem amerikanischen Artikel ja auch geschehen.

Der unsinnige Artikel mit der lebensgefährlich tödlichen Ladeschaltung aus dem Netz wäre aber eher zu bemängeln
als die vereinfachte Darstellung in dem Diagramm.

Es geh bei dem kleinen Test ja nicht darum, aus der 2000mAh Alkali-Primärzelle 20000mAh herauszuholen.
Das überlasse ich den "Spezialisten"

Getestet werden soll, ob die frühzeitige Auffrischung mit sehr kleinem Konstantstrom (2mA) bei den Alkali-Batterien
erfolgversprechend ist.
In dem Fall kann man dann ausgediente Batterien für kleinere Logik-Schaltungen und dergleichen einsetzen,
für die es sich nicht lohnt, ein Netzteil aufzubauen.
Mein Verstärker für PC-SAQ-Empfang
Andere Anwendung wäre die Anodenbatterie, da wären immerhin 60 Zellen für 90 volt zusammenzufriemeln und eine
Verlängerung der Nutzungsdauer wünschenswert.
Derzeit ist ein einfaches Erhaltungs-Ladegerätchen für 9V-Blocks in Arbeit, bei den wurde im Vorversuch schon
eine Auffrischung erzielt und die sind in einigen Meßgeräten hier im Einsatz.

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 12.02.26 13:50

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