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Wumpus Gollum Forum von
Wumpus Welt der (alten) Radios
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Magnetic Loop Antenna bauen
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20.08.26 12:19
basteljero 

500 und mehr Punkte

20.08.26 12:19
basteljero 

500 und mehr Punkte

Re: Magnetic Loop Antenna bauen

Hallo Jan,
Das "Projekt" beruht offensichtlich auf einem Missverständniss:

Vorausgesetzt wird, dass eine KW-Behelfs-Sendeantenne "irgendwie" gut für
den angedachten Zweck umgemodelt werden kann.

Das ist nicht der Fall.

Richtiger wäre, sich mit den Verhältnissen und Grundlagen vertraut zu machen und dann
zu überlegen, welche Lösungen in Frage kommen und wo die Grenzen liegen.

Problem:

Ich muss für die üblichen Ferritstab-Radios ein H-Feld erzeugen, und genau das
wird schwierig:
Das Feld um eine Spule ist klein, die Aufgabenstellung (sofern überhaupt ernstgemeint)
beinhaltet aber mehrere Radios zu versorgen, womöglich auch noch in unterschiedlichen Räumen.


Das Feld um de Spule nimmt aber schnell ab, egal ob die nun resonant, nicht resonant, dicken Draht,
dünnen Draht, Koppelspule oder keine Koppelspule usw. hat.

Das zweite Problem kann durch die Vorstellung entstehen, man könne mit einer
Spule ein gleichmäßiges H-Feld im Raum erzeugen, wie der Sender das macht.
Das breitet sich aber erst ab der genannten Entfernung aus, erst hier sind
H- und E- Feld entsprechend miteinander verknüpft.



Für den Empfang mit Stabantenne müsste man also analog zur Spule kapazitiv
einkoppeln, aber hier ergibt sich das Problem, dass eine entsprechende Konstruktion
mit langem Draht eine große Reichweite hat, z.B. über Einstreuungen auf das Netz.

Die beste Lösung für mich ist die, entweder den Antenneneingang direkt zu nutzen
oder die Induktionsspule nahe bei oder direkt im Gerät zu plazieren.

Nur aus optischen Gründen würde ich eine etwas größere Schleife (wie die Testschleife)
verwenden.
Da muss man dann nur noch wissen, wo das Magnetfeld der Spule am stärksten ist und
wie die Orientierung der Empfangsspule im Radio ist.

Aus größerer Entfernung "senden" zu wollen, erfordert überproportional mehr Strom
durch die Spule.
Entweder dadurch, dass man mit einem Resonanzkreis arbeitet, in dem der Strom zwischen
Kondensator und Spule hin -und herpendelt und Werte erreicht, die sehr viel höher liegen
als der von der Quelle ("Modulator") gelieferte oder aber durch entsprechend mehr Output.

Man muss aber bei der geringen Leistung, die gefordert bzw. vorgeschrieben ist sich fragen,
ob das Bedienen eines zusätzlichen Abstimmkreises zweckmäßig ist.

Bei der vorgestellten Testschleife könnte man problemlos zwei oder mehrere Signalquellen
gleichzeitig auf die Radios wirken lassen.

Ich durfte mal eine beeindruckende Sammlung von Radios bestaunen, sämtliche Wände
des Raumes waren voll.
Aber der Sammler hat sich nicht die Mühe gemacht, die nun alle Strom- und Antennenmäßig
anzuschließen und einsatzbereit zu haben, ich würde das auch nicht tun.


Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 20.08.26 13:46

Datei-Anhänge
Auszug philips technical review_The sensivity of arials usw .jpg Auszug philips technical review_The sensivity of arials usw .jpg (23x)

Mime-Type: image/jpeg, 86 kB

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    20.08.26 12:50
    Metabastler 

    100-249 Punkte

    20.08.26 12:50
    Metabastler 

    100-249 Punkte

    Re: Magnetic Loop Antenna bauen

    Für ein gleichmäßiges H-(Nah)Feld (nur gestört von ferromagnetischem Material im Feld) 'einfach' ein Helmholzspulenpaar ums Haus wicklen :)
    .. eigentlich besser das Haus in ein senkrechtes Spulenpaar stellen...

    Eine Sendespule als Bilderrahmen an die Wand des 'Museums' reicht in der Regel. Als Bild dann die alte Sendestelle Nauen?

      20.08.26 13:51
      basteljero 

      500 und mehr Punkte

      20.08.26 13:51
      basteljero 

      500 und mehr Punkte

      Re: Magnetic Loop Antenna bauen

      Moin Metabastler,

      Zitieren:
      'einfach' ein Helmholzspulenpaar ums Haus wicklen

      Ich habe das heimlich beim Walter so gemacht, gespeist von einem Rahmen im Busch des Vordergartens.
      Die Verstärkung ist so bemessen, dass breitbandig alle Frequenzen von 17,18 kHz bis 30 MHz
      des Fernfeldes innerhalb des Hauses praktisch unhörbar gemacht werden.

      Bitte nicht weitersagen...


      Für jedes Problem gibt es auch eine Lösung.
      Die mit dem Bilderahmen ist eine wirklich gute Idee.

      https://www.nsa.gov/History/National-Cry...war-great-seal/

      Anstelle eines Bildes könnte man auch einen Kupferstich probieren, die waren
      in den 1970ern Mode.

      Jens

      Zuletzt bearbeitet am 20.08.26 14:37

        20.08.26 15:38
        regency 

        500 und mehr Punkte

        20.08.26 15:38
        regency 

        500 und mehr Punkte

        Re: Magnetic Loop Antenna bauen

        Hallo zusammen,
        ohne ausuferndes Theoretisieren oder gar Schulmeisterei (fortgesetzte Unkorrektheiten darin führen leicht zu unendlichen Diskussionen) beflügeln zu wollen: Jeder baut sich den Modulator, der für ihn passt. Schon mit einem Dipmeter, das sicher nicht kapazitiv in ein Radio ohne Ferritantenne koppelt, sind einige Meter Entfernung überhaupt kein Problem. Nun mit einer abgestimmten Loop eine für typische Raumgrößen optimale Lösung für alle darin befindlichen Radios zu suchen ist nicht verkehrt. Es gilt wie so oft: Versuch macht klug.

        Viele Grüße,
        Jan (regency)

          20.08.26 15:47
          WalterBar 

          500 und mehr Punkte

          20.08.26 15:47
          WalterBar 

          500 und mehr Punkte

          Re: Magnetic Loop Antenna bauen

          Hallo zusammen,

          erfahrungsgemäss wird Technikfreund hier in einigen Jahren zur dem Thema
          wieder aufschlagen. Dagegen können wir uns über den Jens beinahe täglich
          amüsieren.

          Zur Sache:

          "Vfg. 109/2021, geändert durch Vfg. 91/2023
          Allgemeinzuteilung von Frequenzen für induktive Geräte

          Unter den Frequenznutzungsbestimmungen findet man die zulässigen
          Grenzwerte:

          148,50 bis 5000 kHz -15dBµA/m in 10m Entfernung

          Die maximale Feldstärke bezieht sich auf eine Bandreite von 10 kHz.
          Für Systeme mit grösseren Bandbreiten erhöht sich die zulässige Gesamt-
          feldstärke auf -5dBµA/m in 10m Entfernung."

          Viel Spass beim Rechnen bzw. Messen mit der Jens`schen Riesenschleife.

          @admin: Threat schliessen!

          Gruss
          Walter

          https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...=176&page=1

          Zuletzt bearbeitet am 22.08.26 13:47

          Datei-Anhänge
          Loop_Deep_Seek.doc Loop_Deep_Seek.doc (44x)

          Mime-Type: application/msword, 572 kB

            20.08.26 17:53
            basteljero 

            500 und mehr Punkte

            20.08.26 17:53
            basteljero 

            500 und mehr Punkte

            Re: Magnetic Loop Antenna bauen

            Moin Walter,
            Thread schließen? Warum ?

            Zitieren:
            Viel Spass beim Rechnen bzw. Messen mit der Jens`schen Riesenschleife

            Nachtrag[Anfang]:
            Nun. das wird sicherlich fruchtbarer sein als die Beschäftigung mit dem von Dir jetzt
            eingestellten Dok-Dokument:
            Da wird zunächst die Umrechnung des Grenzwertes richtig vorgenommen.
            Der nächste Schritt ist die Nennung einer Formel für das Fernfeld:


            Es scheint notwendig, den Begriff des Fernfeldes im Zusammenhang zu erläutern, man darf zitieren:
            Zitieren:
            Das Fernfeld einer Strahlungsquelle, ist der Bereich, in dem die Vektoren der elektrischen Feldstärke (E), der magnetischen Feldstärke (H) sowie die Ausbreitungsrichtung senkrecht aufeinander stehen und keine Phasendifferenzen aufweisen. Zusätzlich muss der Feldwellenwiderstand dem des freien Raums entsprechen.
            Quelle: https://50ohm.de/A_fernfeld.html

            Keine der Bedingungen ist gegeben, in dem Dokument wird auch nicht erwähnt, dass der MW-Modulator
            4x Wellenlänge, also einige km entfernt vom Radio aufzubauen ist.

            Der Begriff "Fernfeld" im Sinne der Biot-Savart-Formel bezieht sich auf den Radius der Schleife,
            die sich HF-mäßig gesehen unbestreitbar im Nahfeld befindet.

            jede Formel hat einen Bereich, in dem sie Gültigkeit hat.
            Sie außerhalb anzuwenden ist Murks
            KI ohne Nachdenken zu benutzen ebenfalls, wie bei jedem anderen Werkzeug oder Hilfsmittel:
            Ihr muss unbedingt mitgeteilt werden, dass sich der Empfänger extrem nahe an der


            Die google Ki erklärt die Anwendung der Biot-Savart-Formel folgendermaßen:

            Zitieren:
            Im Nahfeld (nahe an der Spule) verhält sich die Antenne wie ein reiner Transformator.
            Dort fällt die magnetische Feldstärke viel steiler ab, nämlich mit 1/r^3.
            Das Nahfeld wird daher nicht durch λ beeinflusst, sondern durch die reine Biot-Savart-Geometrie der Spule.
            (KI generierte Antwort, vgl. z.b. wikipedia "Nahfeld"

            Es wäre endlich mal ein fundierter technischer Ansatz für jemanden, der einen Pegelmesser hat:

            Was erzeugt ein größeres Störfeld:

            A)
            Eine kleine Schleife von etwa 60 cm Durchmesser, die sich in einem Abstand von
            etwa 2m bis 3m von einem Radio befindet und deshalb einen größeren Pegel benötigt,
            oder
            B)
            Eine verhältnismäßig große Schleife, von ungefähr 60cm x 2m (angenommene Vitrinen-
            Maße), bei der sich die Radios in geringem Abstand und optimal plaziert im "Kernfeld"
            / Z-Achse der Spule befinden ?


            Wie beschrieben, ist hier die Leistung, die ein 80cm-Rahmen bringt, bereits völlig ausreichend,
            um ein übliches Koffer-Radio zu betreiben.

            Der Modulator braucht da kaum mehr Leistung für etwas Reserve.



            Vielleicht macht das mal jemand mit entsprechend Ausrüstung und gibt hier
            kurze Meldung.

            Was nun nicht angeht ist, für den Sammler unpraktische Lösungen bis zum Erbrechen "durchzurechen" und
            Einstellung des Thread zu fordern, wenn praxisgerechtere Lösungen angesprochen
            und auch erprobt werden.
            ----

            Aber weiter zur Sache:

            1.Versuch:
            "Helmholz-Spule"
            Anstelle alle 3 Windungen zusammenzufassen, wurde die Spule auf etwa 1,5m Länge
            auseinandergezogen.
            Es ergab sich, entsprechend der Theorie, ein homogenes Feld. Der Testempfänger konnte
            an beliebiger Stelle plaziert werden.
            Fazit:
            Diese Spulenanordnung sollte unbedingt bei einem geplanten Modulator-Projekt als
            alternative zur einfachen Schleife in Erwägung gezogen werden.

            2. Versuch.
            Ein kleiner Service-Signal-Generator and die Schleife gekoppelt und verhältnismäßig
            starke Leistung auf die Schleife gegeben, so dass die ALR des Kofferradios deutlich
            ansprach und die derzeitigen Gewitterstörungen auf etwa 1/3 Stärke abfielen..

            Dann mit dem Radio Empfangsversuche in verschiedenen Abständen von der Schleife
            gemacht.

            Ergebnis:
            Bereits in 0,5m Entfernung von der Schleife starker Signal-Rückgang, in etwa 4m
            Entfernung Modulation innerhalb des Rauschpegels.

            Außerhalb der Wohnung, in etwa 8-10m Entfernung verschwindet die Modulation komplett im
            Rauschen. Die vom Fernseher verursachten Störungen sind stärker.

            Fazit:
            Außerhalb der Spule ist ein Radio-Standort allenfalls in geringer Entfernung und nur in Richtung
            zur Spulenachse brauchbar.
            Bei größerem Abstand müsste die Leistung des Modulators ganz erheblich gesteigert
            werden, um den Energieverlust auszugleichen.

            Nach Recherche im Netz lassen sich die Ergebnisse mit dem "Biot-Savart"-Gesetz
            erklären.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Biot-Savart-Gesetz

            Den Rechenspaß überlassen wir mal der KI, die zeichnet auch gleich Diagramme.
            wird schon so in etwa stimmen...


            Gruß
            Jens

            Zuletzt bearbeitet am 22.08.26 13:38

            Datei-Anhänge
            Beispiel biot-savart 2m-Spule_KI 2026-08-20.jpg Beispiel biot-savart 2m-Spule_KI 2026-08-20.jpg (31x)

            Mime-Type: image/jpeg, 195 kB

            Falsch angewendete Formel_2026-08-22.jpg Falsch angewendete Formel_2026-08-22.jpg (20x)

            Mime-Type: image/jpeg, 9 kB

              21.08.26 18:22
              basteljero 

              500 und mehr Punkte

              21.08.26 18:22
              basteljero 

              500 und mehr Punkte

              Re: Magnetic Loop Antenna bauen

              Moin,
              auch wenn nicht geplant ist, eine Modulator-Schleife auf Entfernung hin zu betreiben

              Da ist offensichtlich der Durchmesser der entscheidende Faktor:
              - Ist er zu groß, wird möglicherweise der von Walter genannte Grenzwert überschritten
              - Ist er zu klein, fällt das Signal schon in geringer Entfernung von der Schleife stark ab

              Das "herumspielen" mit dem google "KI-Data" bringt immer Infos, die können aber
              auch völlig falsch sein, daher an erster Stelle deren Antworten, was ungeprüft Grundlage
              war:

              - Der Wert -15 dBµA/m soll umgerechnet etwa 0,18 µA/m (Mikroampere pro Meter) entsprechen
              - Es soll laut KI für rauschfreien Empfang eine elektrische Feldstärke von 60dBµV/m entsprechend
              1000 µV/m erforderlich sein.
              - Das magnetische Äquivalent wird mit einer magnetischen Feldstärke von 2,65 µA/m angegeben.

              Ich habe dann die KI gebeten, eine optimale Schleife zu berechnen:
              - Der Grenzwert in 10 Metern Entfernung soll gerade erzielt werden.
              - Der steile Abfall in unmittelbarer Nähe der Spule (genauer: z-Achse, Linie Spulenachse)
              soll möglichst weit in Richtung dieses Grenzwertes hin verschoben werden.

              Hatte die KI zunächst vor dem Streufeld einer großen Spule gewarnt, es dann als
              "elegante Lösung" bezeichnet nach der Info dass sich das Radio innerhalb der Spule
              befinden sollten, kam sie nun auf eine überraschend große 7,5m Schleife.

              Hält dies aber in der Praxis für unrealistisch und schlägt ein 4m "Garagentor-Format" vor.



              Schon fast unheimlich, wie die KI mitdenkt. Es wurde nämlich zum Vergleich eine kleine 1m-Loop
              berechnet und Sie schlug vor, beide Diagramme übereinanderzulegen.

              Die Ausgabe scheiterte leider, aber die KI-generierte Tabelle enthält nun den Punkt, an dem
              rauschfreier Empfang angenommen wird:



              Das soll's dann auch gewesen sein. Für ein Projekt müsste man nun jeden Rechenschritt nachvollziehen,
              weil manchmal Formeln falsch abgeleitet werden oder bei Einheiten-Umrechnungen Fehler vorkommen.

              Die Tabelle ist ein Beispiel:
              In der rechten Spalte springt der Wert bei 1,5m Entfernung, man muss die KI darauf hinweisen:



              Für eine Beschäftigung mit den Grundlagen war die Sache schon hilfreich.
              Aber eben nur eine Spielerei.
              Sowohl technisch als auch rechtlich gesehen, ist die direkte Ankopplung
              an den Antenneneingang oder Ferritstab die beste und störungsfreieste Lösung,
              wie verschiedene Versuche zeigten.



              Gruß
              Jens

              Admin: 17 von 15

              .

              Datei-Anhänge
              4m-Loop-optimierung durch KI 2026-08-21.jpg 4m-Loop-optimierung durch KI 2026-08-21.jpg (22x)

              Mime-Type: image/jpeg, 175 kB

              Spulenvergleiche KI 4m vs 1m 2026-08-21 .jpg Spulenvergleiche KI 4m vs 1m 2026-08-21 .jpg (20x)

              Mime-Type: image/jpeg, 47 kB

              Spulenvergleiche KI-Korrektur_ 4m vs 1m 2026-08-21 .jpg Spulenvergleiche KI-Korrektur_ 4m vs 1m 2026-08-21 .jpg (25x)

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