für einen kleinen AM Modulator, welcher meine Mittelwellenradios mit Futter versorgen soll, möchte ich eine Magnetic Loop bauen.
Nachdem einige Versuche bisher nicht wirklich zum Erfolg geführt haben (u.a., weil bei gefundenen Bauvorschlägen teilweise essentielle Angaben fehlen und mit "unbekannter Art, aus der Bastelkiste genommen") ich nicht viel anfangen kann und Hinweise wie "muss man probieren" auch nicht wirklich weitergeholfen haben - hoffe ich mit eurer Hilfe ein brauchbares Endergebnis zu bekommen.
Die Antenne soll mehr oder weniger für eine feste Frequenz sein, 1260 KHz.
Zum Abstimmen und Messen habe ich einen Spektrumanalyzer mit Tracking Generator, 9khz-1500 MHz.
Nach viel lesen und suchen im Internet habe ich auf dieser Seite eine recht anschauliche Zeichnung gefunden:
Als Baumaterial habe ich Kupferrohr, als Rolle aufgewickelt mit 18mm Durchmesser da.
Für den Durchmesser des großen Kupferrohrkreis wollte ich 2,0m annehmen, mehr kann ich denke ich schlecht aufbauen, von der Größe her.
Im Vorfeld habe ich jedoch noch ein paar Fragen, anbei mal aufgelistet, um ein wenig dem Problem des Materialverbrauches entgegen zu wirken:
1. Ist der Durchmesser / respektive Umfang vom großen Kupferrohrkreis abhänging von den auf dem Bild angegeben U= Lambda 8tel, oder ist dieses nur auf die Einkoppelspule bezogen?
2. Ist es Egal, ob der Abstimmkondensator oder die Einkoppelspule später am oberen Rand der Antenne ist?
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Zunächst sollten Güte und Frequenz der abgestimmten Loop passen. Da werden je nach Durchmesser und einem üblichen Mittellwelle-Drehkondensator mehrere Windungen notwendig sein. Mit 2-m-Kupferrohr Durchmesser ist die Induktivität zu klein, der Kondensator muss dann einige Nanofarad haben. Da die Loop ja magnetisch zu den Radios koppeln soll, ist das suboptimal.
Eine Abschirmung benötigt man ja nur zum Empfang, die kann weg. Dickes Kupferrohr für Sendezwecke benutzen die Funkamateure, hohe Leistung mit entsprechenden Spannungen am Drehko.
Der Drehko kann in die Resonanzspule des Modulators verlegt werden, die MW-Bausätze, die da aus china etc. angeboten werden, haben den sowieso.
Das Einzige, was man braucht, ist eine große Induktionsschleife, z.b.1,5 mm installationsdraht aus dem Baumarkt. Oder unauffällige 0,25mm" Schaltlitze.
Ankopplung der Enden über eine kleine Aukoppelspule mit 2-3 Windungen auf der Spule / Ferritstab des Modulators.
Die Leistung, die man benötigt, ist ja extrem niedrig. Bei diesem beispielhaften Modulator würde es vermutlich genügen, den Draht der Induktionsschleife durch den Ringkern des Ausgangs-Transistors "Q4" zu führen. https://www.elektronik-labor.de/HF/MWmodulator3.html Anstelle der Aufwärts-Transformation für die stark strahlende Drahtantenne (auf die eine Ferritstabantenne nun nicht anspricht) benötigt man für die niederohmige Induktionsschleife eine Abwärts-Transfomation.
Hier spricht die Ferritstab-Antenne an, und wenn die drehbar im Radio ist, kann man den Effekt der Richtungsabhängigkeit gut vorführen.
Bei Kofferradios mit dem Stab meist parallel zur Frontplatte sollte die Orientierung der Schleife mit der der Wicklungen auf dem Stab übereinstimmen.
Das ist der Vorteil der Schleife: Innerhalb ist das Magnetfeld stark, aber außerhalb, schon nach wenigen Metern verschwindet das Signal im allgemeinen Störpegel. (Das will man ja auch) ---- Wenn aber der Bauvorschlag dieser Kurzwellen-Loop auf MW übertragen werden soll:
Bei 200m Wellenlänge wäre der Umfang etwa 25m, der Durchmesser U etwa 8m. Die Einkoppelschleife hätte u=1/5U, also 1,6m