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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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Rahmenantenne MW (Transportkasten-Rahmen und andere)
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15.03.21 09:21
wumpus 

Administrator

15.03.21 09:21
wumpus 

Administrator

Re: Rahmenantenne MW (Transportkasten-Rahmen und andere)

Hallo Jens,

eine wahre Fleißaufgabe, eine solche Spule zu wickeln. Das ist nur was für harte leidensfähige Konstrukteure . Ein Vorschlag, um dieses Leiden noch zu erhöhen:

Wenn Du die Nerven dazu hast, kannst Du noch die Windungen hinsichlich des Abstands voneinander justieren. So dass JEDER Drahtteil vom "Nebenmann" Abstand hat. Ja, das sagt sich so, aber: Die Eingenkapazität der Spule verringert sich, es wird um die gleiche Frequenz zu erreichen, weniger Schwingkreis-C benötigt. Letztlich kommt das der Schwingkreisgüte zugute. Auch ein Audion hat ja nichts an Schwingkreisgüte zu verschenken. Sind vielleicht nur ein paar Prozent, aber immerhin. Ist jedenfalls ein zeitraubendes Gefummle.

Auf meinen Detektorseiten spreche ich diesen Windungsabstand bei "Spinnennetzspulen auch an (ist dort für MW, gilt aber auch für LW und darunter):

https://www.welt-der-alten-radios.de/det...hcoils-203.html

und hier:

https://www.welt-der-alten-radios.de/det...spider-183.html


Ist es nicht schön, anderen Leuten Zusatz-Fummelarbeit zu empfehlen ???

Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)

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Zuletzt bearbeitet am 15.03.21 09:22

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15.03.21 09:30
ingodergute 

Moderator

15.03.21 09:30
ingodergute 

Moderator

Re: Rahmenantenne MW (Transportkasten-Rahmen und andere)

Hallo Rainer,

wumpus:
Die Eigenkapazität der Spule verringert sich,
Das stimmt.
wumpus:
es wird um die gleiche Frequenz zu erreichen, weniger Schwingkreis-C benötigt.
Das stimmt nicht, denn an der Induktivität ändert sich nichts und wenn die Eigenkapazität geringer ist, muß die zugeschaltete größer sein bei gleicher Frequenz.
wumpus:
Letztlich kommt das der Schwingkreisgüte zugute.
Das stimmt natürlich und zusätzlich kann man mit der Spule höhere Frequenzen abstimmen bzw. einen größeres Band ohne Umschalten mit dem Drehko überstreichen, weil die (unveränderliche) Eigenkapazität geringer ist.

Viele Grüße

Ingo.

PS: Bei engen Wicklungen läßt sich die Eigenkapazität verringern, wenn man teflonisolierten Kupferdraht verwendet. In einem Bausatz für eine Aktivantenne, den ich aufgebaut habe, wurde der Ferritstab mit solchem Draht bewickelt, was eine hohe obere Abstimmfrequenz im Mittelwellenband bzw. eine große Frequenzvariation ermöglicht.

PS2: Wenn natürlich nur eine Frequenz (SAQ) empfangen wird, ist das mit der Frequenzvariation ohne Belang - das mit der Güte schon.
_____________
Analog bleiben!

Zuletzt bearbeitet am 15.03.21 09:37

15.03.21 10:42
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

15.03.21 10:42
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: Rahmenantenne MW (Transportkasten-Rahmen und andere)

Hallo zusammen,
Diese Spule ist natürlich (wie bei allem) ein Kompromiß:
Ein zusammenlegbarer großer Doppelrahmen mit HF-Litze würde die besten Ergebnisse
bringen, ist aber sehr anfällig für Beschädigungen.
Die hintereinander liegenden Spulen aus Volldraht sind mechanisch dagegen hervorragend
geschützt.
Ein weiterer Vorteil zeigte sich bei Vorversuchen mit 3 Spulen und DHO auf 23,4 kHz:
Sind die Spulen nebeneinander gestellt, hat man zwar die größte Wirkfläche, es muss dann
aber die Kapazität erhöht werden. (etwa + 800 pF)
Stellt man die Spulen hintereinander, erhöht sich die Induktivität, der 2x 500 pF-Drehko kann
weit herausgedreht werden und die Spannung am Graf Oszi ist in etwa wie vorher : 200 mV_pp.

Ob sich ein wirklicher Nutzen ergeben würde, wenn die einzelnen Windungen exakt ausgerichtet
sind ? Größer dürfte der Einfluss der "Scheibenkapazitäten" der einzelnen Spulenteile sein.
Und auch die verteilen sich ja hintereinander auf die Gesamtwicklung.
Hatte schon überlegt, jeweils 20-30 Windungen zu bündeln, um auf Zapfen wickeln zu können
und das zeitaufwändige Einschieben in die Nuten zu umgehen.


Gruß
Jens

19.06.21 22:12
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

19.06.21 22:12
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: Rahmenantenne MW (Transportkasten-Rahmen und andere)

Hallo,
Dieser Thread weckte den Wunsch, eine zusammenlegbare Rahmenantenne zur Verfügung
zu haben, um auch oberhalb des MW-Bereiches Peilversuche anstellen zu können.
Diese Rahmenantenne ist dabei herausgekommen:

2 Windungen ergaben eine obere Resonanzfrequenz etwas über 6,2 MHz.
An der Spitze über Kreuz geführt, so dass die Symmetrie gewahrt ist.
Anschluss des Radios über Koax im Spannungsnull. Über eine Stabantenne kann enttrübt
werden, sie ist nach oben hin herausziehbar (stabiler, alter Grillspieß).
Der Drehko ein ausgedienter 4-Fach KW-Drehko mit isolierten Rotor-Platten, so dass das Gehäuse
geerdet werden kann.
Es ist jeweils ein Stator-Plattenpaket mit einem Rotor-Paket zusammengeschaltet, Symmetrie zum
Gehäuse auch beim Rausdrehen gegeben.

Wenn ausreichend Bodenwelle zur Verfügung steht und der Sender nicht zu weit entfernt ist,
kann die Richtung recht gut bestimmt werden:
Ein 120 kM entfernter Sender auf 3995 kHz bringt z.B beim Reiseempfänger ins Maximum gedreht die Anzeige
auf "1/4", im Minimum verschwindet das Signal schon fast im Rauschen.

Auf 5160 kHz irgendein starker Dauersender, Richtung etwas unklarer. Es kann aber eine Linie
Cuxhaven - Stralsund / Rostock gezogen werden.
Vielleicht weiß jemand den Standort

Weit entfernte Sender sind (meistens) nicht peilbar, siehe: "L-Dv-702-1-Heft-168.pdf" (im Internet)

Das Bild ganz rechts zeigt den Rahmen in hartem Feldeinsatz, als ungerichtete und zuschaltbare Antenne
dienen 3x jeweils 6 Meter lange Drahtleitungen. Sie sind im 120°-Winkel gespannt, damit keine
Rückstrahleffekte auftreten.
Jeweils abwechselnd über Poti an den Drehko angeschaltet, kann in Maximum-Stellung bei guten
Bedingungen die Richtung des Signals festgestellt werden.
Ein aufsteckbarer Stab dient als (einstellbare) optische Peil-Hilfe.

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 01.07.21 21:40

Datei-Anhänge
2-Wdg-KW-Rahmen-Klappbar_2021-07-01.jpg 2-Wdg-KW-Rahmen-Klappbar_2021-07-01.jpg (19x)

Mime-Type: image/jpeg, 178 kB

24.06.21 09:54
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

24.06.21 09:54
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Rahmenantenne MW (Transportkasten-Rahmen und andere)

basteljero:


Weit entfernte Sender sind (meistens) nicht peilbar, siehe: "L-Dv-702-1-Heft-168.pdf" (im Internet)


Hallo Jens,

ich halte diese Aussage für falsch, egal wer sie aufgestellt hat. "Weite" Entfernungen sind auf Kurzwelle relativ und vom Moment abhängig.
Rahmenantennen mit Durchmessern um 1m und darunter eignen sich nur sehr begrenzt für das Peilen der Raumwelle. Gleiches gibt für H-Adcockantennen mit kleinem Basisdurchmesser. Das sind bzw. waren vor GPS die typischen Nahbereichspeiler für die Bodenwelle. Sie sind auch nicht so empfindlich und selten "dx-fähig".
Es gibt typische Peilverfälschungen in Nord-Süd-Richtungen entlang der Dämmerungslinie, vor allem wenn sie über den Äquator hinausgeht. Aber auch "weite" Ost-West-Funklinien breiten sich oftmals nicht entlang des Grosskreises aus.
Auch bei einer Entfernung von 700km über das Meer wird eine Bodenwelle auf 5 MHz kaum relevant sein. Zur Einschätzung der Ausbreitungssituation hatte man es früher bei einem grossen Stationsangebot relativ einfach. Anhand weniger "handverlesener" Sender kann man heute nicht so einfach zu einem Ergebnis kommen.

Noch ein paar Peiltipps:

Vermeide die Dämmerungszeit, insbesondere die Abenddämmerung.
2 Stunden nach Sonnenaufgang ist eine gute Zeit, besonders Richtung Westen.
Gleiches gilt für den Osten 2 Stunden vor der Dämmerung.
Neben der Kenntnis der foF2-Frequenz ist zur Einschätzung ein aktuelles Ionogramm (bei mir Dourbes, bei dir eher Juliusruh) hilfreich.
(Höhe der F2, Vorhandensein E dämpfend und/oder reflektierend).


Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 24.06.21 10:02

24.06.21 13:13
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

24.06.21 13:13
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: Rahmenantenne MW (Transportkasten-Rahmen und andere)

Moin Walter,
Ich widerrufe nicht !

VLF
Am eindrucksvollsten waren die Ergebnisse mit dem VLF-Rahmen, mit dem alle getesteten
Stationen bis auf mindestens +- 3° im Minimum bestimmt werden konnten. (Genauer:
Lautstärkeunterschied im Minimum deutlich hörbar bei Drehung des Rahmens.
MW
Brauchbar auch noch die Konstruktionen für MW. Jedoch auf den höheren Frequenzen
Abends schon Probleme mit der Raumwelle.
KW
Besonders schwierig aber die Kurzwelle:
Eindeutig Richtungsmäßig zuordnen konnte ich nur den genannten Norwegischen Sender.
(Das aber nur in der Tagesdämpfung, abends, wenn die Bedingungen unruhig werden,
ist die Orientierung des Rahmens ziemlich egal.)
Das brachte das Problem des sehr schwachen Signals, im bebauten Gebiet zu der Zeit völlig von
Rauschen überdeckt.
Dieser Standort war deshalb günstig:
Ebenes Gelände, keine Bebauung, gute Bodenleitfähigkeit, viele Orientierungspunkte sichtbar.
53°53'57.6"N 8°37'42.5"E

In diesem Thread ist die L-Dv-702-1-Heft-168 zitiert:
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...6&page=2#19

Gruß
Peiljero

Zuletzt bearbeitet am 24.06.21 13:15

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