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Kleine Besonderheit bei Verwendung der ABC1 z.B. im Saba 452WK
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10.08.20 18:04
wumpus 

Administrator

10.08.20 18:04
wumpus 

Administrator

Kleine Besonderheit bei Verwendung der ABC1 z.B. im Saba 452WK

Hallo zusammen,

ich blättere ab und zu mal in alten Schaltbildern. Diesmal fiel mir eine kleine Besonderheit bei Verwendung einer ABC1 in Radios auf. Die ABC1 verfügt ja bekanntlich über zwei HF-Dioden und ein NF-Triodensystem. Damit lassen sich gut Demodulator-Stufen mit separater Regelspannungserzeugung und NF-Vorstufen realisieren.

Soweit, so gut. Aber: alle drei Systeme haben eine gemeinsame Kathode. Man könnte das Triodensystem vielleicht auch mit einem hochohmigen Gitterwiderstand betreiben, um so die Gittervorspannung zu erzeugen. Vielleicht kommt die ABC1 nicht gut mit 10 MOhm Gitterwiderstand zurecht. Aber ich habe bei verschiedenen Geräten mit der ACH1 immer eine andere Variante gesehen. Dort wird die Gittervorspannung für die Triode aber mit einem wechselstrom-überbrückten Widerstand in der Kathode realisiert.

Da bedeutet aber wohl auch, dass die beiden Diodenstrecken gegenüber Chassis-Minus etwas hochgelegt werden. Eigentlich bedeutet das bei der Diode, die zur Regelspannung verwendet wird, eine Diodenvorspannung. Das dürfte den Einsatzpunkt der Reglung beeinflußen. Ebenso bei der Demodulation, wobei hier deutlicher ein Bezug zur hochgelegten Kathode erkennbar wird.

Muss aber trotzdem gut funktioniert haben, sonst hätte man das nicht gemacht .

Hier zwei Schaltbilder, die den Einsatz der ABC1 zeigen:

Blau der Regelspannungsweg, rot der gemeinsame Kathodenzweig.







Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)

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Zuletzt bearbeitet am 10.08.20 18:05

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10.08.20 21:13
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 3

10.08.20 21:13
Reflex-Kalle 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Kleine Besonderheit bei Verwendung der ABC1 z.B. im Saba 452WK

wumpus:
...
Aber ich habe bei verschiedenen Geräten mit der ACH1 immer eine andere Variante gesehen. Dort wird die Gittervorspannung für die Triode aber mit einem wechselstrom-überbrückten Widerstand in der Kathode realisiert.

Da bedeutet aber wohl auch, dass die beiden Diodenstrecken gegenüber Chassis-Minus etwas hochgelegt werden. Eigentlich bedeutet das bei der Diode, die zur Regelspannung verwendet wird, eine Diodenvorspannung. Das dürfte den Einsatzpunkt der Reglung beeinflußen. Ebenso bei der Demodulation, wobei hier deutlicher ein Bezug zur hochgelegten Kathode erkennbar wird.

Muss aber trotzdem gut funktioniert haben, sonst hätte man das nicht gemacht .
...

Hallo Rainer,

Richtig, es ist einer verzögerte Regelspannung, aber da der mit 100pF überbrückte Richtwiderstand der Detektor-Schaltung Bezug zur Kathode(nspannung) hat, ist es eine normale Detektor-Schaltung. Dies insbesondere auch weil der Kathodenwidestand wechselspannungsmäßig nach Massepotential mit einem hochkapazitiven Kondensator überbrückt ist.

Diese Schaltungstechnik der ABC1 geht auf das Philips Miniwatt Datenbuch Seite 39...43 aus 1935 zurück, wo die Schaltung erläutert wurde.

Gruß

(Reflex-)Kalle

12.08.20 19:59
HB9 

WGF-Premiumnutzer

12.08.20 19:59
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: Kleine Besonderheit bei Verwendung der ABC1 z.B. im Saba 452WK

Hallo zusammen,

bei meinem Paillard habe ich noch eine interessante Schaltungsvariante gefunden. Hier ist die EBC41 als Demodulator und NF-Vorstufe im Einsatz, diese ist die modernere Variante der ABC1 und hat ebenfalls eine gemeinsame Kathode. Die Gittervorspannung wird wie später üblich mit einem 10M-Gitterwiderstand erzeugt. Die Kathode liegt aber nicht direkt auf Masse, sondern über einen 82-Widerstand, der mit 220pF HF-mässig überbrückt ist. Vom Ausgangstrafo wird hier ein Gegenkopplungssignal eingespeist, so weit so gut, auch wenn eine NF-Gegenkopplung für ein reines AM-Gerät der unteren Preisklasse eher erstaunt. Die Demodulationsschaltung bezieht sich aber auf Masse, das heisst, der (kleine) Spannungsabfall am Kathodenwiderstand wird vernachlässigt, was auch erlaubt ist, da nur etwa 50..80mV abfallen, und bei brauchbarem Empfang die HF-Amplitude mehrere Volt beträgt.

Weiter habe ich noch die Schaltung des Biennophone 266 (Vorkriegsgerät) angesehen, dort ist ebenfalls eine Verbundröhre mit zwei Dioden und einer Triode mit gemeinsamer Kathode verbaut. Hier liegt die Kathode auf Masse, und die Gittervorspannung wird von einer negativen Hilfsspannung aus der Stromversorgung abgeleitet, die auch als Gittervorspannung der HF-, Mischer- und ZF-Röhre verwendet wird.

Gruss HB9

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