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Historische Breitbandaufzeichnungen von AM-Bändern (Projekt Cohiradia)
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Re: Historische Breitbandaufzeichnungen von AM-Bändern (Projekt Cohiradia)

Hallo Walter,

ich denke der CohiradiaStreamer wird sich mit der CohiWiz Software beißen. Die Ur-Hardware des CohiWiz aus dem Radiomuseum spricht mit dem SD-Karten Image für das Stemlab eine anderes Protokoll. Ich habe Google gefagt und den Code analysieren lassen. Dort meinte man das man ein kleines Programm als Übersetzer für das STEMLAB schreiben oder ein anderes Image verwenden sollte, da der SCPI Server nicht von CohiradiaStreamer genutzt wird.

Für einen Test mit dem angesprochenen FL2000 gibt es aber eine Lösung die auf der Seite genannt wird. Man muss einen zusätzlichen Befehl eingeben

socat -u TCP4-LISTEN:1234,reuseaddr TCP4-LISTEN:1235,reuseaddr

Google erklärt den Befehl so.

Dieser socat-Befehl ist ein genialer, kleiner Trick. Kurz gesagt: Er baut eine unidirektionale Netzwerk-Brücke (einen Rendezvous-Punkt) zwischen zwei Programmen, die beide eigentlich "Clients" sein wollen und nicht selbst auf Verbindungen lauschen können.

Hier ist die exakte Zerlegung des Befehls und warum er für den FL2k-VGA-Dongle gebraucht wird:
Die Parameter im Detail

-u (Unidirectional): Schaltet socat in den Einweg-Modus. Daten fließen strikt nur von links (Quelle) nach rechts (Ziel). Das verhindert, dass Müll oder Bestätigungspakete der Hardware zurück in die DSP-Engine gefüttert werden.

TCP4-LISTEN:1234,reuseaddr (Die Quelle):
socat öffnet einen TCP-Server auf Port 1234. Hier verbindet sich das Qt-Programm (CohiStreamer) hin und pumpt den fertigen HF-Datenstrom hinein.

TCP4-LISTEN:1235,reuseaddr (Das Ziel):
Jetzt kommt der Clou: socat öffnet gleichzeitig einen zweiten TCP-Server auf Port 1235. Hier wartet es darauf, dass sich das Programm verbindet, das die Daten an den FL2k-Stick weitergeben soll.

reuseaddr:
Das sorgt dafür, dass die Ports nach einem Abbruch oder Neustart des Streamings sofort wieder freigegeben werden. Ohne diesen Parameter müsstest du nach jedem "Stop" in der GUI oft ein paar Minuten warten, weil das Betriebssystem den Port blockiert (Address already in use).

Warum macht man das so kompliziert mit zwei "LISTEN"-Ports?

Das Standard-Tool für den FL2k-Stick (fl2k_file und fl2k_tcp) hat überhaupt keinen eingebauten Netzwerk-Stack – es kann standardmäßig nur aus einer Datei oder direkt von der Standardeingabe (stdin) lesen.

Um die Brücke von der Netzwerk-GUI zum FL2k-Stick zu schlagen, sieht die Kette im System normalerweise so aus:

CohiStreamer verbindet sich als Client mit Port 1234 und sendet die HF-Daten.

socat nimmt die Daten auf Port 1234 an und hält sie im RAM bereit.

Auf der Konsole startest du (oder ein Skript) einen zweiten Befehl, der die Daten von Port 1235 abholt und in das FL2k-Tool einspeist, zum Beispiel so:
Bash

fl2k_tcp -s 10000000 -p 1235


Ich habe es getestet. Es läuft, aber man muss im CohiradiaStreamer unbedingt den richtigen Port von socat verwenden, die Samplerate muss auf 10 MSPS und die Bitbreite auf 8 Bit nativ eingestellt werden.

Bei den neuen SDRs die die im Elektor verlinkt haben und von denen ich bereits zwei nachgebaut habe läuft die Aussendung direkt über das Netzwerk ohne irgendwelche Zusatzeingaben. IP des SDRs im Netzwerk und gewünschte Bitbreite auswählen reicht. Für das im Elektor genannte Update für FPGA DUC / DDC wird ein Iceboard empfohlen. Ich habe mal angefragt und als Antwort die Empfehlung für das iCE40HX8K bekommen was dort bereits umfangreiche Test absolviert hat.

Vor einiger Zeit habe ich bei Elektor das Max1000 Lehrbuch Bundle gekauft weil ich mich damit beschäftigen wollte. Leider hat dieses Board keinen passenden Anschluss für die SDRs und man muss einen Adapter entwickeln. Es geht wohl auch für den Zweck, aber ich hebe es für die anderen Elektorprojekte auf die auch sehr interessant sind und von der gleichen Cohiradia-Gruppe entwickelt wurden. AM Modulator on Legacy FPGA Silicon https://www.elektormagazine.it/labs/am-m...cy-fpga-silicon Aber die Lehrkurve ist sehr steil und ich kann dort nur durch Ausprobieren vorankommen.

VG
Roland

Zuletzt bearbeitet am 15.06.26 10:09

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vor 4 Stunden
WalterBar 

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WalterBar 

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Re: Historische Breitbandaufzeichnungen von AM-Bändern (Projekt Cohiradia)

Hallo Roland,

ob sich Cohiwizard und Cohiradiastreamer "beissen" kann ich nicht beurteilen,
weil ich das Programm nicht programmiert habe.

Ich kann aber sagen, dass Hermann versuchen wird, Kernteile von Bernhards
Codes in den COHIWizard einzubauen, da er die extrem effiziente liquiddsp
Library nutzt. Das wird aber nicht vor Ende der HamRadio passieren, an der
Cohiradia auf dem Stand der GFGF vertreten sein wird.

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 16.06.26 10:45

vor 3 Stunden
sturmmoeve 

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Re: Historische Breitbandaufzeichnungen von AM-Bändern (Projekt Cohiradia)

Hallo Walter,

von Herrn Dünk wurde mir mitgeteilt das zur Zeit nicht beabsichtigt wird das SCPI Protokoll des RedPitaya zu implementieren, da man nur einen kleinen Teil davon benötigen würde und man mit einem eigenen Steuerkanal für smiSDR und parlioSDR über Port 5000 schneller wäre und dieser ausreichend ist.

Herr Dünk hat auch mitgeteilt das man die liquiddsp nicht weiter benutzen wird, da sie in der rückwärtigen Betrachtung für einige Anwendungen nicht schnell genug ist. Seit einem Versionsupdate kann man die DSP-Engine im Streamer auf das neue experimentelle Rechenprinzip umstellen und vergleichen.



In meinem Experimentierfeld läuft die INT32 DSP Engine um einiges schneller als mit der liquiddsp Engine. Nach Herrn Dünk wird nur noch die Filterung angepasst und später dann die liquiddsp aus der Software verschwinden. In einem anderen Projekt dieser Gruppe sieht man den Gewinn sehr deutlich.

https://github.com/radiolab81/AMWaveSynt...ld_modulatorssh

Nach meinem Test mit der von der Gruppe angebotenem Livesystem sind die Unterschiede noch viel größer als beim CohiradiaStreamer. Auf der Webseite steht das es die neuen Funktionen für smiSDR und parlioSDR, die Gewittersimulation auch nur noch in der liquiddsp-losen INT32 Version geben wird.

Im Beschreibungscode für die FPGA Erweiterung der SDRs wird auch nur diese Ganzzahlmethodik für die NCO und Mischerbausteine angewendet.

Ob die Umstellung auch den cohiplayer_smi betreffen wird ist mir nicht bekannt, auf der Seite steht nichts davon. https://github.com/radiolab81/cohiplayer_smi
Vorstellbar wäre es, da ein direkt auf dem SDR installierbarer Player bestimmt sehr von solchen Rechnungsoptimierungen profitieren würde.

Mein nächstes ereichbares Wunschziel wäre den CohiMini Player von Claus Peter Gallenmiller installiert zu bekommen. Ist dir bekannt wo das Image von dem auf cohiradia.org gesprochen wird, runterzuladen ist? Ich finde keinen Downloadlink.

Wenn die Software von Herrn Gallenmiller so effizient läuft wie der cohiplayer_smi, wäre es sehr gut wenn man die Ausgabe in den localhost port 1234 umleiten könnte wie bei CohiradiaStreamer. Dort würde das smiSDR Programm smi_tcp_streaming_dac es aufnehmen können und über eine selbstgebaute DAC-Platine aussenden. Die Software von Hr. Gallenmiller hat die Nutzeroberfläche für ein Touchdisplay welches ich benutzen möchte, der cohiplayer_smi mit seiner DOS-artigen Minimaloberfläche funktioniert damit nicht.

Vermutlich wird auch der Syntheziser im Wizard deutlich zulegen wenn Herr Scharfetter die Software umgestellt hat. Bei meinem bisherigen Versuch mit dem Wizard dauert es mehrere Stunden um eine Stunde Archivdatei zu berechnen. Bei den gleichen Einstellungen mit unterschiedlichen Signalquellen, Modulation von Datei und Modulation von Internetradio, geht es mit dem AMWaveSynth in Echtzeit. Eine Stunde Programmaufzeichnung braucht eine Stunde Berechnung und man kann am Radio das ganze Band live überwachen.

LG
Roland

Zuletzt bearbeitet am 16.06.26 12:37

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