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Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben.
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06.01.26 10:57
Volker 

500 und mehr Punkte

06.01.26 10:57
Volker 

500 und mehr Punkte

Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo Fernseheumel,

sehe ich auch so. Der AM-Rundfunk wurde damals vor fast genau 10 Jahren vor allen Dingen mit der Begründung engültig abgeschafft, der Energieverbrauch sei zu hoch. Mit 3 Mittelwellensendern zu je 300 kW Sendeleistung kann man jedoch ganz Deutschland in den Abendstunden versorgen. Das entspricht dem Energieverbrauch von ein paar Lastzügen auf der Autobahn, um mit diesem Vergleich die Größenordnung abschätzen zu können. Das moralisch und politisch aufgeladene Argument des Energiesparens war also nur vorgeschoben.

Man stelle sich das realistische Szenario eines größeren Blackouts von der Größe eines Bundeslandes vor. Dann wird es schwer oder unmöglich UKW und DAB+ empfangen zu können. Mit kleinen Mittelwellentaschenradios kann sich die Bevölkerung aber problemlos wenigstens in den Abendstunden informieren und hat sogar noch etwas Unterhaltung. Die ganzen hausgemachten Rundfunk-Störungen sind bei einem Stromausfall übrigens auch verschwunden.

Aber es ist doch klar. Wenn sich eine Gesellschaft dafür entschieden hat - egal aus welchen sinnvollen oder unsinnigen Gründen auch immer - eine teure Energiewende mit Hilfe von Subventionen möglichst schnell durchzudrücken, dann werden die Risiken und möglichen nachteiligen Konsequenzen mit einem Denkverbot versehen und dazu gehört auch die Gefahr eines Blackouts oder größeren Stromausfalls. Wer also sich für einen Blackout rüstet, wird schnell als Prepper, Schwurbler, Panikmacher und so weiter persönlich angegriffen und ins Lächerliche gezogen.

Ein Beispiel vom 21. Dezember 2022 des ZDF mit Harald Lesch: https://youtu.be/o5cMVXqVjK0?si=aPuNmtJGokmFb4zF Eine Anmerkung noch dazu, wo Harald Lesch die Unwahrheit erzählt. Die Franzosen schalten sehr viele Kernkraftwerke im Sommer ab, weil sie den Strom im Sommer nicht brauchen, und nicht wegen Kühlwassermangel und technischer Fehler. Die Franzosen heizen im Winter nämlich mit billigen Direktstrom aus Kernkraft. In Schweden war das bis vor 20 oder 30 Jahren auch üblich. Viele Einfamilienhäuser hatten nur elektrische Heizkörper an den Wänden. Ein Einfamilienhaus kam man dann üblicherweise mit 23.000 kWh pro Jahr aus, ältere schlecht gedämmte Häuser benötigten bis zu 30.000 kWh. Strom war damals sehr sehr billig. Ja, die ganzen Experten, die da schwergewichtig beschwichtigend bei Harald Lesch auftraten, lagen falsch seit dem Blackout auf der iberischen Halbinsel am 28. April 2025. Die können sich seitdem nicht mehr herausreden. Wer will, kann sich noch mehr solcher Videos anschauen, die zum Teil Propaganda-Charakter haben.

Viele Grüße Volker

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06.01.26 11:06
ELEK 

250-499 Punkte

06.01.26 11:06
ELEK 

250-499 Punkte

Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo,

ja, wir haben verlernt, unter widrigen Bedingungen zu überleben, aber warum ist das so ? Weil wir uns einen hohen Lebens-Standard erarbeitet haben (im Prinzip seit 100 Jahren (Industrialisierung) stetig besser, von den Rückschlägen durch die Kriege abgesehen!).
Früher mußten nahezu alle Menschen mit Handarbeit in der Landwirtschaft arbeiten, durch die Industrialisierung und Arbeitsteilung wurde unsere moderne Gesellschaft, wie wir sie bis in die 2000er hatten, möglich. Wir haben es verlernt, jeden Tag ums Überleben kämpfen zu müssen und das ist gut so !

Wenn man Kopfschmerzen hat, sollte man die Ursache suchen und nicht versuchen, mit Schmerztabletten eine dauerhafte Heilung zu erreichen.
Wenn die Infrastruktur angegriffen wird, sollte man die Ursache bekämpfen !

Eine moderne Gesellschaft ist per se verwundbar und wenn Feinde unserer Lebensweise frei rumlaufen, passiert eben sowas und es wird wieder passieren!
Würden die Verbrecher riskieren, für jedes noch so kleine Ereignis lebenslang oder zumindest lange Zeit im Zuchthaus (Alcatraz, nicht Jugendherberge mit Farbfernsehen!) zu landen, hätten wir weniger Probleme. Stattdessen werden die noch indirekt über NGO-Konstrukte staatlich finanziert und seit den letzten Anschlägen ist NICHTS passiert ! In allen mainstream-Medien dröhnendes Schweigen über die Täter, wie würde das wohl aussehen, wenn die Täter zB aus dem Umfeld der Realität und Ideologieverweigerung kämen ? Die Straßen wären voll und jeder Politiker würde sofort nach Verfolgung und Verboten schreien.

Ich hab echt die Schnauze voll ... In Berlin sterben wahrscheinlich so einige Menschen, die in ihren Wohnungen sitzen uns aus verschiedenen Gründen keine Kontakte zu Hilfe haben (können), alt, gebrechlich, psychisch krank ... und die fetten Bonzen sitzen in ihren beheizten Villen...

Löscht den Beitrag ruhig, wenn zu heftig, aber wenn ich den Kiesewetter höre, platzt mir der Kragen... wer weiß, wie viel Pöbel mit warmem Hintern jetzt wieder mitmacht "Der böse Russe wars".
Und egal wieviel man vorbereitet, wenn eine größere Katastrophe durch solche Anschläge kommt, wird man noch ganz andere Zustände erleben, da mützt weder ein Batterie-MW-Radio, noch Konserven ! Ich will mir nicht ausmalen, was passiert, wenn zB halb Berlin betroffen wäre, auch gewisse Stadtteile.

Gruß Ingo

06.01.26 12:52
oldie 

250-499 Punkte

06.01.26 12:52
oldie 

250-499 Punkte

Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo,

portable und im Auto Radios habe ich in überzahl. Aber seit 20 Jahren nicht für Notfälle gebraucht. Allerdings kann ich bestätigen daß wenn Wasser mal für einen Tag abgesperrt wird wegen Bauarbeiten irgendwo im Dorf dies äußerst lästig ist. Wenn Netzstrom im Winter ausfallen sollte, dann wird es sehr kalt in meinem Haus. Ölheizung funktioniert dann natürlich nicht. Da ich in Süddeutschland wohne bin ich von Stromnetzten umgeben. Denke daß es so wie in Berlin nicht zu einem längerem Ausfall kommen dürfte. Aber je nach Gegend und Infrastruktur kann das anders sein. Daß kritische Stellen nicht ausreichend redundant und gesichert sind, naja, wer hat das vor Jahrzehnten gedacht? Politiker sicher nicht, und auch die Netzverleger und Betreuer wahrscheinlich auch nicht. Leider sind wir derzeit von ausländischen Kräften bedroht, aber auch von inländischen nicht zu verstehenden.

Mit Grüßen
Sven

08.01.26 17:05
WoHo 

500 und mehr Punkte

08.01.26 17:05
WoHo 

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Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Die Realität ist:
Wir müssen jederzeit mit einem Stromausfall von mehreren Tagen rechnen. Siehe Berlin, siehe Spanien letzten Sommer.

Es wurde bereits darauf hingewiesen, wie wichtig die Beheizung der Wohnung im Winter ist. Auch für mich hat das Priorität, zumal meine moderne Gasheizung auch für das Warmwasser sorgt. Ich bin nämlich ein Warmduscher, das bleibt aber bitteschön unter uns …..

Ich bin also bereit im angesprochenen Notfall auf einige vertraute Annehmlichkeiten zu verzichten, Hauptsache die Heizung läuft weiter. Aber wie kann man das technisch angehen?
Als Minimallösung habe ich mir in den letzten Tagen einen Stromspeicher in Form eines Autoakkus VARTA 12V, 77Ah gekauft. Sicherlich gibt es bessere und effizientere Akkus, jedoch ist dieser Typ genau passend für mein Auto und auch für den Mover im Wohnwagen! Hat mit Versand nur 115 € gekostet! Sonnenpanele liefern zu wenig Energie im Winter, wo es oftmals bewölkt ist und die Tage kurz sind. Und viele davon kann ich sowieso nicht installieren, wird dann auch sehr teuer.



Einen 200W Wechselrichter hatte ich bereits. Billiges Produkt, macht keinen Sinus, sondern eine Art Rechteck. Die Elektronik der Heizung schluckt das glücklicherweise, wenn man an den WR-Ausgang (war schwebend) den N-Leiter des Hauses anschließt!



Dann mal los. Akkustrom und -spannung mit Instrumenten überwacht. Thermostat auf 18° Tag und Nacht eingestellt. Ergebnis: Mit dieser Konfiguration läuft die Heizung (mit Intervallen) nur 24 Stunden, dann ist die Akkuspannung auf 10,8V (belastet) gesunken.

Vorläufiges Fazit: Mir wurde klar, so kann ich nur einen Tag überbrücken. Ziel sind aber drei Tage!
Muss mal überlegen, kaufe ich noch zwei gleiche Akkus dazu, oder schau' ich mal nach den vielen tragbaren „Powerstations“ wie Jackery, Ecoflow usw..... Letztere können auch im Sommer (mit Solarpannels) auf dem Campingplatz nützlich sein.

Gruß aus NL, Wolfgang

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08.01.26 17:34
oldie 

250-499 Punkte

08.01.26 17:34
oldie 

250-499 Punkte

Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Gute Idee nur die Heizung mit Strom zu speisen und dafür eine Autobatterie mit Wandler zu nutzen. Hatte ich auch mal überlegt aber bisher nicht verwirklicht. Müßte eine Netzabtrennung des Heizungstroms und einen Zugang für die Einspeisung einrichten. Naja, mal ein gelegentliches kleines Projekt. Länger als ein paar Stunden Stromausfall alle paar Jahre mal hatte ich noch nicht. Deshalb auch noch nichts getan.

Grüße
Sven

09.01.26 10:04
WalterBar 

500 und mehr Punkte

09.01.26 10:04
WalterBar 

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Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo Wolfgang, hallo Sven, hallo zusammen,

die Heizung hat im Winter sicherlich die höchste Priorität - keine Frage.
Die anderen Dinge sind sehr individuell. Meine Frau braucht ihren Kaffee
und die (zwei!)tägige Warmdusche. Ich kann auf Kaffee und Dusche (trockene
Haut!) durchaus für eine Woche verzichten.

Zur Technik:

Wenn hocheffiziente Umwälzpumpen eingesetzt sind und die Heizung einigermassen
modern ist, dann wird sich ein Leistungsverbrauch um 40 Watt einstellen.
Starterbatterien taugen weder für nennenswerte Zyklen noch Entladetiefen.
Solarbatterien sind deutlich besser und halten auch bei Dauerpufferung
für Erhaltungsladung. Meine sind schon mehrere Jahrzehnte alt.

Empfehlenswerte Alternative: 2kWh-Growatt Powerstation siehe Seite 6 in diesem
Beitrag. Sie hat auch Solarmodulanschlüsse.
Man muss keine Netzabtrennung realisieren, wenn man

1. Im Heizungsraum eine Steckdose an gleicher Phase hat,
2. die Heizung separat über einen LS (Sicherungsautomat)

abgesichert hat. Dann schaltet man den LS einfach aus und speist
in die Steckdose ein. Ich höre jetzt schon einige Bedenkenträger
aufschreien. Nein, liebe Leute, Not kennt keine Gesetze sondern
nur gesunden Menschenverstand. Blickt man nach Berlin, so hätten
die Bürger sich einen ganzen Tag ersparen können. Ich möchte nicht
genauer darauf eingehen, sondern nur Stichpunkte geben: Schwerlast-
Sondergenehmigung, Vorbestimmung eines Einschaltzeitpunktes für
die Politiker und Medienleute. Glaubt hier wirklich jemand, dass
ein Techniker eine NEA parallel zum Netz ohne Trennung zum Versorger
auflegt? Serielles Einschalten einzelner Strassen oder Ortsteile
sind ein Standartprozedere. Apropos Medien: Der Bespassungs-
algorithmus von Jutjub kann dazu führen, dass sich der Wahrheits-
gehalt gegen Null entwickelt.

Ein Wort noch zur Sicherheit von grösseren Lithiumakkus:

250m nördlich von mir ist im letzten Spätsommer ein Fertighaus
abgebrannt. Da war niemand zuhause. Letzte Woche sendete der
SWR einen Fernsehbericht über einen Hausbesitzer, der seinen
brennenden Akku mit zwei Schaumlöschern jedesmal zunächst gelöscht
bekam. Einen dritten Löscher hatte er nicht - die Feuerwehr
konnte das Haus dann letzlich auch nicht mehr retten.

Natürlich sind die Dinger sicher, wenn alles planmässig abläuft
und die BMS (Batterie Management System) funktionieren. Das Dumme
ist nur, dass es davon in der Regel 2 Stück gibt, die aufeinander
abgestimmt sein müssen (Batterie selbst, Batteriewechselrichter)
BYD sagt ganz deutlich: Keine Ladeversuche nach einer Tiefentladung
vornehmen und Kontakt zum Hersteller aufnehmen!

Meine Sachen lagern in der vom Haus abgesetzten Garage.
(wegen Hanglage frostfrei)

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 09.01.26 11:45

09.01.26 13:01
Volker 

500 und mehr Punkte

09.01.26 13:01
Volker 

500 und mehr Punkte

Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo zusammen,

vielen Dank für den wertvollen Erfahrungsaustausch und die vielen Anregungen.

Im trockenen Keller betreibe ich 12 kWh BYD-HVS-LFP-Batterien für unsere Solaranlage. Die Temperaturen liegen dort ganzjährig zwischen 12 °C und 22 °C – also optimal für die Akkus. Der Wechselrichter ist ausdrücklich für die BYD-HVS freigegeben. Nach intensiver Recherche (auch mit Grok) habe ich keinen einzigen dokumentierten Brandfall bei dieser korrekten Kombination gefunden. In unserem Fall wäre das ohnehin eine Katastrophe, da Kellerdecke und Haus komplett aus Holz sind. Selbstbaulösungen kommen für mich deshalb nicht infrage, zumal in Schweden dann auch die staatliche Förderung wegfallen würde. Kurz gesagt: Ich schlafe damit ruhig.

Unsere Solaranlage kann allerdings weder Not- noch Ersatzstrom liefern. Eine Umrüstung wäre teuer, und selbst mit 12 kWh kommt man nicht weit – schon gar nicht im Winter, wenn praktisch kein Solarertrag da ist. Aktuell liegen bei uns 5–10 cm Schnee auf dem Dach.

Für Öl- oder Gasheizungen habe ich ebenfalls durchgerechnet, dass man mit Batterien höchstens ein paar Tage überbrückt. Wir überlegen uns, einen kleinen Benzin-Invertergenerator mit etwa 2,5–3 kW anzuschaffen. Der soll nur wenige Stunden pro Tag laufen: zum Laden der Batterien, zum Kochen und für Kühl- und Gefrierschränke. Im Winter braucht auch die Umwälzpumpe gelegentlich Strom, damit die Heizungsrohre nicht einfrieren. Heizen können wir mit einem Kaminofen.

Für Licht am Abend reicht eine ausgediente Autobatterie mit einfachem Wechselrichter. Warmes Duschwasser aus dem 80-Liter-Tank von der Wärmepumpe hätten wir nur für etwa einen Tag. Läuft der Generator, kann man mehrere Liter kochendes Wasser in Thermoskannen abfüllen und sich damit gut behelfen. Unsere Erdwärmepumpe braucht bis zu 3 kW Drehstrom und hat einen sehr hohen Anlaufstrom. Deshalb lässt sie sich mit einem kleinen Notstromgenerator nicht betreiben.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, könnte man für unterbrechungsfreien Ersatzstrom in jeder Größenordnung sorgen. Aber das wäre reine Geldverschwendung.

Ich halte es für sehr sinnvoll, den Ernstfall gedanklich komplett durchzuspielen. Wir haben neben Plan B sogar noch einen Plan C für sehr unwahrscheinliche Szenarien. Genauso wichtig: alle paar Monate den Ernstfall auch praktisch zu „trainieren“. Das ist lehrreich – und beruhigend.

Zur mentalen Vorbereitung noch eine kleine Anekdote: Während eines Stromausfalls in Berlin wurde ein junger Mann von einem TV-Team besucht, der sich über die ungewohnte Stille beklagte – ihm fehlte die Dauerberieselung aus dem Internet. Dann zeigte er seinen leeren Kühlschrank, weil er alle Lebensmittel weggeworfen hatte. Dabei hatte die Wohnung nahezu Kühlschranktemperatur, und draußen herrschte Dauerfrost. Da kann man nur mit Bedauern den Kopf schütteln.

Ein weiterer Punkt: Es gab Wohnungen mit Gasherden, die auch ohne Strom funktionierten. Damit konnte zumindest gekocht werden, und der Backofen hat nebenbei die Küche etwas mit aufgeheizt – ein unschätzbarer Vorteil. Auf gute Belüftung achten. Das zeigt einmal mehr, dass technische Systeme nicht nur redundant, sondern auch vielseitig ausgelegt sein sollten. Sich ausschließlich auf Strom zu verlassen, ist riskant. Niemals einen Holzkohlegrill in geschlossenen Räumen betreiben. Das kann durch CO-Vergiftung tödlich enden. Das kann man nicht oft genug betonen.

Was mich positiv überrascht hat, war die Berichterstattung aus Berlin zur Nachbarschaftshilfe. In intakten Wohngegenden scheint die gegenseitige Unterstützung unter Nachbarn gut zu funktionieren. Ich denke auch, dass man mit einem Notstromgenerator im Rahmen des Möglichen Nachbarn teilweise mitversorgen sollte – nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil genau das den Unterschied zwischen Chaos und Zusammenhalt ausmacht.

Ja, auch ich habe schon streng verbotene Sachen ausprobiert – zum Beispiel für die Notstromeinspeisung die drei Phasen parallel geschaltet. Vorher selbstverständlich alle Hauptsicherungen rausgedreht und Solaranlage sowie Wärmepumpe komplett vom Netz getrennt – kein Problem bei uns. Aber: Das darf man wirklich nur nachmachen, wenn man sich zu 100 % auskennt. Man darf nicht vergessen, dass der Neutralleiter dann die Summe der Ströme aller drei Phasen tragen muss. In einem echten Notstand gelten ohnehin andere Regeln. Wer das kritisiert, sollte erst einmal einige Tage am Stück im Dunkeln sitzen und frieren. Kritik ist immer einfach. Überleben ist schon etwas schwieriger.


Viele Grüße Volker

Zuletzt bearbeitet am 09.01.26 15:43

09.01.26 16:07
WalterBar 

500 und mehr Punkte

09.01.26 16:07
WalterBar 

500 und mehr Punkte

Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo Volker,

rein zufällig habe ich hier die gleichen Batteriemodule, allerdings
nur 3 statt 5 (=7,7kWh). Weil mir ein gebrauchter SMA Wechselrichter
preisgünstig "zugelaufen" ist, war die Auswahl geeigneter Batterien
nicht sonderlich gross. Ursprünglich waren es nur 2 Module.
Das Zusammenschalten mit dem dritten Batteriemodul war schwierig,
denn das BMS prüft peinlich genau den Ladezustand und die Modul-
temperatur auf Gleichheit. Der SOC (State of Charge) des BYD-BMS
und SMA-BMS unterschieden sich auch noch. Der untere Endladepunkt
war unterschiedlich definiert. Batteriemodulen sollte man 24 Stunden
vor dem Zusammenschalten Zeit geben ihre Temperatur anzugleichen.

Momentan ist die Batterie bei empfohlenen 30% im Winterschlaf geparkt.
Das bedeutet allerdings 1/3 Verlust durch ungewollte Einspeisung bei
Sonne, was aber im Winter egal ist. Eine Förderung hat es hier nicht
gegeben, die Amortisation ist ohne Batterie längst erreicht.
Mit Batterie wird es noch 3 Jahre dauern.

Ich denke auch, dass das ein relativ sicheres System ist. Durch die
gegebene Verschattungssituation ist meine Anlage auf 2 und nicht
auf 3 Phasen verteilt. Es sind also 2 unterschiedliche Systeme.
Die Batterie speist in die dritte Phase ein.
Optimierung auf resultierende Nulleinspeisung in das Stromnetz.
Aus diesem Grund kam auch nur die Garage als Batteriestandort in Frage.
Auf Ersatz- oder Notstrom habe ich auch verzichtet. Die beiden
tragbaren Geräte und ein kleines Aggregat reichen im Notfall
auch aus. Lernen musste ich in diesem Zusammenhang auch, dass
Kühlschränke im Einschaltmoment 1kW dem Netz entnehmen.
Daher müsste der kleinere Bluetti die Heizungsspeisung übernehmen.

Gruss
Walter

Nachtrag:
So sah heute Nacht unser "Ruhestromverbrauch" aus:

Es sind ein Kühlschrank und ein Gefrierschrank in Betrieb.
Die überstehen eine Nacht mühelos ohne Strom.

Zuletzt bearbeitet am 09.01.26 16:26

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Nachtverbrauch.jpg Nachtverbrauch.jpg (12x)

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09.01.26 16:32
wumpus 

Administrator

09.01.26 16:32
wumpus 

Administrator

Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo zusammen,

da ja auch das Thema der Raumerwärmung mit offenen Feuer oder Katalyse angesprochen wurde, wäre auch ein solches Gerätchen ganz praktisch:



Es wechselt immer zwischen Temperaturanzeige und Gasanzeige.

Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)

Welt der alten Radios:
http://www.welt-der-alten-radios.de

Wumpus-Gollum-Forum:
http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum

Virtuelle Voxhaus-Gedenktafel:
http://www.voxhaus-gedenktafel.de

Wumpus bei youtube:
https://www.youtube.com/user/MyWumpus

Zuletzt bearbeitet am 09.01.26 17:33

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09.01.26 17:11
Pentium4User 

500 und mehr Punkte

09.01.26 17:11
Pentium4User 

500 und mehr Punkte

Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Sowas ist überall sinnvoll, wo Verbrennung mit Verbindung zur Raumlauft stattfindet, also auch im Heizraum, Bad mit Gastherme, Zimmer mit Ofen usw.

Es gibt wegen unsachgemäßer Benutzung (meist Naivität) öfter mal Unfälle.

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