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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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1V2-Projekt mit Stabelektroden/Subminiatur-Röhren
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03.01.23 16:03
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

03.01.23 16:03
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: 1V2-Projekt mit Stabelektroden/Subminiatur-Röhren

Hallo,
die Ankopplung der HF-Stufe ans Audion mittels HF-Drossel brachte zu wenig Signal,
das NF-Rauschen lag kaum über dem HF-Eingangs-Grundrauschen.
Dazu kam es zu Schwingungen im Bereich der Eigenresonanz der Drossel.

Erheblich besere Ergebnisse mit Resonanzreis. Ein Dämpfungswiderstand verbreitert dessen
Durchlaßkurve (Gleichlauf !) und verringert die Gefahr der Selbsterregung der HF-Vorstufe :

Rückkopplung jetzt prinzipell wie im VE301w, die Audion-Stufe arbeitet so immer mit gleicher und "hoher"
NF-Verstärkung.
Eingangs und Rückkopplungsspule NF-mäßig auf Masse, Abschirmung nicht unbedingt erforderlich.
Die würde vermutlich auch den Einstellbereich des Eingangskreises zu weit einengen (Parallelkapazität).

Der Teil des Doppel-Drehkos mit der höheren End-Kapazität findet deshalb hier Verwendung, der
kleinere (ehem. Oszillator eines Supers) im Anodenkreis der HF-Röhre.
Die Spule hier eine passend abgewickelte ZF-Spule.
Mit der gewonnenen HF-Litze ist ein längerer 200mm- Stab über 3/4 seiner Länge bewickelt.

Rückkopplungsspule an das "kalte" Stabende, bezogen auf die Kreiswicklung. Gegensinnig zur Kreiswicklung
gewickelt, die ist fast über den ganzen Stab gewickelt, in Stabmitte mit größerem Abstand, um möglichst
viele Windungen unterzubringen.


Das ergab sich aus diversen Infos hier:
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...&thread=597

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 03.01.23 21:42

Datei-Anhänge
MW-Audion-Ferritstab_4x6418-Audion.jpg MW-Audion-Ferritstab_4x6418-Audion.jpg (43x)

Mime-Type: image/jpeg, 28 kB

4x6418-1v2-Audion_2023-01-03.JPG 4x6418-1v2-Audion_2023-01-03.JPG (39x)

Mime-Type: image/jpeg, 71 kB

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02.02.24 17:27
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

02.02.24 17:27
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

0v1-2SH27L-Steckspulenempfänger

Hallo,
weitere Versuche werden nun mit dem bewährten 0v1 durchgeführt.
Da lagen nämlich noch 2 Stück Patronenfassungen rum, steckten in einem VE-Chassis.
(kein Notempfänger, sondern Bastelobjekt eines Funkamateurs.)
Warum also nicht nach der Art von "Hertwecks Nordpolkiste" (Funkschau 1928/Heft40) einen robusten
Empfänger zusammenzimmern, im Holzgehäuse und wasserdicht aufschraubbarem Deckel,
der dann gleichzeitig Kopfhörer und anderes Zubehör beherbergt ?

Sockel für die Fassung stammen aus einer "Fehlbestellung" günstiger Röhren vor vielen Jahren,
da war festzustellen:
Es gab mindenstens 3 ähnliche Fassungen:
Eine "kleine" für die bekannte RV12P2000 etc.
Eine "mittlere" für die RV2P800
Eine "große" für die RL2P3 und RV12P4000

So bin ich nun seit gestern stolzer Besitzer von 3 Stück RL2P3 in Glasausführung, die in ihren
elektrischen Daten völlig mit der russischen 2SH27L übereinstimmen.
Wer hätte das gedacht?



Mit den abgesägten Alu-Bechern der 2SH27L lassen sich gut Schutzhüllen für die Oktal-Sockel
basteln, auf denen sich z.B. kleine RM-Topfkern- Spulensätze montieren lassen.

Erste Versuche zeigten, dass die 2SH27L in Tetroden-Schaltung schon mit 24Volt Anodenspannung
gute Ergebnisse liefert.

Die Stab[elektroden]röhre 1SH24b zegte im Vergleich keine Rückkopplung
mehr.
Im Batteriekasten ist Platz für 4 Stk. 9V-Blocks, Anodenspannung also 36Volt.
2,2 Volt /57 mA Heizspannung hat die 2SH27L, mit 2 Mono-Zellen bleibt noch Luft für einen
Vorschaltwiderstand.

Anm.:
Offenbar kann ohne Alu-Becher (und Glaskolbenbeschichtung ???) bei der 2SH27L Sekundär-Emission von
der Glaswand auftreten, was zu Frequenz-Verwerfung führen kann.
Der Glaskolben der Audion-Röhre wird jetzt mit einem leitenden Belag versehen, wie das bei den älteren
Quetschfuß-Röhren der Fall war.

"Röhrensockelspulen"
Vom 2-fach Drehko wurde ein Segment für Kurzwelle in der Kapazität durch Entfernen von Platten
reduziert, dieser Teil ist permanent angeschlossen.
Mittelwelle dann mit zuschaltbarem 2. Drehko (Pin 1 der Fassung)
Das ergibt sich aus den vorhandenen Sockeln defekter Röhren:
Bei der 6L6 und 2 defekten 6AX7 sind meist die Stifte 1 und 6 nicht vorhanden, manchmal fehlt auch nur
Pin 6.
In diesen Sockel kommt der Topfkern für MW rein, für KW stehen dann 6 Anschlüsse zur Verfügung.

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 08.02.24 21:50

Datei-Anhänge
2x2SH27L-0v1-Audion_2024-02-02.JPG 2x2SH27L-0v1-Audion_2024-02-02.JPG (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 150 kB

02.02.24 18:18
AndreAdrian 

WGF-Nutzer Stufe 2

02.02.24 18:18
AndreAdrian 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: 1V2-Projekt mit Stabelektroden/Subminiatur-Röhren

Zitieren:
Die Stab[elektroden]röhre 1SH24b zegte im Vergleich keine Rückkopplung mehr.
Die 1Sh24 ist die einzige Röhre der 1960er Jahre, bei der im Datenblatt ein Diagramm mit positiver Gitterspannung von 1V enthalten ist. Bei 13mA Heizstrom haben die Entwickler wohl Kompromisse machen müssen. Ich arbeite gerne mit der 1Sh18. Der Heizstrom ist 60mA. Meine Erfahrung: bei direkt geheizten Röhren ist der Heizstrom, genauer die Heizleistung, ein guter Anhaltspunkt für die Eigenschaften bei niedrigen Anodenspannungen von 18V bis 36V. Die 1Sh18 hat nur 4 Drähte nach unten und einen Draht nach oben. Eine sehr übersichtliche Pentode.

DL1ADR

Zuletzt bearbeitet am 02.02.24 18:19

02.02.24 19:47
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

02.02.24 19:47
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

0v1-2SH27L-Steckspulenempfänger

Hallo,

Bei diesen Stab[elektroden]röhren gibt es keine Gitterwindungen und kein Gitter im herkömmlichen
Sinne, welches sich aufladen könnte oder das Elektronen aufnehmen könnte.
Genauso ist der Strom zum 2 System extrem klein, dass bedeutet eine bessere Ausnutzung
der Kathode und günstige Rauscheigenschaften im HF-Bereich, da die Stromverteilung
günstiger ist.

Im "Radio-Magazin" 1960 (Russland) steht (google-Übersetzung)
"

Zitieren:
Die Hauptanforderung für diese Lampen bei Verwendung in den Eingangsstufen von Empfangsgeräten ist das
minimale Eigenrauschen.
Ein solcher Geräuschpegel der Funkröhren mit Empfangsverstärkungsstab wird normalerweise beobachtet,
wenn die Lampen im Modus arbeiten:
Ea= 60 V, Eg2= 35-45 V und Eg1- = -0,5 -:- 0 V.
Um die Schaltung zu vereinfachen, wird normalerweise keine Vorspannung an die Lampen der UHF-Kaskaden
mit einem schwachen Signal angelegt (siehe 1). In diesem Fall ist die Verwendung von SH17B-Lampen im
Modus mit minimalem Rauschen aufgrund des relativ großen Stroms (etwa 2 mA) im Hochspannungskreis nachteilig.
Daher ist es bei Frequenzen bis zu 50-70 MHz zweckmäßiger, 1SH18B- oder 1SH24B-Lampen am Empfängereingang zu
verwenden.
Diese Lampen bei Eg1 = 0 und Eg 2 = 40 V verbrauchen einen Strom von etwa 0,75 mA durch die Anodensiebschaltung.

Leider existiert die vor einigen Jahren gefundene Seite wohl nicht mehr, wo der Text übersetzt werden konnte.
Eben nur als Bild-Datei gefunden:
h t t p s://archive.radio.ru/web/1960/10/053/

Die 1SH24b und andere wurden vor vielen Jahren beim Pollin angeboten, Preis im Pfennig-Bereich,
niemand wusste so recht, wie die Dinger einzuschätzen waren.

Heute ist vieles klarer, Spezialröhren für "Sonderanwendungen" (Militär), im zivilen Bereich nicht
verwendet.

Garantierte Lebensdauer der 1SH24b: 5000 Stunden, das ist schon eine Hausnummer für eine
Batterieröhre.
Den "25mA Stromspar-Röhren" (DF96 usw..) wird mitunter eine geringe Lebensdauer bescheinigt.

Es war auch eine Type mit einer besonderen Vibrationsfestigkeit und einer Lebensdauer von 1h
zu finden, da mag man gar nicht daran denken, wo die eingebaut war...

Auf einigen Russischen Seiten findet man den Grund angedeutet:
Transistoren für Haushalts-"Spielgeräte", diese Röhren "schützen das Vaterland".

Wie auch immer:
Wenn der 2SH27 0V1 fertig ist, bastel ich noch eine "Stromspar-Version" mit der 1SH24b, Patronenfassungen
"klein" für die P2000 liegen bereit, ebenso einige Sockel defekter/unbrauchbarer Röhren.

Die genannte Quelle schreibt:
Zitieren:
"Der tatsächliche Empfindlichkeitsgewinn, der in der Empfangsvorrichtung aufgrund der Verwendung von Stablampen
am Eingang anstelle von Gitterlampen (wie z. B. 2Zh27P) erzielt wird, wird bei einer Frequenz von 50 MHz auf 30 bis 40%
geschätzt.
Mit zunehmender Frequenz steigt diese Verstärkung aufgrund eines niedrigeren Eigenrauschpegels und eines höheren
Werts der Eingangsimpedanzen von Stabrohren bei hohen Frequenzen."

Da ich aber meistens nur bis zum 9MHz-Rundfunkbereich Spulen wickle, wird wohl kein Unterschied im Rauschen
merklich sein, in der hiesigen Rauschglocke sowieso nicht.


Übrigens habe ich die Röhren beider Typen schon mal selektiert:
Audion, (wenig Klingneigung) NF (mäßige Klingneigung) End (hohe Klingneigung).
Die Unterschiede sind groß, im Gegensatz zu der Gleichförmigkeit der "westlichen" Subminiaturröhren
wie 6088 oder DL 651
Es passiert sonst leicht, dass das System NF-mäßig an zu schwingen fängt, wenn ein nachfolgender NF-Verstärker
mit Lautsprecher nachgeschaltet wird und akustisch auf die Röhre koppelt.

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 05.02.24 09:53

03.02.24 19:20
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

03.02.24 19:20
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

0v1-2SH27L-Steckspulenempfänger

Hallo,
Die Schaltung des 0V1 ist Standard, die Meißner-Rückkopplung arbeitet gut von VLF
bis KW und die Heizfäden führen kein HF-Potential.

Dieser kleine ov1 enspricht im wesentlichen dem Empfänger aus meinem Buch von Karl Schultheiß:
"Der Kurzwellen-Amateur", 1954.
Mit auswechslelbaren Spulen gelangt man zum Bandempfänger, für Kurzwelle wurde ein Drehko
von 60pF verwendet, parallel dazu ein 25pF-Drehko zur genauen Einstellung der Empfangsfrequenz.

Für die Kopfhörer-Endstufe heute einige Tests mit 2 vorhandenen Print-Trafos durchgeführt:

Die Spannungen im Diagramm wurden an der Anode gemessen.

Der 220V-Printtrafo geht wegen seiner geringeren Induktivität bei den Tiefen in die Knie, der
440V-Trafo ist hier etwas besser.
Er schneidet außerdem die Höhen besser ab, was mit einem zusätzlichzuschaltbaren 2,2nF-
Kondensator noch verstärkt werden kann.
Störende Inteferenz-Überlagerung (9kHz) wird so wirksam vermindert.

Schließt man einen hochohmigen "alten" Hörer von 4000 Ohm (2000+2000Ohm) an die Anode
an, wird der Übertrager gedämpft, die Übertragung wird breiter.
Sekundär an den Trafo angeschlossen, arbeitet die 2SH27L praktisch im Leerlauf mit dem resonanten
Übertrager und der Sprachbereich wird hervorgehoben.

Die Tetroden-Schaltung (g3 an Anode) bringt geringfügig höhere Leistung als Pentodenschaltung,
in Triodenschaltung (a+g3+g2) ibringt bessere Tiefen, die Verstärkung sinkt aber auf die Hälfte ab.

Die Versuche wurden mit diesem Aufbau gemacht, "radio caroline" war leise mit etwa gleicher Lautstärke
in beiden Kopfhörern zu empfangen.
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...mp;thread=154#7
Da kommt dann noch die Verstärkung der Audion-Röhre hinzu, sollte auch mit kleinerem Rahmen
dann auf MW noch gutes Signal machen.

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 13.02.24 18:10

Datei-Anhänge
2x2SH27L-0v1-Audion_Vorentwurf-Tests_2024-02-03.jpg 2x2SH27L-0v1-Audion_Vorentwurf-Tests_2024-02-03.jpg (5x)

Mime-Type: image/jpeg, 163 kB

05.02.24 09:50
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

05.02.24 09:50
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

0v1-2SH27L-Steckspulenempfänger: Steckspulen

Hallo,
Ähnlich wie beim Detektor lebt das Audion von der Güte der Spulen.
Die vorhandenen Schalenkerne für den MW-Bereich sind dem Empfänger auf der 1. Beitragsseite vorbehalten,
aber auch mit den Völkner-50mm Ferritstäben ließen sich recht hohe Kreisgüten erzielen.

Die Kreuzwickelspulen aus einem ZF-Teil passten zwar in der Frequenz, schnitten aber schlechter ab und lieferten
so die HF-Litze.


Das LC-Verhältnis geht ebenfalls stark in die Kreisgüte ein, die Plattenzahl des permanent angeschlossenen
Drehkos wurde auf 3 verringert, die Parallelkapazität beträgt etwa 40 pF.

Durch Versuch ergaben sich 3 überlappende Bereiche für die MW-Steckspulen:

140 Wdg.: 485 - 860 kHz
90 Wdg.: 837 - 1428 kHz
60 Wdg.: 1135- 2000 kHz

Zum Vergöeich werden aber noch "rote" Amidon- Eisenpulver-Ringkerne bestellt, die gibt es beim Reichelt
samt Datenblatt. Einige Infos sind hier schon zusammengekommen, Resonanzreise habe ich mit Ringkernen
noch nicht aufgebaut.
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...&thread=134

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 05.02.24 09:56

Datei-Anhänge
MW-Spulenversuche-Stabkern 50mm.jpg MW-Spulenversuche-Stabkern 50mm.jpg (6x)

Mime-Type: image/jpeg, 64 kB

05.02.24 10:24
AndreAdrian 

WGF-Nutzer Stufe 2

05.02.24 10:24
AndreAdrian 

WGF-Nutzer Stufe 2

Re: 1V2-Projekt mit Stabelektroden/Subminiatur-Röhren

Für Mittelwelle ist Eisenpulver-Material 2 prima geeignet. Viel Erfolg damit.



Mein Micrometals (Amidon) Material 2 Stab aus Ringkernen. Der war bewickelt wie ein Ferritstab.

DL1ADR

Zuletzt bearbeitet am 05.02.24 11:29

Datei-Anhänge
Amidon-Material_2_Stab.jpg Amidon-Material_2_Stab.jpg (4x)

Mime-Type: image/jpeg, 188 kB

06.02.24 00:13
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

06.02.24 00:13
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: 1V2-Projekt mit Stabelektroden/Subminiatur-Röhren

Hallo,
Mittlerweile denke ich, dass die Skepsis gegenüber Ringkernen als Resonanzkreis nicht
gerechtfertigt war.
Hier ein Artikel, der mir sehr gefällt, ein 0v1 mit EF80:
h t t p s://www.darc.de/fileadmin/filemounts/distrikte/l/ortsverbaende/15/Nostalgieprojekt_Audion.pdf
(Auf den Kern wird leider nicht eingegangen, aber erwähnt, dass die kleinen SMD-Festinduktiven unbrauchbar sind
wg. schlechter Güte)


Ausgesucht habe ich mir den Kern T106-2 für Mittelwelle, weil man da mit weniger Windungen
auskommt als bei kleinerem Kern.
Passt noch auf die Oktalsockel, dafür heute einige alte 6AG7 entsockelt.
Für den unteren und mittleren KW-Bereich habe ich mir den T80-6 ausgesucht.
Bei 10 MHz ist bei mir sowieso das Ende beim Audion erreicht.

----
Eine 1,6 m Ringkern-Stabantenne mit T400-2 Kernen.
Warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen...

Gruß
Jens


Zuletzt bearbeitet am 06.02.24 16:41

09.02.24 22:13
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

09.02.24 22:13
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

0v1-2SH27L-Steckspulenempfänger: Tests, Diverse Aufnahmen

Hallo,
Ein erster Test des Audions mit Luftspule, sie ist nur probeweise aufgebaut, und später einen
Vergleich zum Ringkern zu haben.
Da keine Feineinstellung vorhanden ist, wird der Empfangsbereich gespreizt, sonst ist eine Bedienung
erschwert, wie man auf zahlreichen Youtube-Videos sehen kann.

Bei Kurzwelle soll die Rückkopplungs-Spule fest gekoppelt sein, die Wicklung ist bifilar zwischen
die Kreisspulen-Wicklung gelegt.
Eine professonell gemachte Spule hier:
h t t p s://www.b-kainka.de/roehren/kurzwelle2sh27.htm
Diese hier ist einfach aus 1,5mm² Installationsdraht auf Papprohr gewickelt.

Ergebnisse des Testaufbaus:
Steckspule "49m/48m" (Das klassische 49m-Band ist wieder sehr lebendig)
-Mit Parallel-C von etwa 200 pF und 100pF-"3-Platten-Drehko" an Spulenanzapfung wird der
Bereich von 5,5 MHz bis 6,35 MHz erfasst, der Radio-Drehko macht dabei 1,5 Umdrehungen.
Empfang mit Behelfs-Antenne:
- Mit 3 Meter Behelfsantenne aus dem Fenster und gutem Gegengewicht sind Tagsüber einige Sender
zu hören. Ausnahme ein Zeitffenster von etwa 2 h. Hier leise das von der Antenne aufgenommene
Rauschen. (Hörer: 250-Ohm dynamischer Kopfhörer, Beyer)
- Trennschärfe auch abends sehr gut, lediglich ein sehr starker KW-Sender war auf den direkten Nachbar-
Kanälen leise zu hören.
Anschluß Antenne
Beim dierekten Anschluß der Antenne an Anzapfung der Kreisspule war teilweise sehr leise ein nicht
vorhandener "Geister-Sender" zu hören.
Deshalb Induktive-Ankopplung mit getrennte, Masse-Anschluß (Pin 6).
Hier wird "Erde" /Gegengewicht angeschlossen, so dass kein Antennen-HF-Strom den Weg über den
Gitterkreis nehmen kann.
Einstellwerte 2SH27L:
- Die Anodenspannung liegt optimal bei etwa 20 Volt, g2-Spannung um 10 Volt.
Die g2-Spannung wurde durch Windungszahl der Rückkoppelspule bei dieser Antenne eingestellt.
Anodenwiderstand 100 kOhm.
Gitterspannung
Größte Lautstärke mit 2,2 MOhm Rg und leicht positiver Vorspannung bezogen auf negatives
Faden-Ende. Wird durch Spannungsteiler 2x 4M7 gemacht.
Heizfaden-Spannung:
Derzeit 2,2 Volt mit 260 Ohm gemeinsamem Vorwiderstand, 130 mA Heizstrom.
Die Spannung steigt auf 2,5 Volt beim Ziehen einer Röhre. (Kurve "blau")
Das liegt noch etwas überm Grenzwert, deshalb bekommt jede Röhre noch einen Vorwiderstand
verpasst und auf 2,1 Volt Heizspannung eingestellt.
statische Aufladung Glaskolben
Anstelle den Kolben jeder Röhre abzuschirmen, wurde in der Audion-Fassung eine Alu-Hülse
(Kopfteil der RL2P3, im Bild links zu sehen) angefertigt, die "Fingermäßig" den Kolben außen umgreift
und so auf Masse legt.

Fazit:
Einmahl mehr überrascht der einfache 0v1. Und die Leistung der 2SH27L bei lediglich 36 Volt.
Neben der Baugröße der Lutspule ist aber deren Handempfindlichkeit ein Nachteil.
----
Nachtrag Tonaufnahmen-
Heute mal zwei Aufnahmen gemacht.
Die erste[1] zeigt das eingestellte Audion kurz vor dem Schwingungseinsatz. Am Ende der Aufnahme
wird die Frequenz geringfügig verstellt und wieder zurück, der Ton wird dumpfer und klingt "hohl".
Das zeigt an, dass die Bandbreite schmal ist.

Hört man genau hin, ist zu merken, dass schon Synchronisation mit dem Träger stattfindet, bei
Zeit 0:05 fällt der Empfänger aus der Synchronisation und fängt wieder bei 0:07

Die zweite Aufnahme zeigt meine Vorgehensweise beim Auffiden eines Senders, dem sogenannten "Einpfeifen".
Dabei wird zur Sendersuche die Rückkopplung zunächst über den Schwingungseinsatz hinaus eingestellt "überzogen".
[Zeit: 0:02]
Auch schwache Sender, die schon im Rauschen untergehen, zeigen sich durch Überlagerungspfeifen.
Hier ein etwas stärkerer mit deutlichem Pfeifton.
[Zeit 0:03]
Dann wird die Rückkopplung zurückgenommen,
[Zeit 0:05]
und durch leichtes Verstellen der Empfangsfrequenz der Punkt größter Empfindlichkeit gefunden, wo
Schwingen leicht außerhalb der Mittenfrequenz gerade noch nicht auftritt.
[0:07 -0:09]

Es ist deshalb notwendig, Abstimm- und Rückkopplungsknopf so anzuordnen, dass beidhändig beide
Einstellungen gleichzeitg vorgenommen werden können.

Antennenkopplung:
Soll so lose wie möglich sein, die Aufnahmen um etwa 19:30 zeigt es, (Einstellung unverändert)
Zuerst feste Kopplung, ein starker Sender (6005 kHz) schlägt auf breiter Front durch.
Danach Antenne loser gekoppelt, jetzt sind auch leisere Sender wieder zu hören.

So wie die Dämpfung durch die Antenne, dürfte sich auch eine schlechte Spulengüte auswirken.
Mal sehen, ob eine Ringkern-Spule noch was bringt.

----
[1]
Radio HCJB, etwa 11:55, 5920 kHz, Weenermoor, 1kW, ca. 120 kM Entfernung
foF2-Grenzfrequenz höher als 10 MHz. (Steilstrahlung)
https://www.sws.bom.gov.au/HF_Systems/6/5

Gruß
Jens


-

Zuletzt bearbeitet am 11.02.24 16:01

Datei-Anhänge
Test_Luftspule_49m-Band.jpg Test_Luftspule_49m-Band.jpg (7x)

Mime-Type: image/jpeg, 250 kB

2sh24_Audion 5,9 MHz_kurz vor Schwingungseinsatz.mp3 2sh24_Audion 5,9 MHz_kurz vor Schwingungseinsatz.mp3 (7x)

Mime-Type: audio/mpeg, 89 kB

Einpfeifen_Beispiel.mp3 Einpfeifen_Beispiel.mp3 (6x)

Mime-Type: audio/mpeg, 129 kB

antennenkopplung_Vergleich.mp3 antennenkopplung_Vergleich.mp3 (8x)

Mime-Type: audio/mpeg, 249 kB

11.02.24 16:28
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

11.02.24 16:28
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

0v1-2SH27L-Steckspulenempfänger: Optimierung Rückkopplung

Hallo,
Grundsätzliches zur Rückkopplung ist hier diskutiert:
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...=580&page=1

Es sind zahlreiche Videos im Netz zu sehen, bei denen die Rückkopplung "hart" einsetzt oder sogar
"springt", das heißt sie setzt schlagartig ein und das Audion hört erst auf zu schwingen, wenn das Poti
unterhalb des Punktes zurückgedreht wird, an dem die Schwingungen eingesetzt haben.

Sind derartige Probleme beseitigt, kann noch der Arbeitsbereich des Potis durch Widerstände
gespreizt werden:


Bei diesem Audion stellt sich das so dar:
Die kleinste einstellbare Spannung beträgt 6,5 Volt , die höchste etwa 15 Volt.
Im letzten Fall ist die Anodenspannung schon unterhalb der Schirmgitterspannung.

Je nach eingesetzter Röhre und Antenne verschiebt sich der schmale Bereich um den Rückkopplungs-
Einsatz.

In der Aufnahme im Anhang ist das Audion etwas neben die Empfangsfrequenz gedreht, so dass der
Schwingungseinsatz an dem "sanft" einsetzenden Heulton zu erkennen ist.
Der entsteht durch Überlagerung der Audion-Schwingung mit dem Träger des Senders.
Diese Einstellung kann man für SSB-Empfang (Amateurfunk) benutzen, da fehlt der Träger, den erzeugt dann
das schwingende Audion macht so die Sprache verständlich.

Mit einem Oszi kann man sich die Rückkopplungs-Spannung anschauen, folgt sie in ihrer Größe
der Poti-Einstellung, ist alles in Ordnung.
Kann man sie nicht präzise steuern, liegt Handlungsbedarf vor.

Nachträge:
Die Rückkopplung ist beim 0v1 ebenfalls sehr stark von der verwendeten Antenne abhängig.
Zur Sendersuche ist das die Mittenanzapfung eines UKW-Diplols (plus Reflektor und Direktor) im Kriechboden.
Wesentlich Störungsfreier im direkten Vergleich die KW-Rahmenantenne
(https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...=386&page=4).
Die Einstellung ist aber schwieriger, da bei Resonanz der Rahmenkreis Energie entzieht und bei zu fester
Kopplung der "Bandfilter-Doppelhöcker"-Effekt auftritt.

Daher mit externem Drehko angekoppelt, sehr gute Lautstärke, wesentlich besser als mit Poti.
Er wird so eingestellt, dass die Rückkopplung noch nicht abreißt.
Für die Drahtantenne wurde etwa 1,5 Wdg Antennenwicklung und 300 pF ermittelt, für den
Rahmen 0,5 Wdg mit 100 pF. (Kreiswicklung : 9 Wdg).

Der 0v1 ist an kurzer Antenne mit gutem Gegengewicht an gutem Standort erstaunlich laut, auch ohne
Signal das von der Antenne empfangene Hintergrundrauschen deutlich hörbar.

Bei der Aufnahme im Anhang wurde von 5920 bis 6160 kHz durchgekurbelt, am Anfang schwächere Sender
wie HCJB auf 5920 kHz,(in Twente S5 bis S7), am Ende die starken (S9 bis S9+10)
----
Hier eine sehr gut funktionierende Rückkopplung, man sieht auch die etwas Problematische Einstellung
auf den gewünschten Sender, wenn der überstrichene Kurzwellenbereich zu groß ist ud kein
Feintrieb vorhanden ist.
https://www.youtube.com/watch?v=7HwHsee7EtI
Schaltung:
https://df8zr.darc.de/2sh27p-audion.pdf
Hier das Einsetzen einer akustischen Rückkopplung bei der 1T4 (5:05), davor wurde die 2SH24L benutzt
https://www.youtube.com/watch?v=j8eipgzJOOQ

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 15.02.24 16:22

Datei-Anhänge
weiche Rückkopplung-Beispiel.mp3 weiche Rückkopplung-Beispiel.mp3 (9x)

Mime-Type: audio/mpeg, 103 kB

Rückkopplung-Spreizung--Antennenkopplung.jpg Rückkopplung-Spreizung--Antennenkopplung.jpg (2x)

Mime-Type: image/jpeg, 53 kB

49m_mit 0v1-Audion_2024-02-14-1030UTC.mp3 49m_mit 0v1-Audion_2024-02-14-1030UTC.mp3 (4x)

Mime-Type: audio/mpeg, 753 kB

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