Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben
Zitieren:Im niederländischen Forum, Wolfgang weiß bescheid, wurde darauf hingewiesen, das Autobatterien nur für kurze Augenblicke hohe Leistung bieten müssen, man sollte daher einen anderen Typ Batterie verwenden. Diese wären auch preiswerter. https://www.transistorforum.nl/forum/index.php?id=91054
Es stimmt, die von mir verwendete Autobatterie ist nicht optimal für die Notstromversorgung. Ich schrieb schon, diese wurde angeschafft, mit Hinblick auf eine Verwendung als Ersatz für die Mover-Batterie in meinem Wohnwagen. Kostete mich 115€ incl. Lieferung am Haus !
Als Einsteiger in die Materie will ich eigene Erfahrungen sammeln. So zum Beispiel, was verbraucht meine Heizung an elektrischer Energie pro 24 Stunden im Winter? Das bestimmt die Größe des Stromspeichers, mit der Vorgabe: Drei Tage nach Stromausfall soll die noch weiterlaufen.... Weiterhin wird mir jetzt klar, Sonnenkollektoren kommen nicht in Frage. Die könnten selbst noch eine viel längere Zeit überbrücken. Leider ist der Ertrag in den Wintermonaten nicht ausreichend. Und viele davon will und kann ich nicht installieren.
Hier im WGF und auch im NL-Forum, wurden andere Typen als Stromspeicher genannt. Die sind besser, nicht preiswerter. Jedoch bin ich bereit, einen höheren Anschaffungspreis zu zahlen, Hauptsache es erfüllt meine (abgespeckten) Wünsche, wenn's wirklich mal ernst wird....
Schön wäre die Installation direkt neben der Heizung, bei mir auf dem Dachboden. Da wird es in den Sommermonaten aber sehr heiß, über 40°! Nun habe ich gelesen, dass die Lithiumtypen hohe Temperaturen nicht mögen. Explosionsgefahr! Geballte Ladung! Feuer ist nicht so einfach löschbar! Also LiFePo fällt aus diesem Grund weg, obwohl die Eigenschaften sehr gut aussehen.
Mal sehen, was es an speziellen Bleiakkus für Notstromzwecke so gibt?
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Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben
Hallo zusammen,
@Jan und Walter,
hier antwortet ein Heizungsbauer Gleich vorweg; meine Fußnägel bleiben flach. Das Vorgetragene ist überwiegend korrekt. Ich möchte trotzdem einen kleinen Irrtum berichtigen. Meine Ausführungen hier beziehen sich ausschließlich auf Gas-Brennwertkessel neuerer Generation. Grundsätzlich ist es so, dass die Geräte auf äußerste Effizienz getrimmt sind. Es ist deshalb kaum möglich, beim Betrieb noch weitere signifikante "elektrische" Einsparungen zu erreichen, wenn die Heizungssteuerung vernünftig programmiert wurde. Die Heizungsumwälzpumpe läuft bei niedrigen Außentemperaturen praktisch im Dauerbetrieb, wenn auch meist mit niedriger Drehzahl. Eine Erhöhung der Vorlauftemperatur würde nichts ändern. Auch wenn die gewünschte Raumtemperatur dadurch schneller erreicht wäre, läuft die Pumpe trotzdem weiter. Der Heizungsregler braucht die Information über die im Heizkreis herrschende Wassertemperatur. Das Delta T von Vor- und Rücklauftemperatur wird permanent, auch aus Sicherheitsgründen, auf Plausibilität geprüft. Das funktioniert nur, wenn das Heizungswasser strömt. Ein Ausfall der Pumpe oder eines Sensors würde sofort eine Fehlermeldung auslösen, u. U. auch eine Abschaltung. Eine zeitgemäße Heizungssteuerung bezieht ihre Informationen aus Außen-, Innen- und Heizwassertemperatur. Ein erhöhter Strombedarf stellt sich beim Kaltstart der Anlage ein. Ist die Solltemperatur erreicht, geht er zurück und pendelt sich auf niedrigem Niveau ein.
Ein gewisses Einsparungspotential ergäbe sich auch durch eine angepasste Betriebsweise der Trinkwasser-Zirkulationspumpe. Hier empfiehlt sich der intermittierende oder zeitgesteuerte Betrieb. Der Wärmeverlust über die abstrahlenden Leitungen bei Dauerbetrieb kann erhebliche Ausmaße annehmen. Beim Zurückfahren der Zirkulation sollte man allerdings auch hygienische Aspekte berücksichtigen.
Für ältere Anlagen zu empfehlen wäre ein Austausch der relevanten Pumpen älteren Typs durch moderne Typen.
Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben
Hallo zusammen,
bei allen Überlegungen zur elektrischen Versorgung der Gasheizung bei Stromausfall sollte man auch bedenken, dass es je nach Ausdehnung des Stromausfalls und technischer Ausrüstung der Gasversorgung bei Stromausfall gar kein Gas gibt. Einerseits wird das Gas durch elektrische Pumpen durch die Pipelines gepumpt, andererseits braucht die Steuerung der lokalen Gasversorgung Strom, und bei Ausfall werden die Ventile aus Sicherheitsgründen geschlossen, sofern sie elektrisch bedient werden, was heute wohl der Normalfall ist. Somit dürfte ein Notstrom-Aggregat oder ein Heizkessel, der auch mit festen Brennstoffen (Holz, Holzkohle, usw) geheizt werden kann, sinnvoller sein.
Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben
Hallo zusammen,
tut mir leid, aber ich kann es einfach nicht lassen. Hier mein Lösungsvorschlag. Die neuen Minireaktoren auf Plutoniumbasis – 25 Kilowatt Dauerleistung, bis zu 30 Jahre lang für abgelegene Häuser oder für die Selbstversorgung:
Vorsicht Satire! Das 43 Sekunden lange Video habe ich in ein paar Stunden erstellt. Wie gesagt, ich kann es einfach nicht lassen. Diese Minireaktoren gibt es natürlich nicht zu kaufen.
Es gab tatsächlich radioaktive Batterien (oft als "RTGs" – Radioisotope Thermoelectric Generators – bezeichnet), die auf Plutonium-238 basieren und in der Sowjetunion (und später Russland) für ferne Leuchttürme, Navigationshilfen und andere abgelegene Anwendungen eingesetzt wurden. Diese Systeme wurden vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren entwickelt, um Strom in Regionen zu erzeugen, wo herkömmliche Energiequellen wie Solarpaneele oder Dieselgeneratoren unzuverlässig oder zu teuer waren – z. B. in der Arktis, auf dem Pazifik oder in Sibirien.
Leistung der Plutoniumbatterien: Die Leistung variierte je nach Modell und Einsatz. Hier die wichtigsten Varianten, die für Leuchttürme verwendet wurden (basierend auf deklassifizierten sowjetischen Dokumenten und IAEA-Berichten):
Beta-M RTG (häufigstes Modell für Leuchttürme): Thermische Leistung: Ca. 500–1.000 Watt (Wärme aus dem Plutonium-Zerfall). Elektrische Leistung: 10–30 Watt (typisch 20 W kontinuierlich). Das reichte aus, um ein Leuchtfeuer (z. B. eine Lampe mit 1.000 Candela) und Funk-Sender zu betreiben. Gewicht und Größe: Ca. 30–50 kg, zylindrisch (ca. 1 Meter hoch, 20 cm Durchmesser). Enthielt 0,1–0,5 kg Pu-238. Betriebsdauer: Bis zu 15–20 Jahre, danach nahm die Leistung ab (aufgrund des Zerfalls).
Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben
Hallo Volker, witzig, ja die Dinger gab/gibt? es noch. Lese gerade das Buch "Der Marsianer", Astronaut der auf dem Mars zurückgeblieben ist und versucht zu überleben. Der verwendet so ein Plutoniumteil um nicht zu erfrieren. Viele Grüße Sven
Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben
Hallo Sven,
Das Buch habe ich auch, das ist sehr gut! 500 Seiten...
Aber auch der Film ist gut.
Viele Grüße, Axel
......................................................................................................................... . Da will man endlich mal in Ruhe die Werkstatt aufräumen und was passiert? ...Man hat keine Lust.
Re: Aus gegebenem Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben
Hallo zusammen,
„Der Marsianer“ ist mein Lieblingsfilm. Immer eine Lösung finden, ein Problem nach dem anderen angehen und niemals aufgeben – das passt ziemlich gut zu mir. Manchmal übertreibe ich das allerdings ein bisschen. Schließlich lebe ich ja nicht allein auf dem Mars, sondern nur draußen auf dem Land in Schweden. 😉