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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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VE301W brummt sofort nach dem Einschalten
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15.05.07 21:34
Volker 

WGF-Premiumnutzer

15.05.07 21:34
Volker 

WGF-Premiumnutzer

VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo zusammen,

Ich bin gerade dabei einen Volksempfänger VE301W zum Laufen zu bringen. Das Ding spielt zwar, allerdings brummt es, und zwar sofort nach dem Einschalten des Gerätes. Man muss nicht warten, bis die Röhren warm werden. Kann man eine laute Station empfangen, wir das Netzbrummen überdeckt. Ich habe alle passiven Bauteile außer den Übertragern überprüft und keine Fehler gefunden. Die Gleichrichterröhre ist noch Original. Meine Messung hat ergeben, dass zu Reperaturzwecken keine Halbleiderdiode eingebaut wurde. Alle Kondensatoren haben die vorgeschriebene Kapazität. Was mich stutzig macht, ist, dass der Empfänger unmittalbar nach dem Einschalten schon brummt. Bin für jede Hilfestellung dankbar.

Ehrlich gesast kapiere ich auch die Schaltung des Netzteils nicht ganz richtig. Nach meinen Überlegungen muss da ordentlich Wechselspannung über den 2 und 4 uF-Kondensator sein. Meine Oszilloskop zeigt auch mehere Zig Volt Wechselspannungsanteil.

Dann soll der VE301W einen Entbrummer zum Abgleichen haben. Bei mir ist es aber nur ein Drahtwiderstand mit Mittelanzapfung. Ist das Brummen beim Empfang schwacher Sender vielleicht normal?

Viele Grüße
Volker

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15.05.07 22:33
roehrenfreak

nicht registriert

15.05.07 22:33
roehrenfreak

nicht registriert

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo Volker,

willkommen im Forum begeisterter Radiofreaks - sag ich halt mal so. Dein Brummproblem kann verschiedene Ursachen haben.
a) Die RGN354 kann einen Feinschluß zwischen Kathode und Anode aufweisen
oder
b) die beiden Siebkapazitäten sind defekt auch wenn ein Messgerät etwas anderes anzeigt!. Hohe Leckströme bei hoher Betriebsspannung werden nicht unbedingt von allen C-Messgeräten erfasst bzw. erkannt. Daher: Versuch macht klug - probehalber die C´s tauschen.

Der Entbrummer wurde im Laufe der Produktion wegen Materialengpaß durch eine Festgrösse ersetzt.

Es geht spannend weiter - bleiben Sie dran!
Jürgen rf

16.05.07 14:01
wumpus 

Administrator

16.05.07 14:01
wumpus 

Administrator

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo,
die Endröhre RES164 ist direktgeheizt und somit schnell nach dem Einschalten da. Das gilt auch für Gleichrichterröhre RGN354. Ist der Sieb- oder Ladekondensator taub, merkt man das schnell nach dem Einschalten.

Ich würde mal die RGN354 herausziehen und dann einschalten und beobachten was sich brumm-mäßig tut. Auch die RES164 kann mal rausgenommen werden.

MFG Rainer

Möge die Welle mit uns sein.

17.05.07 11:18
Volker 

WGF-Premiumnutzer

17.05.07 11:18
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo zusammen,

zieht man die Audionröhre, brummt es unverändert. Das gleiche gilt, wenn man für den Heizstrom Gleichspannung verwendet. Den Entbrummer habe ich auch durchgemessen. Genau 100 Ohm. Der Abgriff liegt elektrisch in der Mitte. Es brummt auch dann, wenn am Steuergitter und am Schirmgitter der NF-Röhre keine Bauteile angeschlossen sind. Es brummt auch dann unverändert, wenn ich den 4 uF-Kondensator auf über 200 uF erhöhe. Dem 2uF-Glättungskondensator habe ich durch 4,7uF ersetzt. Fast habe ich den Verdacht, die Endröhre selbst hat einen Defekt. Mit dem Ohmmeter konnte ich jedenfalls keinen Fehler finden. Probeweise habe ich die Gleichrichter-Röhre duchr eine Halbleiter-Diode ersetzt, was keinen Effekt hatte.

Ansonsten habe ich alle Kondensatoren, die sich in diesem großen Blechkasten befinden, ersetzt. Der Aufbau erscheint mir sonst im Originalzustand.



Ich meine, das Problem muss irgndwo in der NF-Endstufe liegen. Leider habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten, um zu beurteilen, was an Brumm bei dem VE301W normal ist. In den Abendstunden bekomme ich viele laute Stationen, die den Brumm übertönen.

Nachtrag: Während der Fehlersuche sind mir unregelmäßige Knackgeräusche aufgefallen. Dann war das Gerät auf einmal taub und der 3000 Ohm Widerstand fing an zu rauchen. Ursache war ein Defekt in dem 4 uF Siebkondensator, der einen Parallelwiderstand von 300 Ohm bekam. Diesen 4 uF Kondensator habe ich duch einen 16 uF Elko ersetzt. Der 3000 Ohm Widerstand hat nur noch 2500, was keinen Einfluss haben dürfte. Ich möchte für nachfolgende Generationen möglichst viele Bauteile im Original belassen. Deshalb lasse ich defekte Original-Bauteile im Gerät, und zwar so, dass sie natürlich keine elektrische Funktion mehr erfüllen können.

viele Grüße
Volker

17.05.07 12:16
wumpus 

Administrator

17.05.07 12:16
wumpus 

Administrator

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo Volker,
es ist immer am besten, bei der Fehlersuche (kurzzeitig) ersetzte Bauteile, die nicht Fehlerursache sind, wieder zu entfernen und das ja nun als nicht fehlerhaft erkannte Bauteil wieder zu aktivieren. Sonst hat man, wie Du das ja auch selbst erkannt hast, eine erhebliche Veränderung des Originalzustandes, die immer den Sammlerwert drückt.

Ich würde also zuerst die Änderungen soweit wie möglich rückbauen. Besonders die 4 und 2 uF-Kondensatoren sollten nicht im Wert erhöht werden, weil dadurch die Spannung im Gerät steigen würde und damit für die Endröhre die Anoden- und Schirgitterspannung, aber auch die Gittervorspannung. Auch der 3000 Ohm sollte aus den gleichen Gründen wieder den Originalwert bekommen.

Das Originalbrummen eines intakten VE sollte 50cm vom Gerät gerade noch so eben wahrnehmbar sein.

Zu Deinen Ermittlungen:
Du solltest nach dem Rückbau die Spannung über den 700 Ohm messen (der erzeugt die Gittervorspannung für die RES164). Daran müssen nach dem Durchheizen der Röhren 11 Volt liegen. Und die Betriebsspannung am Siebelko gegenüber Masse sollte bei keiner angeschlossenen Antenne 210 V betragen.

Frage 1:Ist das der Fall?

Frage 2: Was passiert, wenn Du nur die Gleichricherröhre ziehst? Ist das Brummen dann weg?

Frage 3: Wass passiert, wenn Du die Endröhre ziehst, aber die beiden anderen Röhren im Gerät verbleiben?

MFG Rainer

Möge die Welle mit uns sein.

17.05.07 14:57
Volker 

WGF-Premiumnutzer

17.05.07 14:57
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo Rainer,

herzlichen Dank für deine Hilfestellung. Der Brumm ist so laut, dass man ihn im ganzen Zimmer hört.

An dem 4uF Kondensator sind derzeit 236 V mit einem Brumm von 2 Vss, vor dem "Unfall" waren es 212 Volt und da hatte er ebenso gebrummt. An der Anode der Gleichrichterröhre sind es -12 Volt mit einem Brumm von 9 Vss, was ich der Schaltung nach auch für normal halte. Die 12 Volt habe ich mit einem Multimeter gemessen und nicht mit dem Oszi. An dem 1 uF-C liegen 125 Volt an mit 200 mVss Brumm. An dem 2 MOhm für die Gitterspannung der RS164 liegen -10.5 Volt an. Den Brumm dort kann ich auch noch messen, wenn erwünscht. Am Schirmgitter liegen 88 Volt an.

Wenn man die Gleichrichterröhre zieht, ist der Brumm weg und wenn man die Endröhre RES164 zieht, ist der Brumm ebenso weg.

Statt 4 habe ich nun 16uF und statt 2uF einen etwas höheren Wert. Nun habe ich aber die passenden Werte nicht in der Bastelkiste. So ist der Stand der Dinge. Nun bin ich auf weitere Ideen sehr gespannt.

viele Grüße
Volker

17.05.07 16:17
Volker 

WGF-Premiumnutzer

17.05.07 16:17
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Nachtrag: Am Entbrummer, der nicht verstellbar ist, liegen gegen Masse gemessen 2,23 und 1,86 Volt an. Kann das der alleinige Grund sein?

viele Grüße
Volker

17.05.07 16:49
wumpus 

Administrator

17.05.07 16:49
wumpus 

Administrator

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo Volker,
nun haben wir uns so langsam an den Fehler herangetastet.

Da Du kein Röhrenprüfgerät hast, prüfen wir die Röhren jetzt indirekt in dieser Reihenfolge:

1. Du müsstest jetzt noch einen Röhrenziehtest mit der REN904 machen, während die beiden anderen Röhren eingesetzt sind. Verschwindet das Brummen, könnte diese Röhre ein Kathoden-Heizkreis-Feinschluss haben. Was passiert mit der Unsymetrie der Heizteilspannungen gegen Mitte (2,23 und 1,86 Volt ~), wenn die REN904 raus ist ?

2. RGN354 und REN904 stecken im Gerät. Was passiert mit der Unsymetrie der Heizteilspannungen gegen Mitte, wenn die RES164 rausgezogen wird?

Es könnte auch sein, dass der Entbrummer-Festwiderstand nicht mittensymetrische Ohm-Werte hat. Die Abweichung sollte nicht mehr als 10 % betragen.


MFG Rainer

Möge die Welle mit uns sein.

17.05.07 17:31
Volker 

WGF-Premiumnutzer

17.05.07 17:31
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo Rainer,

ohne REN904 brummt es genau so wie vorher. Das hatte ich schon vorher getetest. Wenn man die RES164 entfernt, habe ich 2,4 und 1,91 Volt, fast dasselbe Verhältnis.

Nun habe ich bei gezogener Endröhre mal einen Audioverstärker über 100 nF an den Steuergitteranschluss der (entfernten) Endröhre angeschlossen. Leider brummt es trotzdem ganz ordentlich, wenn man das Gerät einschaltet. Für eine weitere subjektive Beurteilung muss ich warten, bis es dunkel wird und ich ein paar Mittelwellensender empfangen kann.

viele Grüße
Volker

18.05.07 10:18
Volker 

WGF-Premiumnutzer

18.05.07 10:18
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: VE301W brummt sofort nach dem Einschalten

Hallo Rainer,

nun habe ich mal probeweise das Steuergitter der Endröhre über 100 nF mit Masse verbunden. Der Brumm war vollständig verschwunden! Da bin ich stutzig geworden. Als nächstes habe ich mal den Ohmschen Widerstand der Sekundärwicklung des NF-Übertragers gemessen. Der hat 193 kOHm. Nun vermute ich, dass das der Fehler ist. Zum Vergleich hat die Primärwicklung etwa 500 Ohm. Wahrscheinlich hat der Empfänger über die kapazitive Verkopplung der beiden Wicklungen trotzdem gespielt.

Nun werde ich einen ähnlichen Übertrager probeweise einbauen und berichten.


viele Grüße Volker

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