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Wumpus Gollum Forum von
Wumpus Welt der (alten) Radios

Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben
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05.01.26 09:37
ELEK 

250-499 Punkte

05.01.26 09:37
ELEK 

250-499 Punkte

Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Morgen,

ja, das ist eine Katastrophe in Berlin und zeigt, wohin gewisse gesellschaftliche Fehlentwicklungen führen können.
Und es sind erst die zarten Anfänge...

Es ist aber nicht so, daß die Kraftwerk(e) das Netz (110kV und Mittelspannung) im Inselbetrieb speisen, das 110kV-Netz hängt über Umspannwerke 380/110kV am Verbundnetz und dieses stellt auch die hauptsächlichen Systemdienstleistungen. Das Kraftwerk selbst spielt bei der Versorgung des 110kV-Netzes nur eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist das Knotenpunkt-Umspannwerk beim betroffenen Kraftwerk.
(Vor 1990 war das anders, da war das gesamte Westberliner Netz ein Inselnetz mit so einigen Kraftwerken, sogar bis 380kV-Ebene (KW Reuter West ... aber auch das Inselnetz war ein kleines Verbundnetz mit ca. 10..20 (? Größenordnung) Kraftwerken)
Das Problem ist aber, daß der Ausfall mehrerer 110kV-Verbindungen (nach outdoor chiemgau (youtube) 3 Kabel-Systeme 110kV betroffen) zur Spannungslosigkeit mehrerer 110/20/10kV-Umspannwerke führt und das kann auch nicht mehr durch benachbarte Umspannwerke mittels Reserve-Einspeisung des Mittelspannungs-Netzes 10kV und 20kV beherrscht werden, noch dazu bei der hohen Leistungsdichte im Berliner Netz.
Das (n-1)-Prinzip bedeutet ja, daß der Ausfall EINES Betriebsmittels (Trafo, Leitung, Schaltfeld...) im 110kV-Netz beherrscht wird, mehrere Fehler (UW schwarz) können nicht mehr beherrscht werden und das wäre auch unwirtschaftlich...

Es ist kein Problem, eine 110kV-Muffe unter allen möglichen Bedingungen zu bauen (in dieser Jahreszeit wird ein beheiztes Muffenzelt errichtet, daß alle Anforderungnen, auch Sauberkeit, erfüllt), das ist Bestandteil jedes Havariemanagements und die Hersteller der Kabel halten entspr. Stör-Reserve vor. Das problem ist die Zeit, normalerweise dauert das Fertigen einer 110kV-Muffe ca 2 Wochen aber mind. einige Tage und das ist das Problem bei dem Janzen...

Es ist nicht möglich, ein Stromnetz so zu bauen, daß Anschläge lückenlos beherrscht werden, es ist ein gesellschaftliches Problem, wenn derartige Ereignisse vermehrt auftreten, weitere Äußerungen laß ich mal weg, da muß Jeder selbst zu Erkenntnissen kommen, sonst wird es immer schlimmer... Ganz abgesehen vom dem erbärmlichen Personal...

Gruß Ingo

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05.01.26 10:04
WalterBar 

500 und mehr Punkte

05.01.26 10:04
WalterBar 

500 und mehr Punkte

Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo Ingo,

danke für die Details. Ich wollte meinen Beitrag bewusst kurz halten. In meiner
Ausbildungszeit hatte ich auch mit Muffen zu tun ("1000 paarig, Amt im
Rücken links herum" - oder war es rechts?).

Gruss
Walter

05.01.26 14:58
Volker 

500 und mehr Punkte

05.01.26 14:58
Volker 

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Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo zusammen,

am Donnerstag soll wieder Strom kommen und damit die Heizungen laufen, wenn ich das richtig verstanden habe. Hier die Temperaturprognose für Berlin:

https://www.yr.no/en/forecast/daily-tabl...20Berlin/Berlin

Ich habe die Situation durchrechnen lassen: Die Wohnungstemperaturen werden bis Donnerstag auf teilweise 4 bis 7 Grad fallen. Dann wird es nachts richtig kalt, und es dauert weitere 4 bis 5 Tage, bis überhaupt wieder +18 Grad in den Wohnungen erreicht sind. Und wer einen Heizlüfter hat, wird ihn laufen lassen – das provoziert weitere Stromausfälle.

Ich habe einmal in einem maroden Hotel ein paar kalte Nächte mit Jacke, Handschuhen und Kapuze versucht zu schlafen. Das ging nicht, so habe ich gefroren. Das geht an die Gesundheit und an die Nerven. Damals war ich etwas über 40 Jahre alt und durchtrainiert. Ein paar Tage später war ich wieder daheim und bekam eine schwere Erkältung mit Fieber.

Die möglichen Todesfälle habe ich von einer KI hochrechnen lassen bei 30.000 Haushalten mit durchschnittlicher Bevölkerungsverteilung. Schwer zu sagen – etwa 400 bis 1.500 Tote.

Mögliche zeitliche Verteilung:

Bis Mittwoch: 100-150 (Hypothermie, akute Fälle)
Mittwoch-Donnerstag: 200-300 (kritische Nacht)
Nach Stromrückkehr Donnerstag-Sonntag: 300-400 (Folgeerkrankungen, Herz-Kreislauf, geschwächte Menschen in noch kalten Wohnungen)
Folgewoche: 100-150 (Lungenentzündungen, verzögerte Todesfälle)

Bei 70 bis 80.000 betroffenen Einwohnern ist eine flächendeckende Versorgung durch Einsatzkräfte unmöglich. Feuerwehr, Rettungsdienste und Krankenhäuser können nur einen Bruchteil der Hilfsbedürftigen erreichen.

Ein Anschlag dieser Größenordnung in der Hauptstadt wird massive politische Konsequenzen haben – mit Rücktrittsforderungen, verschärften Sicherheitsgesetzen und grundlegenden Debatten über den Schutz kritischer Infrastruktur.

Studien zeigen konsistent, dass kältebedingte Todesfälle hitzebedingte um den Faktor 10-20 übersteigen. Eine große internationale Studie über 74 Millionen Todesfälle in 13 Ländern fand: 7,3% aller Todesfälle durch Kälte vs. 0,4% durch Hitze.

Deutschland hat 2025 massiv in Hitzeschutz für vulnerable Bevölkerungsgruppen investiert - Kühlräume, Trinkwasserstationen, Notfallpläne für Ältere, Kranke und Obdachlose. Im Juni 2025 stellte das Bundesgesundheitsministerium neue Musterhitzeschutzpläne für Sport, Apotheken und ambulante psychotherapeutische Praxen vor, die den Hitzeschutzplan Gesundheit aus 2023 erweitern. Es wurden Informationspakete an alle 11.000 Kommunen in Deutschland verschickt, und am 4. Juni 2025 fand der bundesweite Hitzeaktionstag statt. https://www.bundesgesundheitsministerium...r-03-06-25.html

Mehr ist dem nicht mehr hinzuzufügen! Meinen besten Dank für die fachkundigen Informationen.

Viele Grüße aus dem frostigen und verschneiten Schweden
Volker

Zuletzt bearbeitet am 05.01.26 22:34

05.01.26 15:01
ELEK 

250-499 Punkte

05.01.26 15:01
ELEK 

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Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

...Dank auch Dir, Walter,

Volker, Deine Einschätzungen teile ich, halbwegs neutral könnte man meinen, daß das Krisenmanagement seine Potentiale noch nicht ganz ausgeschöpft hat.

Wenn man sich überlegt, wieviel Aufwand für Andere Anlässe aufgebracht wird ...
... und wo sind eigentlich unsere Netzersatzanlagen ? ***cut***

Viele Grüße, Ingo

Zuletzt bearbeitet am 05.01.26 15:05

05.01.26 15:26
Volker 

500 und mehr Punkte

05.01.26 15:26
Volker 

500 und mehr Punkte

Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo zusammen,

heute ist übrigens Montag und bis jetzt habe ich in den Medien über das Kälteproblem noch nichts gelesen. Ich welcher Welt lebt Deutschland überhaupt? Hier in Schweden weiß man, dass Kälte lebensgefährlich sein kann. Im Falle einer Autopanne muss man sich auch vor Kälte schützen. Das lernt man hier. Die Generation meiner Eltern hat in der Nachkriegszeit noch bittere Kälte in den zerbombten Häusern erlebt und die hautnahen Geschichten haben einen geprägt. Aber dies ist bei nachfolgenden Generationen in Vergessenheit geraten.

Die Nachbarschaft sollte gezielt nach gefährdeten Personen Ausschau halten und helfen. Viele Menschen leben vereinsamt und isoliert und wissen nicht sich in so einer Extremsituation alleine zu helfen. Einen solchen Aufruf vermisse ich ebenfalls!

Ich habe doch was gefunden und muss mich korrigieren: https://www.bundesgesundheitsministerium...-bt-100925.html :

Zitieren:
Frau Ministerin, wenn Sie jetzt schon einen Hitzeschutzplan aufgelegt haben, meine Frage an Sie. Wir wissen, dass in jedem Wintermonat Zehnttausende Menschen mehr als in jedem Sommermonat sterben. Konkret: Ist denn dann auch ein Kälteschutzplan im Winter geplant?

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken: Ich glaube, die Frage beantwortet sich von selbst. Dort, wo man auf Dinge hinweisen kann, wo man die Bevölkerung sensibilisieren kann, tun wir dies und weisen auf die Gefahren hin.

Na, das ist doch eine tolle Antwort.

Viele Grüße Volker

Zuletzt bearbeitet am 05.01.26 15:52

05.01.26 16:44
WalterBar 

500 und mehr Punkte

05.01.26 16:44
WalterBar 

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Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo zusammen,

wer meint, ein BaFa-gefördertes Fertighaus mit Dachisolierung und
Dreifachverglasung würde nicht so schnell auskühlen, der sollte sich
folgende Kurve ansehen:



Zwischen 22 und 6 Uhr greift die Abschaltung. Im EG fällt in dieser
Zeit die Temperatur um 2°C. In der Zeit nach 12 Uhr wird der Wassertank
aufgeheizt. Aufgenommen mittels FRITZ!DECT 200 Steckdose.

Meine Gedanken gelten den Senioren in den Hochhäusern ohne
Aufzug, die es in dem Gebiet neben alten Villen auch gibt.



Gruss
Walter

https://www.digitalfernsehen.de/news/emp...etrieb-1169282/

Zuletzt bearbeitet am 05.01.26 20:07

Datei-Anhänge
DG_04._05.01.2026.jpg DG_04._05.01.2026.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 59 kB

Blackout_Berlin_Januar2026.jpg Blackout_Berlin_Januar2026.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 163 kB

05.01.26 17:54
regency 

500 und mehr Punkte

05.01.26 17:54
regency 

500 und mehr Punkte

Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo zusammen,
dass die Wiederherstellung der Versorgung technisch beherrscht wird und dass das seine Zeit braucht, ist mir völlig klar. Wo es mir unorganisiert erscheint und schnelles pragmatisches Vorgehen versagt wird, fehlt mir jedoch jedes Verständnis. Im wesentlichen auf zwei Ebenen:
- Schutz der Zivilbevölkerung, insbesondere vulnerable Gruppen
- wirksame Verfolgungsabsicht der Täter (seit 2013 ein Phantom!)

Die Herumeierei wegen der Bereitstellung von Hotelbetten sind beschämend, statt dessen Notbetten in Turnhallen für 97jährige, die sich über den Besuch des Bürgermeisters und warme Worte der Energie-Senatorin freuen dürfen. Die Polizei fährt mit Lautsprecherdurchsagen herum, die unglaublich nützlich für die Betroffenen sind. Nach drei Tagen hat man eine Notbeleuchtung am Bahnhof Wannsee errichtet...

Will es nicht weiter vertiefen.

Freundliche Grüße,
Jan (regency)

05.01.26 19:14
Volker 

500 und mehr Punkte

05.01.26 19:14
Volker 

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Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo zusammen,

da fällt mich noch was ein. Ich hatte aus Unerfahrenheit bei sehr niedrigen Außentemperaturen für mehrere Tage die Umwälzpumpe der Zentralheizung abgeschaltet, weil wir nur mit Holz heizten. Dann wollte ich wieder mit der Zentralheizung heizen. Aber es wurde nicht warm, weil an einer unbekannten und unzugänglichen Stelle das Heizungsrohr eingefroren war und dann kann kein Wasser zirkulieren und es kann dann auch nicht warm werden. Zum Glück gab es keinen Rohrbruch und nach ein paar Tagen hatten wir wieder Außentemperaturen über Null und die Heizung lief wieder. Diese Probleme sehe ich auch kommen, wenn die Häuser unterkühlt sind.

Dazu habe ich Claude Sonnet 4.5 gebeten eine konservative und vorsichtige Schätzung nach seiner Internetrecherche einschließlich der Wetterprognose abzugeben und diese KI kam zu folgender Aussage:

"Bei Außentemperaturen von -3°C bis -8°C nachts und Innentemperaturen von nur noch 4-7°C sind massive Frostschäden unvermeidlich. Heizungsrohre in Kellern, Dachböden und Außenwänden erreichen Minusgrade und frieren ein - Wasser dehnt sich dabei um 10% aus und sprengt die Rohre.

Das "stille Blockade"-Problem: Selbst wenn am Donnerstag der Strom wiederkommt, werden viele Heizungen nicht funktionieren. Eingefrorene Rohre an unzugänglichen Stellen blockieren die Wasserzirkulation - die Heizkörper bleiben kalt, obwohl die Heizung läuft. Solche "stillen Blockaden" sind schwer zu diagnostizieren und oft erst nach Tagen mit Plusgraden behoben. Tausende Haushalte könnten trotz Stromrückkehr weitere Tage oder Wochen ohne funktionierende Heizung sein.

Schätzungsweise werden mehrere Tausend Haushalte beim Wiedereinschalten der Heizung am Donnerstag Rohrbrüche, Wasserschäden und nicht funktionierende Heizungen erleben.

Die Schadensbehebung wird sich über Monate hinziehen. Bei geschätzten 3.000-6.000 betroffenen Haushalten und vielleicht 50-100 verfügbaren Installateur-Notdiensten sind die Kapazitäten völlig überfordert. Akute Notfälle (Überflutungen) haben Wartezeiten von 1-3 Tagen. Für verdeckte Rohrbrüche und 'stille Blockaden', die aufwendige Ortung erfordern, müssen Bewohner mit Wartezeiten von 2-6 Wochen rechnen. Viele Haushalte werden erst im Februar oder März vollständig repariert sein - bis dahin ohne funktionierende Heizung oder mit provisorischen Notlösungen."

Viele Grüße Volker

Zuletzt bearbeitet am 05.01.26 22:52

Gestern 09:20
Fernseheumel 

250-499 Punkte

Gestern 09:20
Fernseheumel 

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Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Guten Morgen und allen Lesern ein frohes neues Jahr!

Ich bin erst spät auf dieses Thema aufmerksam geworden.
Vor diesem Hintergrund möchte ich den Stromausfall in Spanien vor einiger Zeit
ins Bild rücken.
Wie öffentliche Medien berichteten, sollen batteriebetriebene Rundfunkgeräte und
"Kurbelradios" der Verkaufsschlager gewesen sein!

Um nun eine Vielzahl von Empfängern zu erreichen, braucht man natürlich einen
landesweit ausstrahlendes MW-Sendernetz!

Da die Reichweite von digitalen Sendern/Systemen für DAB-Quatsch und Mobilfunk
stark begrenzt ist, ist der Erhalt von AM-Sendern unvermeidbar.

Mobiltelefonakkus sind ständig leer, Stromausfälle/Krisen selten vorangekündigt, eine
Notstromversorgung vielleicht nicht oder nur kurzzeitig begrenzt verfügbar.

Hinzu kommen die Nachteile digitaler Zahlungsmittel die alle stromabhängig sind,
also nicht funktionieren, siehe Ukraine-Krieg mit den verbundenen Stromausfällen!

Die moderne Kriegsführung zielt heute verstärkt auf Infrastrukturen, da diese geringen
Personaleinsatz bedeuten, Internet-Angriffe aus dem Ausland erfolgen können, wie Beispiele
aus der Vergangenheit beweisen, Krankenhäuser (Neuss), Energiekonzerne und Stadtwerke
mit Infrastrukturaufgaben lahm legen können!

Hier rächt sich der Digitalisierungswahn!

Die Schweizer Armee besitzt umgerüstete Fahrräder, um im Stand durch Strampeln
Autobatterien aufladen zu können! Eine der sinnvollsten und preiswertesten Konstruktionen,
um an Strom zu kommen!

Auch die amerikanischen "Windcharger" von Zenith, in den 20er/30er Jahren weit unter
Farmern verbreitet, halfen, die Kommunikation in stromlosen Gegenden aufrecht zu erhalten.
Die Bedeutung wurde durch den Siegeszug des Funkgerätes vergrößert, um auch größere Distanzen,
wie in Australien üblich, überbrücken zu können.
Hier wäre der Bau einer unterirdisch verlegten Telefonleitung um eine einzelne 300km entfernte Farm
an die Kommunikation anzuschließen absolut unwirtschaftlich!

Unvergessen ist auch der Schneewinter in Deutschland 1978/79, wo schwangere Frauen
mit dem Panzer ins Krankenhaus gebracht werden mußten.

Eigentlich müßte die Politik daraus gelernt haben, hat sie aber nicht!

Wer sich übrigens für "preiswerte Kommunikationsmöglichkeiten", also AM-Funk interessiert, natürlich
nur aus rein technischem Lehr- und Physikinteresse, dem sei diese niederländische Seite empfohlen:
www.de-radio-amateur.nl

L.G.
Fernseheumel

Zuletzt bearbeitet am 06.01.26 12:53

Gestern 10:38
wumpus 

Administrator

Gestern 10:38
wumpus 

Administrator

Re: Aus gegebenen Anlass: Man sollte ein portables Radio im Haushalt haben

Hallo zusammen,


wenn ich die Schlagworte wie "Resilienz" oder "Redundanz" aus den Mündern von Verantworlichen höre, wird mir leicht übel. Diese Begriffe werden nach jedem Ereignis inflationär heraus-posaunt. Ohne jede relevante Umsetzung in die Realität. Beispiel: Berlin, immer noch nach vielen Jahren sind nicht alle projektieren Sirenen aktiviert ...

Wobei es mir wichtig ist: Ich kritisiere hier nicht einzelne Politiker oder Parteien, sondern im Grunde genommen alle, weil der Zeitgeist heute eben anders läuft. Ich rate auch ab, politische Richtungen hier im Forum hervorzuheben oder in Frage zu stellen, wäre nämlich sicher ein Grund im Forum die Raumtemperatur trotz Stromausfall unnötig zu erhitzen. (Wird mein feiner Humor bemerkt?)

Immer noch werden kleine oder große Prepper als Deppen betrachtet. Klar es gibt es auch diesbezüglich Übertreiber, aber ein wenig mehr preppen könnte nicht schaden.

Redundante großflächige Information wäre: In Betriebsbereitschaft- Haltung von jeweils zwei LW und zwei MW AM-Sender in Deutschland. Diese Sender wurden aber aus Kostengründen abgeschafft. Damit wären nach todsicherem schnellen Ausfall der Mobilfunknetze im Störfall immerhin noch Warnungen landesweit sichergestellt. Wenn denn nicht so langsam alle AM-Portabel-Radios aus den Haushalten verschwinden würden.

In Berlin stellt man nun gerade fest: Ach es wäre ganz schön, wenn man ein paar Notstrom-Generatoren hätte. Einige Lebensmittelketten bieten Generatoren vor den Läden, um die Kühlware zu sichern und Kunden das Aufladen der Handys zu ermöglichen.

Ich glaube die Generatoren in öffentlicher Hand werden wohl kaum über zwei Dutzend hinauskommen.

Ich habe gestern in einer Rundfunksendung gehört, dass Leute erstaunt waren als sie hörten Tee-Lichte haben eine Heizleistung von jeweils 30 - 40 Watt. Mit 6 Lichten kann man also immerhin eine Minimalerwärmung (z.B. Frostschutz) von ca. 250 Watt erreichen. Nur nicht mal zwischendurch Stosslüften vergessen ...

Eines ist sicher: Auch nach diesem Vorfall wird sich kaum was ändern. Wir haben wohl verlernt vorausschauend zu denken. 90 Prozent der Leute haben noch nicht einmal einen kleinen Lebensmittelvorrat der ungekühlt vier Wochen überstehen könnte, von Kochmöglichkeiten unabhängig vom Küchen-Kochgeräten ganz zu schweigen.


Grüße von Haus zu Haus
Rainer, DC7BJ (Forumbetreiber)

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