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Wumpus-Gollum-Forum von "Welt der Radios".
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SAQ-Ferrit-RX
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06.03.21 21:15
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

06.03.21 21:15
basteljero 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ-Ferrit-RX

Hallo Wolfgang,

Zitieren:
Wir erkennen sofort, dass die 17,2 kHz bereits durch eine Marineinstallation (VTX2) in Indien genutzt wird! Das kann lästig werden. Ich bin mir nicht sicher, ob man das mit einer Rahmenantenne (oder Ferritantenne) unterdrücken kann? Hängt natürlich vom Standort des Empfängers ab

Die Richtwirkung des Rahmens ist bei diesen niedrigen Frequenzen praktisch perfekt, die Nullstellen vollkommen.
Man braucht nicht mal einen VLF-Rahmen zu wickeln wenn man einen halbwegs brauchbaren für MW hat:
Der wird einfach als Empfangsspule benutzt und niederohmig an den Resonanzkreis gekoppelt, welcher primär
nur wenige Wicklungen hat. Bei mir war das ein kleiner 600-Ohm-Ferrit-Übertrager.
Brachte immer noch stärkeres Signal als eine probeweise gewickelte Ferrit-Antenne.

Als Audion (ohne Fremdüberlagerung und BNC-Buchse) diente ein Anzeige-Verstärker von R&S.
https://www.wumpus-gollum-forum.de/forum...=400&page=1
Manchmal sendet auf 18,1 kHz "RDL" Zeichen in einer Art Morsecode (der sich etwa 200 Hz höher irgendwie invertiert
anhört), da kann man sehr schön mit "fldigi" experimentieren, das auch sehr niedrige NF-Frequenzen verarbeiten kann.

Gruß
Jens

Zuletzt bearbeitet am 06.03.21 21:24

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07.03.21 00:14
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

07.03.21 00:14
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: SAQ-Ferrit-RX

Wolfgang - Was für eine Fleißarbeit und wieso aufgeblasen? Für neue Erkenntnisse tun wir doch alles - oder?
Danke für Deine großartige Unterstützung, Dein Aufbau sieht phantastisch aus, wirklich schön, der Spulenschwenker für sich ist schon ein Hingucker. Ist das Eigenbau?

Die Oszillatoreinspeisung über die erwähnte kleine Koppelspule benötigt bei mir weniger als 1mVss. Wäre dazu eventuell nicht auch eine kleine Kapazität von 1-2pF am Hochpunkt des Schwingkreises denkbar, ohne Gefahr zu laufen, den Kreis zu stark zu belasten?
Jedenfalls freut es mich, daß Deine Ergebnisse in die gleiche Richtung weisen. Bei optimaler Einstellung ist die Bandbreite so gering, daß man den Drehko trotz Untersetzung sehr vorsichtig bedienen muß.

Als "Hauptfeind" bei SAQ Empfang, hat sich hier wiederholt die die russische Marine auf 18,1kHz erwiesen. JXN und HWU sind hier am Ort eher nicht das Problem.
Die schmale Bandbreite in Verbindung mit der Richtwirkung der Ferritantenne sollten deutliche Besserung bringen. Will die Tage auch noch mal einen Test bezüglich der Nachbarkanaltrennung unternehmen, der Testaufbau steht noch.
Bezüglich der Tastgeschwindigkeit sollten wir uns wohl keine all zu großen Sorgen machen. Der gute Lars Kalland ist zwar in Rente aber der neue Operator ist offenbar auch einer, der es gerne gemächlich hat.

Um endlich von dem Steckbrettaufbau wegzukommen, habe ich mit dem Aufbau auf einer kleinen Platine begonnen. Der NF Verstärker steht schon und funktioniert, wie er soll. Geplant ist, auch die Audionstufe mit zu integrieren aber ich bin noch skeptisch, ob das bei dem gedrängten Aufbau gut gehen wird. Das Platinchen lag so in der Kiste und ich wollte nicht extra eine neue zuschneiden.
Das Vorhaben, den Oszillator mit einem Phasenschieber zu realisieren, habe ich fallen gelassen. Mit einer 1Ж24 läßt sich zwar ein gut funktionierender Phasenschieber realisieren aber ohne Puffer ist der nicht zu gebrauchen, was eine weitere Röhre erfordern würde. Habe mich darum entschlossen, den Oszillator getrennt und auf Sand zu bauen.

Anbei noch die (hoffentlich) finale Schaltung und eine Impression vom bisherigen Aufbau:







Gruß in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 07.03.21 00:17

Datei-Anhänge
0V2-russ.jpg 0V2-russ.jpg (73x)

Mime-Type: image/jpeg, 107 kB

0V2-aufb.JPG 0V2-aufb.JPG (67x)

Mime-Type: image/jpeg, 177 kB

07.03.21 11:13
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

07.03.21 11:13
WoHo 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ-Ferrit-RX

Danke Hajo, für die Blumen.....

Zum Spulenschwenker, der ist von der Fa. HUTH und wurde patentiert, weil da D.R.P. drauf steht.

Ja, der Fremdoszillator ist nun ein wichtiger Zusatz geworden. Der sollte vor allem frequenzstabil und fein regulierbar sein!

Genau so wichtig -und das hast du schon richtig erkannt- ist die mechanische Stabilität der Gesamtanordnung.

Du hast den Thread gestartet mit Auge auf Ferritantenne. Und wenn ich mich recht erinner, wohnst du in Thüringen. (Ich selber habe mal als kleiner Junge in Schmalkalden gewohnt. Meine Mutter ist dann 1945 mit mir in den Westen geflüchtet....)

Meine Befürchtung ist, dass das Signal von SAQ dort zu schwach ankommt und deshalb die Ferritantenne einfach zu wenig Energie aufnimmt. Eine größere Rahmenantenne könnte dieses Problem lösen. Ich denke, eine Ferritantenne deiner Art würde in den nördlichen Bundesländern sehrwohl ausreichend sein.

Der Russe auf 18,1 kHz wird bei mir in der Nähe von Maastricht komplett von HWU zugedeckt.
Weiterhin viel Erfolg mit dem gemeinsamen Hobby.

Gruß aus NL, Wolfgang

07.03.21 11:57
HB9 

WGF-Premiumnutzer

07.03.21 11:57
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ-Ferrit-RX

Hallo Hajo,

ich würde für den Überlagerungs-Oszillator einen ganz normalen LC-Oszillator bauen. Mit Schalen- oder Topfkernen hält sich dank hohem AL der Wickel-Aufwand in Grenzen. Ein geeignetes Material ist N48 von Epcos, Ferroxcube wird auch etwas Passendes haben. Die RM6-Kerne von Epcos sind schön klein und mit Luftspalt auch abgleichbar. Wenn es etwas grösser sein darf, kann man auch RM8 oder RM10 nehmen, dann gibr es weniger zu wickeln. Alternativ gehen auch die P-Kerne (mit Luftspalt). Wenn man für die Kondensatoren Folien- oder NP0-Keramikkondensatoren verwendet, ist die Frequenz sehr stabil, und mit dem Abgleichkern oder einem kleinen Drehkondensator lässt sie sich exakt einstellen.

Ich würde mal noch die Oszillator-Einkopplung am Schirmgitter des Audions versuchen, so wäre der Oszillator besser vom Eingangskreis entkoppelt.

Eine Ferritantenne sollte für den Empfang von SAQ eigentlich reichen, sofern die Oszillator-Amplitude richtig ist, damit das Audion optimal als Mischer arbeitet und die NF-Verstärkung ausreichend hoch ist (das Grundrauschen muss gut hörbar sein). Ich hatte vor einigen Jahren in der Schweiz in der Wohnung SAQ mit einer 20cm-Ferritantenne (abgestimmt) verständlich empfangen. Beeinträchtigt wurde der Empfang vor allem durch die EMV-Störungen.

Gruss HB9

08.03.21 00:36
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

08.03.21 00:36
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: SAQ-Ferrit-RX

Hallo Zusammen

@Wolfgang
Schmalkalden ist hier gleich um die Ecke, ich wohne in Meiningen.
Mit der am Anfang dieses Fadens zu sehenden Ferritantenne, ging SAQ voriges Jahr zur Sommersendung portabel im Garten besser als gedacht. Trotzdem die russische Marine pünktlich zu Sendebeginn von SAQ ebenfalls einen Durchgang startete, war SAQ ohne Mühe aufzunehmen und ließ sich mit dem Ferrit sogar etwas ausblenden. Als Empfänger diente ein Transistoraudion mit dem bekannten Peltz Oszillator.
Die neue Ferritantenne ist nochmals deutlich empfindlicher als die alte und ich habe die Hoffnung, daß sie für SAQ in einem störarmen Umfeld ausreicht. Darum soll alles möglichst klein, leicht und stromsparend sein, denn indoor ist hier bei mir zu Hause nur bei sehr guten Bedingungen etwas von SAQ zu hören.

Der neue Ferrit hat einen mittleren Kerndurchmesser von rund 16mm und ist knapp 400mm lang. Ein etwa gleichwertiger Rahmen sollte, soviel ich weiß, das Längenmaß im Quadrat haben und wäre damit schon erheblich sperriger zu transportieren und zu handhaben. Ich weiß aus unzähligen eigenen Versuchen, daß Luftspulen die besseren Magnetantennen sind, keine Frage, aber ein ausreichend großer Ferrit hat sich in der Vergangenheit bei mir wiederholt als recht akzeptabler Kompromiß erwiesen. Habe die letzten Jahre mit einem kleinen Einfachsuper Jagd auf SAQ gemacht. Der hat eine E Feldantenne in Form einer 1,5m Teleskopantenne, der das Audion mit der Ferritantenne in den Schatten stellt. Aber einfach kann ja jeder

@HB9
Danke für die Tipps
Habe hier Siemens Schalenkerne liegen, Außendurchmesser 25,5mm, also etwa RM8 Größe, Material N22, AL 250. Das sind Ausschlachtteile deren Schalen leider verklebt sind. Mit Gewalt will ich es nicht versuchen sie zu öffnen, gibt es eventuell einen Trick, den man versuchen könnte?
Die Schirmgittereinkopplung werde ich auf jeden Fall versuchen.


Mein Aufbau ist fertig und er funktioniert ohne Verkopplungen und ungewollte Schwingneigung. Allerdings zeigt er einen ziemlichen Brumm, der eindeutig vom Audion stammt. Der NF Verstärker (61dB Gesamtverstärkung) hat nur sehr wenig Brumm, der auch nur zu hören ist, wenn man das Poti ganz auf Maximum dreht.
Könnte die durchgängige Massefläche die Ursache sein? G1 der Audionröhre habe ich sehr kurz beschaltet, das sollte eigentlich in Ordnung sein.
Werde als nächstes zunächst ein provisorisches Chassis bauen, um alle Bedienelemente ordentlich befestigen zu können.


Gruß in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 08.03.21 00:56

08.03.21 07:06
Vorkreis 

WGF-Nutzer Stufe 3

08.03.21 07:06
Vorkreis 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: SAQ-Ferrit-RX

Moin Hajo,

gegen hartnäckigen Brumm half mir mal, die Gitterkombination getrennt abzuschirmen. Dazu ist es zweckmäßig den Widerstand parallel zum C zuschalten. Für kürzeste Zuleitungen sorgen. Hat außerdem den Vorteil, dass der Widerstand in Reihe zum Schwingkreis liegt und diesen weniger belastet. Ich hatte aus einem Blechstreifen ein Röhrchen geformt und beide Bauteile hineingeschoben und dieses auf kürzestem Weg mit Masse verbunden.

Zusammengeklebte Ferritschalen konnte ich in einem Kochendwasserbad trennen.

Gruß
Jürgen

08.03.21 08:11
HB9 

WGF-Premiumnutzer

08.03.21 08:11
HB9 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ-Ferrit-RX

Hallo Hajo,

N22 ist für diesen Zweck gut, entspricht etwa N48. Ich musste noch nie Kerne trennen, daher habe ich da auch keine Tipps, aber vielleicht funktioniert der Tipp von Jürgen.

Gruss HB9

08.03.21 10:26
Matu 

WGF-Premiumnutzer

08.03.21 10:26
Matu 

WGF-Premiumnutzer

Re: SAQ-Ferrit-RX

Hallo Hajo,

einen Schalenkern N48 (26) könnte ich dir gegen Porto zukommen lassen. der lässt sich auch demontieren und hat eine 100 mH Wicklung.



73 Matu

08.03.21 12:38
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

08.03.21 12:38
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: SAQ-Ferrit-RX

Hallo und vielen Dank für Euer Interesse und die Tipps, werde sie alle ausprobieren.

@Matu
Falls Jürgens Trick in diesem Fall nicht funktionieren sollte, würde ich auf Dein freundliches Angebot gerne zurückkommen.
Werde berichten

Bis dahin

Gruß in die Runde
Hajo

09.03.21 13:47
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

09.03.21 13:47
Hajo 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: SAQ-Ferrit-RX

Hallo Zusammen

Jürgens Tipp hat glänzend funktioniert, habe den Schalenkern bei 100°C für 10 Minuten in's Backöfchen gestellt. Danach ließ er sich mit Hilfe einer kleinen Zange leicht auseinanderspreizen - wunderbar - nochmals danke für den Tipp.
Die Gitterkombination steckt nun in einem kleinen Röhrchen aus Weißblech aber am Brumm hat sich nichts verbessert. Auch das probeweise Verdrosseln des Heizkreises brachte keine Besserung.
Da die Versuchsschaltung auf dem Steckbrett das gleiche Verhalten zeigt und mein altes Hirn sich endlich daran erinnerte, daß der Brumm mit der MW-Spule kein Thema war und er beim Anziehen der Rückkopplung auch auf VLF immer leiser wird, hat sich nun herausgestellt, daß er von der VLF Spule aufgenommen wird und nicht von der Schaltung stammt.
Wir haben in etwa 30m Entfernung einen Umspanntrafo vor dem Haus und im Innenraum sind auch einige Geräte am Netz, sodaß hier jede Menge 50Hz Störfelder existieren. Die VLF Spule ist offenbar sehr empfänglich dafür. Jedenfalls kann ich beim Peilen indoor eine Stellung finden, in der fast kein Brumm mehr hörbar ist.
Somit hat sich das Problem quasi von selbst erledigt und ich kann mich dem Chassisbau zuwenden.


Gruß und Dank in die Runde
Hajo

Zuletzt bearbeitet am 09.03.21 15:00

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