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Nun geht es in Europa los.
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05.03.17 22:25
ingodergute 

Moderator

05.03.17 22:25
ingodergute 

Moderator

Re: Nun geht es in Europa los.

Hallo Bernhard,

BernhardWGF:
Ein Wortprogramm wie der DLF braucht keine 192 kbps um gut zu klingen, ein Klassiksender dagegen mit 72 kbps ist Körperverletzung. Bei vielen Sender stimmt die Datenrate einfach nicht und es wird zuviel wegkomprimiert. Es gibt nur wenige Ausnahmen wo Programminhalt die passende Datenrate hat.

in diesem Punkt wage ich es, Dir ausnahmesweise zu widersprechen aus zwei Gründen. Ich höre viel Deutschlandradio.
Ich weiß, wie höher komprimierte Sprache klingt. Erstens, stören mich auch bei Sprache die Artefakte, die ich persönlich oft deutlich wahrnehme, sehr. Zweitens gibt es im Deutschlandradio Klassik und andere Musik, die ich sogar mit deutlich höherer Datenrate (geringerer Kompression) hören möchte als mit 192kbps.

Viele Grüße

Ingo.

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05.03.17 22:43
BernhardWGF

nicht registriert

05.03.17 22:43
BernhardWGF

nicht registriert

Re: Nun geht es in Europa los.

Ja das hab ich nicht bedacht das der DLF ja auch interessante Musikprogramme hat. Vielleicht wäre hier sogar der Einsatz einer dynamischen Bitrate vorteilhaft die sich dem gesendeten Programminhalt anpasst. Was beim TV, DVD, Blueray geht, sollte doch auch bei DAB+ funktionieren können.

Zuletzt bearbeitet am 05.03.17 22:43

05.03.17 22:50
Volker 

WGF-Premiumnutzer

05.03.17 22:50
Volker 

WGF-Premiumnutzer

Re: Nun geht es in Europa los.

Hallo zusammen

ich kenne jemanden, der sich extra Glasfaser in sein Haus hat legen lassen, um mit hoher Datenrate und geringer Kompression Klassik aus dem Web hören zu können. Nun hat nicht jeder solch ein anspruchsvolles Gehör.

Trotzdem verstehe ich die ganze Diskussion nicht. Wozu brauche ich DAB+ zu Hause, wenn das Angebot über das Internet groß ist? Wozu brauche ich im Auto DAB+, wenn die bessere Tonqualität durch die Fahrgeräusche untergeht? Zudem höre ich im Auto entweder meine eigene Musik von Speichermedien oder aktuelle Textbeiträge aus dem Radio. Für gesprochene Sprache im Auto ist die Tonqualität nebensächlich. UKW reicht völlig aus. Vor 20 Jahren hatte ich den Deutschlandfunk auf Langwelle im Autorradio gehört, weil der Empfang selbst im engsten Schwarzwaldtal immer gut war und nie abbrach. Ich war sehr zufrieden und hatte kein Bedürfnis nach einer besseren Klangqualität. Zuverlässigkeit und hohe Verfügbarkeit sind mir neben der Programmqualität wichtiger. Ich höre übrigens noch bis 14 kHz. Ganz so taub sind meine Ohren also noch nicht.


Viele Grüße Volker

"Das Radio hat keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Physiker (1824-1907))

06.03.17 15:23
Klarzeichner 

WGF-Nutzer Stufe 3

06.03.17 15:23
Klarzeichner 

WGF-Nutzer Stufe 3

Re: Nun geht es in Europa los.

Hallo Volker,

um deine Fragen direkt zu beantworten: Zu gar nichts brauchst du DAB. Kein Mensch braucht DAB. Die Industrie hätte nur gerne die bei Abschaltung von UKW freiwerdenden Frequenzen, denn Analogfunk braucht viel Platz.

Wurde hier eigentlich schon erwähnt, dass DAB auch der Tod des batteriebetriebenen Radios ist? Denn die Akkulaufzeit eines Digitalempfängers ist vieeel kürzer als der eines Analogradios. Na, wer von euch hat ein DAB-Radio mit Batteriebetrieb? Und wie lange läuft das? 10 Stunden? 20?

Ein altes Kofferradio spielt mit einer Hanvoll Babyzellen ein paar Hundert Stunden.

Bleibt mir mit dem Digitalquatsch weg.

Gruß
Stefan

06.03.17 17:21
Wolle 

Moderator

06.03.17 17:21
Wolle 

Moderator

Re: Nun geht es in Europa los.

Hallo Stefan.

Zitat. "Ein altes Kofferradio spielt mit einer Handvoll Babyzellen ein paar Hundert Stunden".

So eine Beatbüchse vom Anfang der neunziger Jahre mit fünf Programmspeicherplätzen spielt bei mir gefühlt über ein halbes Jahr. Zum Betrieb sind nur vier Zellen R20 und zwei Zellen R6 für den Programmspeicher nötig. Da ich schon reichlich mit Wandwarzen gesegnet bin, ist mir der netzunabhängige Betrieb wichtig. Es gibt Leute, die zielsicher schon über einen! Schlauch stolpern, obwohl dieser mit einem Läufer abgedeckt ist.

Mit vielen Grüßen.
Wolle.

Die sechs Phasen der Planung: Begeisterung, Verwirrung, Ernüchterung, Suche nach den Schuldigen, Bestrafung der Unschuldigen, Auszeichnung der Nichtbeteiligten.

06.03.17 21:23
Peter50 

WGF-Einsteiger

06.03.17 21:23
Peter50 

WGF-Einsteiger

Re: Nun geht es in Europa los.

Hallo,

Ich habe DAB+ Radio im Batteriebetrieb. Leider sind zu wenig Steckdosen in meinem Bad. Der Stromverbrauch ist höher als mit UKW. Dafür ist der Empfang um ein vielfaches Besser. Seit hier die Sender mit einer größeren Leistung arbeiten gefällt mir DAB richtig gut.

Es ist viel einfacher einen guten Klang zu erhalten als bei UKW. Der Aufwand bei UKW ist deutlich höher und teurer.

Schöne Grüße
Peter50

06.03.17 23:11
BernhardWGF

nicht registriert

06.03.17 23:11
BernhardWGF

nicht registriert

Re: Nun geht es in Europa los.

Ich habe, wie oben geschrieben, ja in den letzten Tagen begonnen einen alten Heinzelmann zu digitalisieren. Wenn ich mir so den Stromverbrauch moderner DAB+Module anschaue ist man nicht mehr weit entfernt von alten Zeiten. Den meisten Saft brauchen im Gerät Display und NF-Verstärker. So groß ist der Unterschied zu meinem TECSUN oder DEGEN-Weltempfänger also auch nicht mehr. Man könnte also schon ein DAB-Radio dahingehend optimieren das das Gerät mit einem Satz Monobatterien (statt Micro- oder Mignon wie oft üblich) eine Freiluftsaison durchhält. Vielleicht ein interessantes Bastelprojekt so ein Radio mit eInk Display.

Zuletzt bearbeitet am 06.03.17 23:28

07.03.17 09:16
wumpus 

Administrator

07.03.17 09:16
wumpus 

Administrator

Re: Nun geht es in Europa los.

Peter50:
Hallo,

Ich habe DAB+ Radio im Batteriebetrieb. Leider sind zu wenig Steckdosen in meinem Bad. Der Stromverbrauch ist höher als mit UKW. Dafür ist der Empfang um ein vielfaches Besser. Seit hier die Sender mit einer größeren Leistung arbeiten gefällt mir DAB richtig gut.

Es ist viel einfacher einen guten Klang zu erhalten als bei UKW. Der Aufwand bei UKW ist deutlich höher und teurer.

Schöne Grüße
Peter50

Hallo Peter50,

habe da weniger gute Erfahrungen mit DAB+ in Berlin (Spandau) gemacht. Keinesfalls kann ich in jedem Zimmer der Wohnung an einer gewünschten Stelle alle DAB+ Sender empfangen. Dagegen gelingt das bei UKW ohne Probleme. Nach wie vor sind bei etwas kritischen Empfangsverhältnissen die DAB+ Stationen aussetzer-behaftet.

UKW-Sender erreichen mit Leichtigkeit, bei stabilen Pegeln DAB+ Qualität.


Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

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07.03.17 12:20
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

07.03.17 12:20
WalterBar 

WGF-Premiumnutzer

Re: Nun geht es in Europa los.

Hallo Peter,

Rainers Erfahrungen kann ich nur bestätigen und unterstreichen. Den mit UKW analog und DAB+ gemachten Erfahrungen liegen im Wesentlichen zwei Punkte zugrunde:

1. physikalisch bedingte Ausbreitungsprobleme

Mit steigender Frequenz nimmt die Beugungs- und Brechungsfähigkeit der Funkwelle ständig ab, während die Reflexionsfähigkeit bedingt zunimmt (leider aber nicht an Bäumen oder Bergkuppen). Der analoge Rundfunk im 3m-Band profitiert davon, dass eine quasi optische Verbindung besteht, die über den optischen Horizont hinausgeht. Dieser Vorteil besteht im VHF Band 3 für DAB+ so nicht und muss bei der Funkzellenplanung berücksichtigt werden. Beispiel Mobilfunk: Egal ob GSM, UMTS oder LTE: Es gibt unversorgte Gebiete, auch heute noch und wird es immer geben.

2. zu geringe Senderleistung

Die Ausgangsleistungen der DAB+-Sender liegt bestenfalls nur zwischen 500 und 2000 Watt. Der Rest wird mit Antennengewinn gemacht. Analoge Rundfunksender können in Frequenzmodulation im nichtlinearen sog. "C-Betrieb" mit hohem Wirkungsgrad betrieben werden. Selbst unter optischen Sichtbedingungen liegt die Freiraumdämpfung im DAB+-Band um 6 dB höher als auf 100 MHz. 6dB weniger bedeutet halbe Reichweite bzw. die Sender müssten eigentlich die vierfache Leistung benutzen. Schliesslich kommt noch die etwa 10 fache belegte Bandbreite hinzu, die mit weiteren 10 dB Nachteil zu Buche schlägt. Durch das Programm-Multiplex entstehen natürlich gewaltige Einsparungen, dennoch ist man mit der Leistung sparsam, was auch technische Gründe hat (Linearität, Filterproblematik, thermische Probleme in den Filtern usw.)

Verfechter der neuen Technologie argumentieren regelmässig mit dem Gleichwellengewinn und dem Umstand, dass die Ausbreitung imun gegen Auslöschungen bei Mehrwegeemfang ist. Das ist aber eine Mogelpackung, denn aus einem Bündel empfangener Signale muss immer ein Signal auch unter Schwundbedingungen im Fahrzeug mit 6dB Abstand vorhanden sein. Erfahrungsgemäss braucht ein mobiler Dienst 20dB Schwundreserve, die bei der momentanen Netzplanung einfach nicht vorhanden ist. Wäre sie vorhanden, dann wäre die Indoorversorgung auch gegeben.

Gruss
Walter

Zuletzt bearbeitet am 07.03.17 12:21

07.03.17 12:51
BernhardWGF

nicht registriert

07.03.17 12:51
BernhardWGF

nicht registriert

Re: Nun geht es in Europa los.

DAB+ ist einfach vielerorts nicht Indoor-tauglich, deshalb gibt es auch viele negative Stimmen. Das war mit Einführung der D- und E-Netze jahrelang auch so. Ob DAB+ jemals den Indoor-Status eines GSM-Netzes erreicht ist mehr als fraglich, deshalb wird es vielerorts wohl weiterhin zur Ablehnung von DAB+ kommen. Klar warum soll ich in eine Technik investieren die an einem Standpunkt nicht funktioniert.

Da wo DAB+ Inhouse funktioniert, ich bin in der glücklichen Lage so zu wohnen, ist DAB+ etwas ganz feines. Selbst mit fast eingezogener Stummelantenne (vielleicht 8-9 cm Reststrahlerlänge) bekomme ich 2 Muxe absolut fehlerfrei rein. Das sind dann zwischen 25-30 Programme in rauschfreier Qualität. Selbiges ist hier bei UKW nicht möglich, da sind es dann nur 3 Ortssender die so halbwegs rauschfrei kommen.

Jetzt ist die Frage, warum viel Geld in ein DAB-Netz stecken was wahrscheinlich nie den Reichweitenstatus von LTE, später G5 - Netze bieten wird. Bei letzteren ist Rundfunkempfang auch möglich, die LTE-Netze bieten einen Modus der sich Broadcast nennt und den alle eingebuchten Empfänger (Mobiltelefone sind im Prinzip ja auch Radios) empfangen können.

Meine Vorahnung, nach DAB ist nicht schluß, es wird Radiogeräte geben die statt DAB-Empfänger LTE oder G5 Module enthalten! Trotz der höheren Frequenz der LTE oder G5 Netze ist die Abdeckung letztendlich besser, denn die Netzbetreiber investieren hier viel mehr Geld als Mediabroadcast mit seinen DAB-Sendern. Und der Ausbau von LTE ist noch voll im Gange während man bei DAB wohl schon zu einem sichtbaren Ende kommen wird.

Zuletzt bearbeitet am 07.03.17 13:12

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